Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland,
393
Bei Eisgang werden die Tonnen ohne vorherige Bekanntmachung entfernt.
Ankerplatz in der Einfahrt. Bei widrigem oder umlaufendem Winde kann
man eben innerhalb der Einfahrtshuken auf 27 m (15 Fad.) Wasser über felsigem
Grunde ankern und auf einen Schlepper warten.
Ankerplatz im Hafen. Schiffe müssen nach den Anordnungen des Hafen-
meisters frei von den Ladebrücken für Ozeandampfer ankern und müssen vor beiden
Ankern liegen, da sonst nicht genügend Platz zum Schwaien ist.
S. M. S. „Bremen“ ankerte auf 15m (8 Fad.) Wasser, von wo aus das
Regierungsgebäude rw. 297° (mw. NWzN), ‚die Signalstation rw. 68° (mw. 05/48)
peilte.
Hafenanlagen. Ladebrücken für große Schiffe sind an beiden Seiten des
Hafens angelegt. Einige davon sind 67 m bis 110 m lang und haben 5.5 m bis 9.7 m
(18’ bis 32’) Wasser längsseit. Ein Kai von etwa 46m Länge hat bei mittlerem
Springhochwasser 16 m (54’) Wasser längsseit, ein. anderer ist im Bau. Gleise für
kleine Loren führen an den Kai. Warenschuppen stehen an den Ufern des Hafens.
Ein staatlicher Ölbehälter und ein Lagerschuppen für Sprengstoffe sind. vorhanden.
Zwei Verholtonnen liegen in der Nähe der Kings-Ladebrücke.
Als Liegeplatz zum Überwintern eignet sich die Nordseite der nördlichen
Anlegebrücke der Dockgesellschaft. Diese Brücke ist 61 m lang und hat bei Spring-
niedrigwasser 6.7 m (22’) Wasser längsseit. Man liegt hier außerhalb des Verkehrs
und geschützt, da selbst bei steifen östlichen Winden kaum irgendwelche Dünung
hierher kommt. ;
Hafenordnung. Die Hafenordnung ist gedruckt. Hafensignale. An der
Rahe des Signalmastes der Signalstation wird durch Bälle und Flaggen angezeigt,
wieviele Schiffe in Sicht sind.
Dockanlagen. Ein Trockendöck ist vorhanden. Seine ganze Länge beträgt
182.9 m (600°), seine Länge auf den Blöcken 170 m (558’), seine Breite oben 40.4
(132.5’), an der Einfahrt 25.9 m (85’), seine Tiefe auf der Schwelle 7.6 m (25’) bei
mittlerem Springhochwasser. Das Dock liegt im innersten Ende des Hafens, wo das
Wasser sehr schlicht ist. Schiffe mit mehr als 6000 t Ladung sind schon in dem
Dock gewesen. Die Dockkosten betragen für den ersten Tag 25 c für die R-T. Brutto,
für jeden folgenden Tag 121/, c für die R-T. brutto.
Ein Schwimmdock von 41 m (135’) ganzer Länge und 14.9 m (49°) Breite
kann Schiffe bis zu 200 R-T. brutto aufnehmen. Über den Blöcken des versenkten
Docks ist 3.5 m (11*/,‘) Wasser. Die Dockkosten betragen:
für den ersten Tag für Schiffe unter 50 R-T. brutto $ 12.00
« < von 50 bis 74 « « 18.00
« « « 75 « 100 $ « 24.00
« über 100 « « 25 c für jede R-T, brutto.
Für jeden weiteren Tag muß die Hälfte der eben angeführten Preise bezahlt werden.
Ausbesserungswerkstätten. Die Werft der Trockendock-Gesellschaft
Reid & Co. kann größere Reparaturen, die Engineerings Co. kann Reparaturen
mittleren: Umfangs an Schiffen und Maschinen ausführen. Die A. C. Cameron
Dampfpumpwerke können größere Reparaturen an Pumpen und Rohrleitungen
ausführen. Kräne mit 50t Hebekraft sind vorhanden.
Hafenunkosten. Leuchtfeuergebühren. ‚Jedes Kauffahrteischiff muß
einmal im Kalenderjahr (aber nicht öfter als einmal in drei Monaten) folgende Ge-
bühren bezahlen:
246. für jede R-T. netto bis zu 500 R-T. netto einschließlich, außerdem
Be « « « « über 500 « « bis 1000 R-T. netto einschließlich,
GC « « 7« . 1000 « « « 2000 « « “
240 $ ist der höchste Betrag, den ein Schiff im Kalenderjahr (aber nicht öfter
als einmal in drei Monaten) bezahlen muß. a
Schiffe, die den Hafen zum Reparieren, Kohlen oder Verproviantieren anlaufen,
brauchen nur die Hälfte der Gebühren zu zahlen.
Labrador- oder Küstenfischer. oder sonstige Küstenfahrer zahlen keine Ge-
bühren, solange sie in dieser Fahrt sind. Sind: diese Fahrzeuge nicht auf dem Fisch-
‚&