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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1916.
Eis. Ferryland-Hafen friert gewöhnlich in den ersten zehn Tagen des Februar
zu, Manchmal friert es nur einen Tag; denn bei steifen westlichen Winden bildet
sich nie Eis. Südwestliche und südliche Winde brechen das Eis auf und treiben es
aus dem Hafen. Treibeis hält sich manchmal bis zum 20. Juni. Bei nördlichen
Winden füllt sich der Hafen mit Treibeis, das aber wieder hinaustreibt, sobald der
Wind südwestlich holt. Das Nordeis treibt etwa am 23. Februar an und verschwindet
wieder ungefähr am 6. April. In der Bulls-Bucht und in den Häfen Broyle, Aquafort,
Fermeuse und Renewse erscheint und verschwindet das Eis ungefähr zur selben Zeit
wie im Ferryland-Hafen.
Leuchtfeuer. Siehe „Leuchtfeuer aller Meere“ 1914, Heft V, Titel VI.
Signalstelle. Der Leuchtturm auf Kap Ferryland ist mit den internationalen
Signalen ausgerüstet.
Tiden. Die Hafenzeit des Ferryland-Hafens ist 7% 20min, die Springhochwasser-
höhe beträgt 1.7 m (5?/,’), die Nipphochwasserhöhe 1.1 m (31/,’).
Einstenerung. Beim Einlaufen bringe man die katholische Kirche, die süd-
lichere der beiden Kirchen im innersten Ende des Hafens, in der Richtung rw. 273°
(mw. NWzW1/,W) in die Mitte der Durchfahrt zwischen Kap Ferryland und Bois-
Eiland, und steuere auf dieser Richtmarke in den Hafen hinein. Ist man innerhalb
der Einfahrt, so steuere man etwas nördlicher, um die Untiefe vor dem Pool-Strande
zu meiden.
Ankerplatz. Der beste Ankerplatz ist auf 18 m (10 Fad.) Wasser über Sand
und Schlick auf der Linie von der Coldeast-Huk nach dem Pool-Strande zwischen den
beiden Kirchen im innersten Ende des Hafens.
Dampfer kommen im Sommer und Herbst wöchentlich einmal von St. Johns
nach Ferryland-Hafen. Postverbindung über Land mit St. Johns ist zweimal
wöchentlich. Telegraphische Verbindung ist vorhanden.
Wasser ist im Ferryland-Hafen spärlich, jedoch von der Coplin-Bucht zu
erhalten.
Aquafort-Hafen
ist eine schmale Förde, die sich westsüdwestlich von Kap Ferryland zwischen hohen,
steilen Hügeln 2!/, Sm weit in westlicher Richtung erstreckt. 1.6 Sm westsüdwestlich
von Kap Burns, dem südwestlichen Ausläufer von Kap Ferryland, liegt die nördliche
Einfahrtshuk, von der aus sich einige unter Wasser steil abfallende Klippen !/, Kblg
weit nach Süden erstrecken. Zwischen diesen Klippen und dem 12 m (40’) hohen,
unter Wasser steil abfallenden Spurwink-Eiland, das !/, Sm südlich von den Klippen
und !/, Kblg vor der südlichen Einfahrtshuk liegt, ist die Einfahrt in den Aqua-
fort-Hafen.
Hares Ears-Klippen s. unter Caplin-Bucht S. 399. Rw. 168° (mw. SzW1/,W),
11/, Kblg von Kap Burns, liegen die Kap Burns-Klippen 4.6 m (15’) unter Wasser.
Zwischen Kap Ferryland und der Aquafort-Hafeneinfahrt steigt Crow-Eiland. zu
21m (70’) Höhe an, und die Crow-Klippe, beinahe trocken bei Niedrigwasser, liegt
rw. 120° (mw. SS03/,0) 1 Kblg vom Östende Crow-Eilands. Mitten zwischen der
südlichen Einfahrtshuk von Aquafort-Hafen und Kap Black, 7 Kblg südöstlich davon,
und 3 Kblg vor der Lawler-Bucht liegt eine Klippe bei Niedrigwasser in der Wasser-
linie. Im Hafen, 110 m querab von der katholischen Kirche, die am Nordufer des
Hafens steht, liegt eine kleine Klippe. Andere Untiefen scheinen im Hafen nicht
vorhanden zu sein.
Eis s. unter Ferryland-Hafen S. 400.
Ankerplatz. Der Ankerplatz im Hafen ist gut. Man liegt sicher und gewöhnlich
in schlichtem Wasser, wenn man querab von der kleinen, der äußeren Kapelle an der
Nordseite des Hafens auf 16 m (9 Fad.) Wasser über Schlick ankert. Es setzt, außer
bei starken östlichen Stürmen, nur geringe See oder Dünung den Hafen hinauf.
Oberhalb des Strandes im innersten Ende des Hafens liegt ein kleiner, tiefer
Teich, in dem Fischerfahrzeuge überwintern.
Die Umgebung des Hafens ist fruchtbar und dicht bewaldet. Lachse und
Forellen sind reichlich in den beiden Flüssen, die in den Hafen münden. Wasser
kann man leicht bekommen.