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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern im. Winter 1915/16, 859 
ausschließlich die beiden äußersten Abschnittspaare (30° und 25°) in der an- 
gegebenen Weise zur Berechnung der Beschleunigung herangezogen. Der Mittel- 
wert beider Bestimmungen ist gleich C zu setzen. — Innerhalb der einzelnen 
Klassen werden die Chronometer nach dem Wert der Summe A+2B-+C ge- 
ordnet, wobei die Vorzeichen der Summanden nicht zu berücksichtigen sind.“ 
Nach Beendigung der Wettbewerb-Prüfung wurden die Chronometer in 
der üblichen Weise einer Besichtigung unterzogen. An dieser Besichtigung nahm 
außer den in Hamburg bzw.. Altona wohnenden Fabrikanten E. Bröcking, 
W. Meier (Chronometer-Werke) und E. Sackmann auch der Chronometermacher 
C. Wiegand aus Peine teil. Ferner war der Chronometermacher F. Lidecke 
aus Geestemünde bei der Sitzung zugegen. Besonders eingehend wurde auch in 
diesem Jahre der augenblickliche Zustand des Öles, namentlich auf etwaige Ver- 
änderungen hin, untersucht, Bei einigen Instrumenten wurden hierbei geringe 
Farbenveränderungen des ‘Öles festgestellt. Diese Farbenveränderungen waren 
jedoch nicht anderer Art, als solche auch unter gewöhnlichen Verhältnissen im 
Laufe der Zeit vorzukommen pflegen. ; 
Die geprüften Instrumente verteilen sich prozentisch in folgender Weise 
auf die einzelnen Klassen: 
Klasse I I I IV 
720% 20%, 59% Bo 
Zur Beurteilung des Gesamtergebnisses und zum Vergleich der Leistungen 
während der vorliegenden Prüfung mit denen in früheren Jahren wird in der 
folgenden Zusammenstellung die prozentische Verteilung der Chronometer auf die 
einzelnen Klassen angegeben; Hierbei sind die Werte der 11. bis 30. Prüfung zu 
je fünfjährigen Mitteln vereinigt. 
T 
Klasse 
11.—15, Wettbewerb-Prüfung 
16.—20, 
21.—25. 
>71 
II 
UI 
230 
0 
90 
36% 
1 
d 
220% 
19 
IV 
16% 
7 
12 
30% 
23 
zZ 
360 
377 
390 
415 
4n1 
7 
453 
452 
476 
462 
465 
444 
461 
ferner: 
nz 
53. 
36. 
37. 
38, 
20 
4 
74, 
55 
FD 
2) 
33 
20 
9 3 
5 3 
N 
ı) 
Zu der vorstehenden Zusammenstellung ist zu bemerken, daß. bei der Ver- 
teilung der Chronometer auf die einzelnen Klassen überall diejenigen Grundsätze 
der Beurteilung maßgebend waren, die seit der 22. Wettbewerb-Prüfung ein- 
geführt worden sind. — Die Zahlen der am Schlusse angegebenen Spalte 3X sind 
aus der Gleichung ; 
Z=5p +14pm +3p: +2Pı + Ps 
hervorgegangen, wo p;, bis p; die vorstehenden Prozentzahlen bezeichnen. Die 
Zahl X stellt demnach eine Verhältniszahl für die Gesamtleistung während einer 
Prüfung dar. Eine gewisse Willkür liegt natürlich wie bei jeder Klasseneinteilung 
in einer solchen Beurteilung, — Der für die diesjährige Prüfung erhaltene 
Betrag X =— 461 zeigt im Vergleich zu dem des Vorjahres ein Anwachsen. Die 
in dem letzten Bericht ausgesprochene Vermutung, daß der damalige Betrag von 
SZ — 444 gegenüber dem der 37. Wettbewerb-Prüfung zurückgeblieben sei, weil 
den Chronometermachern infolge des erstmaligen früheren Anfangs der Prüfung 
nicht genügend Zeit für die Feinstellung geblieben sei, wird demnach bestätigt. 
1) Der Kürze wegen sind, wie in früheren Jahren, diejenigen Chronometer als zur Klasse V 
gehörig bezeichnet worden, welche die für die Klasse IV festgesetzten Höchstbeträge der Gütezahlen 
überschritten hahen_
	        
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