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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1916.
1. Temperaturbeobachtungen am 20. und 21. August 1889 (Libbey).
Nr. 10
39° 20 N-Br.
71° 30 W-Le.
Tiefe
Nr. 1
mM
40° 50 | 40° 40 40° 30 140° 20
„10 801710 30710 30 |710 30
D
}
8
20.7 , 21.1 219
20.8 | 20.4 | 213
200 | 129 | 20.0
194 | 9.1 | 199 |
7A | 74 | 10.7
74 | 69 | 73
69 | 69 | 69 |
22.1
21.9
11.9
10.2
9.8
1.8
7.8
72
22.2
22.1
21.6
15.1
6.9
7.8
22.1
21.6
21.6
20.4
18.0
10,8
3.3
1,7
3.2
21,8
21.6
21.7
14.4
15.7
46
9.5
95
11.7
11.2
8.0
II
22.4
22.2
22.2
17,8
12.8
9,2
9.5
IL?
12.2
12.1
10.9
8.9
6.6
52
22.4
21.5
15.8
12.2
21,3
9.9
10.1
11.4
12,5
11.9
9.8
8.2
6.8
53
47
4.3
4.3
28,
22
14.9
8.4
a8
10.6
a3
10.4
11.6
11.7
10.3
7.
6;
|
‘4
7.1
ld
183
574
366
457
549
732 m
914 — | — | — — ho— — 4
Boden; 7.1 | 66 | 68 | 72 | 92 [2
Trefe) ] (62 m) | (64 m) | (70 m) | (73 m) | (86 m) | (91 m) 1(274 m)
4%
42
4.0
42
3.9
Über die Meteorologie des südlichen Rossmeeres und die Meereshöhe
des Südpolarplateaus.
Von E. Barkow.
Seitdem die Beigica im Jahre 1898/99 zum ersten Male das Geheimnis
des Südpolarwinters enthüllte, machte die Erforschung der Meteorologie der
Antarktis rege Fortschritte. Von der ersten Periode der südpolaren Forschung
liegen die Ergebnisse zum größten Teil in großzügiger Bearbeitung vor und
geben so die Grundlage für die Beurteilung neuerer Forschungen. Von der
zweiten größeren Periode mit mehreren gleichzeitigen Expeditionen, die im Jahre
1911 begonnen hat, besitzen wir außer mehreren vorläufigen Mitteilungen jetzt
die erste endgültige Bearbeitung der meteorologischen Beobachtungen. In äußer-
lich knapper aber inhaltlich reicher Form hat kein geringerer als H. Mohn
die wissenschaftlichen Ergebnisse der norwegischen Südpolarexpedition unter
R. Amundsen!) zusammengefaßt,
Wie jede bisherige Expedition, die ein neues Gebiet aufsuchte, einen ganz
neuen Klimatypus aufwies, so zeigt auch das Klima von Framheim (78° 38’ 5,
163° 37’ W) eine große Reihe charakteristischer Züge, Besonders wertvoll in
meteorologischer Hinsicht ist es, daß gleichzeitig in nicht allzuweiter Entfernung
(rund 650 km) in fast derselben Breite die englische Expedition unter Scott bei
Kap Evans (77° 38’ 8, 166° 24’ 0) im Mac Murdo-Sund überwinterte. Von
dort liegt die bis jetzt längste Beobachtungsreihe (5 Jahre) aus der eigentlichen
Antarktis vor. Es wird dadurch der zehnmonatigen Reihe von Framheim zum
Teil der zufällige Charakter der Witterung des betreffenden Jahres genommen.
Die Beobachtungen in Framheim bestehen aus dreimal täglichen (8, 2, 8)
Aufzeichnungen von Luftdruck, Temperatur, relativer Feuchtigkeit und damit
Dampfdruck, Windrichtung und -Geschwindigkeit, Menge und Form der Wolken
(leider nicht ihre Zugrichtung) nur in der hellen Jahreszeit, Niederschlagsformen,
1) Roald Amundsens Antarktic Expedition. Scientific Results, Meteorology by H. Mohn.
Videnskapsselskapets Skrifter I Mat.-Naturv. Klasse 1915 Nr. 5.
Siehe auch die vorläufige Mitteilung B. I. Birkelands in R. Amundsen »Die Eroberung
des Südpols« S. 887 bis 905.