Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
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der Bell-Klippe !/2 Sm weit nach Nordnordwesten. Princes Lookout heißt ein auf-
fallender Hügel mit einer Flaggenstange, der eben östlich vom innersten Ende der
Portugal-Bucht zu 165 m (543’) Höhe ansteigt. Eine Klippe liegt in der Mitte der
Portugal-Bucht.
Eine Eisenbahn führt in kurzem Abstand von der Küste von der Holy
Rood-Bucht nach Topsail. Zwischenstationen sind Dufis, Seal-Bucht, Kelligrews
und Manuels. Eine gute Straße führt von der Portugal-Bucht nach St. Johns.
Wabana.
Quellen wie für die übrigen Häfen der Conception-Bucht; außerdem Frgb, Nr. 2663 und 2683 des
Kapt. J. Reiners, D. »Hafis«, vom Juni und Juli 1903,
Wabana heißt anscheinend der Ladeplatz an der Südostseite von Bell-Eiland,
in dem die Ausbeute der sehr erträglichen Erzgrube, die an der Nordwestseite von
Bell-Eiland liegt, verschifft wird.
An- und Einsteuerung. Kapt. J. Reiners schreibt: „Am 12. Juni steuerten
wir, vom Norden kommend, mit dem Kurse rw. 232° (mw. W*/45) auf Kap St. Francis
zu. In 30 Sm Abstand vom Lande klarte das Wetter, das bis dahin nebelig‘ war,
auf und wir sichteten in der Richtung rw. 240° (W) Kap St. Francis, das wir um
81/,4 N passierten. In der Conception-Bucht steuerten wir direkt auf Bell-Eiland
zu. Um 91/,} N stoppten wir die Maschine und ließen das Schiff still liegen, da
nördlich von Bell-Eiland kein Ankerplatz vorhanden ist. Es war Windstille. Das
Schiff änderte während der Nacht seinen Ort nicht, es war also kein Strom vorhanden.
Mit Tagesanbruch setzten wir die Reise fort. Die Küste ist überall rein und tiefes
Wasser ist bis unmittelbar an Land (siehe unter Portugal-Bucht über Untiefen
am Nordostende von Bell-Eiland), so daß Schwierigkeiten nicht vorhanden sind.
Am 10. Juli desselben Jahres sichteten wir um 4% V Baccalieu-Eiland in
etwa 10 Sm Abstand. Die Luft war etwas diesig, südlich von Kap St. Francis stand
Nebel. 6bk 45min V sichteten wir bei abklarender Luft Kap St. Francis in 3 Sm
Abstand und zugleich Wabana-Eiland (wohl Bell-Eiland). Wir steuerten direkt
auf Wabana zu und befestigten um 8% V das Schiff am Ladeplatz. Beim Auslaufen
hatten wir dichten Nebel, und wir hörten bei ONO-Wind das Nebelsignal des Leucht-
turmes auf Kap St. Francis erst, als wir etwa 4 Sm querab davon standen. Nach
See zu war das Signal gut zu hören.‘“
Man kann auch nachts ein- und auslaufen. ;
Lotsen und Schleppdampfer sind nicht vorhanden.
Quarantäne. Ärztlicher Besuch braucht nicht abgewartet zu werden. Ein
Gesundheitspaß wird stets verlangt. Quarantäneeinrichtungen sind nicht vor-
handen. Der Gesundheitszustand am Ort und auf dem Schiff waren während der
Anwesenheit des Kapt. J. Reiners gut und es kamen keine klimatischen Krank-
heiten an. Bord. vor.
. ZoNllbehandlung ist sehr entgegenkommend. An Schiffspapieren werden
Meßbrief, Gesundheitspaß und eine allgemein gehaltene Proviantliste verlangt.
Ankerplatz. Zwischen Bell-Eiland und Little Bell-Eiland kann man auf
37 m bis 46 m (20 bis 25 Fad.) Wasser ankern. In Wabana soll der beste Ankerplatz
etwa 1 Sm oberhalb der Ladestelle querab von der Zollbrücke auf 33 m (18 Fad.)
Wasser sein. Merkliche Dünung soll selten sein.
Hafenanlagen. Zwei kurze Ladebrücken sind in tiefes Wasser hinaus-
gebaut und durch eine Straßenbahn mit der Erzgrube verbunden. Außerdem sind
noch 6 Festmachetonnen vorhanden. Zum Laden wird das Schiff an die Lade-
brücke geholt und mittels einer Schütte beladen. Man kann 6400 t in 5 Stunden
laden. Das Schiff macht an den Tonnen fest und läßt auch einen Anker fallen.
Man soll, wenn möglich, das Schiff mit dem Kopf auf den Wind legen, was das
Fest- und Losmachen erleichtert. Ballast wird auf See oder in einer Schiffslänge
Abstand von der Ladebrücke über Bord geworfen,
Docks und Ausbesserungswerkstätten sind nicht vorhanden,
Hafenunkosten. Es werden nur Leuchtfeuerabgaben bezahlt. Siehe unter
St. Johns weiter hinten S. 341.