Die Witterung an der deutschen Küste im März 1916.
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einem Tiefdruckgebiet über dem Ozean, vom 4. bis 10. aber mit einem solchen
über dem Mittelmeer in Verbindung stand, Entsprechend den Wandlungen des
Tiefdruckgebiets über Kontinentaleuropa, das mehrfach die Entwicklung von
flachen, entsprechend der Luftdruckverteilung im allgemeinen in westlichen
Richtungen: fortschreitenden Teilminima zeigte, erstreckte sich das Hochdruck-
gebiet von Nordeuropa mehr oder weniger weit südwärts. Die Winde wehten in
diesen Tagen durchweg aus östlichen Richtungen, mit Ausnahme von vereinzeltem
vorübergehenden Umgehen nach anderen Richtungen unter dem Einfluß eines
nach der Nordsee hin erfolgenden nördlicheren Vordringens einzelner Teilminima.
Daß die Temperaturen trotz der anhaltenden östlichen Winde verhältnismäßig
hoch blieben, war eine Folge der hohen Bewölkung und der im allgemeinen weit
nach Süden reichenden Erstreckung des russischen Hochdruckgebiets, demzufolge
die östlichen Winde Luft herbeiführten, die südlicheren Breiten entstammte; bis
zum 21. lagen die Temperaturen morgens 8 Uhr an der Ostsee, mit Ausnahme
des 8, über den vieljährigen Werten, während sie an der Nordsee vom 4. bis 138.
meist ein wenig unter diesen Werten blieben. Charakteristisch für diese Tage
war die in der Einleitung angegebene außerordentliche Häufigkeit von Nebel,
der sich an vielen Morgen über ganz Deutschland erstreckte. Das Vordringen
eines Teiltiefs von Nordwestdeutschland nach Westrußland führte am 22. über
dem Westen der Küste und am:23. über dem ganzen Gebiet bei lebhaften Winden
nördlicher Herkunft kälteres Wetter, im äußersten Osten teilweise strenge Kälte
herbei; die Temperaturen erreichten an diesem und teilweise an den beiden
folgenden Tagen ihre niedrigsten Werte des Monats, ; .
Eine Wandlung der Wetterlage wurde durch ein in der Nacht zum 24.
nordostwärts nach dem Süden der Ostsee vordringendes Teiltief und ein am 24.
in derselben Richtung nachfolgendes Teiltief herbeigeführt. Die Winde drehten
am 24. bereits teilweise und in der folgenden Nacht an der ganzen Küste nach
Südwest bis West, da sich im Rücken der über der Ostsee abziehenden Teil-
minima hoher Luftdruck von der Biscayasee ostwärts über Kontinentaleuropa
ausbreitete. Auf der nördlichen Seite dieses Hochdruckausläufers und unter dem
Einfluß von Ausläufern eines vom Nordmeer bis Großbritannien reichenden Tief-
druckgebiets, bei deren Vordringen in östlichen Richtungen sich das Tiefdruck-
gebiet allmählich über ganz Skandinavien ausdehnte, erhielten sich die Winde
aus dem Südwestviertel bis Ende des Monats, die wärmeres Wetter und vom 23.
bis 28, täglich fast an der ganzen Küste Niederschläge herbeiführten, Die höchsten
Temperaturen des Monats stellten sich meist am 28. und 31. ein. Die Herrschaft
des am 30. und 31. über Kontinentaleuropa und den Süden der Nord- und Ostsee
ausgestreckten Hochdruckgebiets brachte an diesen Tagen für die ganze Küste
trockenes, sonniges Wetter. ;
Mittel. Summen und Extreme .
aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen der
Seewarte an der deutschen Küste. "
Stations-Name
und Seehöhe
des Barometera
Borkum ,.... 77m
Wilhelmshaven . 25
Keitum ‚.... 84
Hamburg .... 26.0
Kiel ....... 472
Wustrow .... 7.0
Swinemünde, .. 10.0
Rügenwaldermünde6.9
Neufahrwasser .. 4.5
Memel,..... 96
To #4 2.4 700mm +
Mittel | Monats-Extreme a
od A Da red. auf MN u. 45° Br.
50 Pe.1.201.,1 Max. | Dat. | Min. | Dat,
Zahl der
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