Reinicke, G.: Die Eisverhältnisse des Winters 1914/15 in außerdeutschen europitischen Gewässern. 19
1. Westküste Jütlands,
Esbjerg 0.
2. Limfjord,
Lemvig-Hafen 2.
Skive-Hafen und -Fjord 55, 5, 28.—31..L,,
19. HT (1.—5. IL).
Limfjord vor Aalborg 2.
3. Kattegat.
Randers-Fjord 28, .
Horsens-Hafen und -Fjord 13,
Odense-Hafen und -Kanal 10.
Sund.
Fahrwasser von Helsingör 0.
Hafen von Helsingör 0, 5
Fahrwasser. von Kopenhagen 0.
Hafen von Kopenhagen 0.
Fahrwasser südlich von den Drogden 0.
5 Großer Belt. ;
Nyborg-Hafen 0.
Nakskov-Hafen 5, 2.
+
Seine größte Dicke hat das Eis mit 30 cm im nördlichen Teile des Guld-
borgs-Fjordes erreicht. Kein dänisches Feuerschiff ist Eises wegen im Winter
1914/15 eingezogen gewesen.
I. Die Eisverhältnisse in holländischen Gewässern.
Nach der folgenden Reihe: .
1907/08 1908/09 1909/10 1910/11 1911/12 1912/13 1813/14 1914/15
—0.03° -—1.239° +0.,789° + 0.43° 40.979 41.02° 41.449 +0.39°
worin die Zahlen für den einzelnen Winter angeben, um wieviel die mittlere
Temperatur der Monate November bis März, beide eingeschlossen, von der nor-
malen abwich, ist der Winter 1914/15 in Holland zwar zu warm, durchschnitt-
lich aber doch. kälter als der Winter 1913/14 gewesen. Es sind aber im Winter
1914/15 nur die Monate.November. und März zu kalt, dagegen die Monate Dezem-
ber, Januar und Februar zu warm gewesen und eine eigentliche Frostperiode
ist nicht eingetreten. „8
Die Behinderung der Schiffahrt durch Eis ist daher unbedeutend gewesen
und hat sich auf einzelne Orte, einzelne Tage und auf die Kleinfahrt mit Segel-
jahrzeugen beschränkt. ,
IV. Über die Eisverhältnisse in norwegischen Gewässern
liegt nur eine Meldung vom 10. 1HII..aus Dröback vor, wonach sich bei der
strengen Kälte und dem ruhigen Wetter der letzten Tage das Becken bei Filt-
vedtj mit Eis bedeckt habe; es hätte aber leicht gebrochen werden können und
sei mit südlichem Winde aufgetrieben. KEisschwierigkeiten würden nicht mehr
erwartet. ;
V. Island.
Von Siglufjord wurde am 29. III. gemeldet, daß bei Kap Nord viel Eis sei,
Am 2. April ist es aber einem Dampfer gelungen, nach Jsafjord durchzukommen.
Dann wurde am 11. V. durch Robbenfänger berichtet, nordnordwestlich von Island
läge viel mehr Eis als in anderen Jahren, Jan Mayen sei aber verhältnismäßig
frei. Ende Mai war viel Eis zwischen Skagata und Grimsey und der Öefjord
war durch Eis ganz geschlossen. Am 23. VII. meldete Siglufjord, der Siglufjord
sei eisfrei und es sei auch draußen kein Eis zu sehen, aber ein Teil des Oefjordes,
Olafsfjord: und Hedinsfjord seien noch voll von Eis. Von der Nordküste Islands
war am 24, VIL alles Eis verschwunden bis: auf das, das sich im'.Hafen von
Akuyeri festgesetzt hatte.