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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1916, 
leicht und haben die Stärke 5 nur einmal erreicht, die westlichen Winde, unter 
denen nordwestliche überwogen haben, waren durchschnittlich kräftiger als die 
östlichen, haben aber die Stärke 5 nur einige Male erreicht. — Die Sicht- 
weite 10 — 26 km ist gleich oft bei westlichen wie bei östlichen Winden vorge- 
kommen. Die geringeren Sichtweiten 9 bis 8 = 11 bis 6 km haben nur bei leisen 
bis schwachen östlichen Winden stattgefunden, 
Juli. Die westlichen Winde haben sich zu den östlichen wie 21: 8 ver- 
halten, die westlichen haben nur einmal die Stärke 6 erreicht, die östlichen nur 
einmal die Stärke 4. — Bei SW 6 wurde Sichtweite 9 — 11 km notiert. Die 
Sichtweite 5 — 1.4 km fand bei SO 3 und Regen statt. 
August. Die westlichen Winde haben sich zu den östlichen wie 18: 7 ver- 
halten und haben nur einmal die Stärke 5 erreicht. Die östlichen Winde sind 
durchweg mit Stärke 2 notiert. — Die Sichtweite 5 = 1.4 km fand bei NW 3, 
die Sichtweite 2 = 0.6 km fand bei SW 2 statt, 
September. Die westlichen Winde haben sich zu den östlichen — vor- 
herrschend südöstlichen — wie 11:14 verhalten und haben nur einmal die 
Stärke 5 erreicht. — Die kleinen Sichtweiten 5 bis 6 = 1.4 bis 2.5 km haben 
bei sehr leisem Zuge, die ganz kleine Sichtweite 1 = 150 m hat bei Windstille 
stattgefunden. 
Oktober. Die westlichen Winde haben sich zu den östlichen wie 7:23 ver- 
halten. Die westlichen haben nur die Stärke 3, die östlichen nur einmal die 
Stärke 5 erreicht. — Die geringen Sichtweiten 1 bis 5 = 150 m bis 1.3 km haben 
bei leisem Zuge stattgefunden, ebenso die Sichtweite 0, d.h. weniger als 150 m. 
November. Die westlichen Winde, vornehmlich südwestliche, haben sich 
zu den östlichen, vornehmlich südöstlichen, wie 15:9 verhalten. Die westlichen 
haben die Stärke 6, die östlichen haben nur die Stärke 3 erreicht. — Die Sicht- 
weiten 10 — 26 km haben bei westlichen schwachen bis starken Winden statt- 
gefunden. Die Sichtweiten 5 =— 1.4 km haben bei leichten östlichen und die 
Sichtweiten 1 — 150 m haben bei leichten südwestlichen Winden stattgefunden. 
Dezember, Die westlichen, ausschließlich südwestlichen Winde haben sich 
zu den östlichen, mit einer einzigen Ausnahme südöstlichen Winden wie 10 : 13 
verhalten. — Die kleinen Sichtweiten 1 und 2 — 150m und 0.6 km sind bei 
Windstille und schwachem SO vorgekommen. Die auch noch geringen Sicht- 
weiten 4 = 1,3 km fanden bei leichter Brise oder Windstille, dagegen die beiden 
großen Sichtweiten 10 = 26 km bei südwestlichen Winden der Stärken 5 und 7 statt. 
1916. Januar. Vgl. oben S. 331. 
Februar. Die westlichen Winde haben sich zu den östlichen wie 9 : 15 
verhalten, die westlichen waren die frischeren und haben Stärke 6, die flaueren 
östlichen haben nur die Stärke 4 erreicht. — Die Sichtweite 0 =— weniger als 
150 m, also recht dichter Nebel, hat bei ganz leisem Zuge, die kleinen Sicht- 
weiten 1 bis 2 = 150 m bis 0.6 km haben bei leichten Winden stattgefunden. 
März. Vgl. oben S. 331. 
Versucht man, aus der Nebeneinanderstellung der Sichtweiten und Winde 
allgemein Gültiges abzuleiten, so finden sich, als am meisten hervortretend, wohl 
die alten Erfahrungen bestätigt, 
1. daß im allgemeinen die größeren Sichtweiten bei kräftigeren, 
die geringen Sichtweiten bei schwächeren Winden stattgefunden 
haben, und 
2. daß die größeren Sichtweiten bei westlichen, die geringeren 
bei östlichen Winden eingetreten sind. 
Dabei fallen aber in bezug auf die Jahreszeiten sofort beträchtliche Unter- 
schiede auf. Nämlich: 
3. Im Sommer (Juni und Juli) haben die großen Sichtweiten 10 = 26 km 
recht oft bei schwachen westlichen wie östlichen Winden stattgefunden. 
4. Im Winter haben die großen Sichtweiten zwar auch bei schwachen, 
aber niemals bei schwachen östlichen, sondern nur bei schwachen westlichen 
Winden stattgefunden.
	        
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