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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1916. 
Die Gleichung des Mittagshafir in rechtwinkligen Koordinaten ist also 
8. Grades; £ ist also Konstante @ als Parameter aufzufassen, Da die y-Achse 
durch Sommer- und Wintersonnenwende hindurchgeht, muß sie Symmetrieachse 
sein. Solange 9 — <<, ist r reell, mithin ist die Kurve’ geschlossen für alle 
Hafir in der heißen und der gemäßigten Zone. Die Kurve schneidet die x-Achse, 
wenn d=0 ist, also r==tangg. Sie geht durch den Nullpunkt, wenn 
vr = tang (p— 0) = 0, also wenn = 60. In der heißen Zone muß die Kurve 
aus zwei geschlossenen Kurvenzügen bestehen und die Form haben, wie sie Fig, 1 
zeigt. Je näher der Ort, für den der Hafir konstruiert ist, an den Wendekreisen 
liegt, um so kleiner wird der obere Teil der Schleife und um so größer der 
untere. Ist 9 — ö= €, so verschwindet der obere Teil. (Fig. 2.) Die Kurve 
geht nur einmal durch den Nullpunkt, der Knotenpunkt wird ein doppelter 
Punkt.‘ Ist 9 > € (Fig. 3), so liegt die Kurve ganz außerhalb des Nullpunktes‘), 
Fig. 1. 
X 
0° 
ih 
1 
A 
K 
\ 
(U 
29 
af‘ 
£ 
X 
Mittagshafir für @ — 10°. 
Fi, 3. 
m 
209 
Mittavshafir für @ — 30° 
Mittagshafir für pp = & = 239.45. 
Wie weiter unten nachgewiesen wird, 
hat die Kurve für 4 = 5 eine wagrechte 
Tangente, Eine Spitze kann dort im 
allgemeinen nicht vorkommen; Herr 
Schoy findet dagegen durch Rechnung 
und Zeichnung, daß die Kurven eine 
deutliche Spitze haben. 
Streng genommen liegt die Schleife 
innerhalb des unteren Kurventeiles und 
ist dessen direkte Fortsetzung (in Fig. 1 
durch die punktierte Kurve angedeutet). 
Ist aber nach der Definition 
r = tang (g —- 0) 
für r nur der absolute Wert von 
tang (g — 0) zu nehmen, so besteht der 
Hafir aus zwei im Nullpunkt zusammen- 
hängenden einzelnen Kurven, Läßt man 
negative r zu, so hat die Kurve Ahn- 
1) In den Figuren ist & = 23° 27 angenommen 
warden
	        
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