Köppen, W.: Landnebel und Seenebel.
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An der Ostküste der Vereinigten Staaten ist nördlich von 40° N der
Gegensatz zwischen den Sommernebeln der äußeren Küste und den Winternebeln
des Innern, an denen auch die weiter zurückliegenden Küstenorte teilnehmen,
ebenso deutlich ausgeprägt wie in Großbritannien, Südlich von 40° aber und an
der Golfküste ist auch am Meere der Sommer nebelfrei; diese Küsten nehmen
nur an den Winternebeln des Innern teil. Selbst das so frei gelegene Kap
Hatteras macht hiervon keine Ausnahme.
Dagegen zeigt sich an den großen Seen die Neigung zu-Frühsommernebeln
wieder ziemlich deutlich; am ausgeprägtesten zu Duluth am Oberen See. Doch
fällt das jährliche Minimum an den meisten Stationen auf den Spätsommer, und
sind die Verhältnisse im übrigen ziemlich unklar: Winternebel zu Chicago und Grand
Haven, Frühlingsnebel am Erie-See, am Michigan deren ziemlich viel im Herbst.
Auch an der pazifischen Küste finden wir ziemlich komplizierte Verhält-
nisse. Eigentümlich ist es, daß hier nicht im Frühsommer, sondern vom Hoch-
sommer bis zum Herbst die Küste Neigung zur Nebelbildung zeigt, in San Diego
der Mai sogar der nebelärmste Monat ist. Im Innern des Landes sind aber
auch hier die eigentlichen Sommermonate am freiesten von Nebel.
Von Japan sind mir an Mittelwerten über die Häufigkeit des Nebels nur
solche für das Lustrum 1906 bis 1910 bekannt, die 1913 vom meteorologischen
Zentralobservatorium in Tokio veröffentlicht sind!). Es sind, nach der Überschrift,
nur Tage mit =? gezählt worden. In der folgenden Tabelle führe ich, von
1) Results of the Meteor. Observations in Japan for the Lustrum 1906—10 (Tokio 1913).