Köppen, W.: Landnebel und Seenebel.
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durch den Kanal von 4° O- bis 10° W-Lg. Diese Zahlen dürften die räumliche
und zeitliche Verteilung der Nebel ziemlich richtig darstellen, wenn sie auch, falls
man nur die, der wirklich der Schiffahrt hinderlichen Trübungen kennen will,
zu hoch sein dürften,
Tabelle 9. ‘“Hoofden und Englischer Kanal. (Prozente.)
Jan.
Febr.
März
April
Mai
Juni
Juli
‘ Aug. |
Sept.
Okt. ! Nov. | Dez.
29 bis 4° Ost ı 16 21 28 26 21 18 15 1 9 6 8 14
09 « 29° « 22 26 26 20 25 25 22 4 11 10 11 16
0° » 2°West| 12 20 18 19 19 20 19 '0 8 121 11 9
20 « 4° « 10 12 15 13 17 19 18 19 9 8 8 °
4° « 6° « 7 10 13 14 17 15 14 13 15 7 6 A
6° « 8° « 7 9 10 | 13 | 16 15 12 10 8 | 6 6 8
89° « 10° « 7 8 10 12 14 14 12 10 T 5 4 7
In auffallendem Widerspruch mit London, das im Oktober und Dezember
am stärksten von Nebel heimgesucht ist, hat also der Dampferweg zum Kanal
zwischen 4° O und 0° Lg. im Oktober am wenigsten Nebel, und im Widerspruch
mit dem Varne-Feuerschiff, aber in Übereinstimmung mit den Leuchttürmen von
Beachy Head bis Dungeness fällt auf diesem Wegestück das Maximum der Nebelhäufigkeit
auf den März. ' Dasjenige von 0 bis 2° W zeigt den Übergang zu den
Frühsommernebeln des Westens, die von 2° W an herrschend sind.
Ostsee. Die an derselben Stelle wie die in Fig. 2 wiedergegebenen
Nordseekurven mitgeteilten Kurven für die Ostsee verlaufen ganz unregelmäßig,
offenbar wegen zu geringer Zahl der Beobachtungen. Eine ältere Untersuchung
über die Nebel.im Ostseegebiet von Paromenskij (Repertorium für Meteorologie,
Bd. 8, 1883) zeigt für russische und finnische Landstationen ein ausgesprochenes
Übergewicht der Herbst- und Winternebel, daneben an einigen Punkten ein zweites
Maximum im Frühling. Neueres Material aber setzt uns in den Stand, mit aller
Deutlichkeit auch hier zwischen den Frühjahrsnebeln der offenen Ostsee und den
Spätjahrsnebeln auf den angrenzenden Festländern und kleineren Meeresteilen
zu unterscheiden. .
Es erschien zunächst interessant, zu prüfen, wie sich die Verhältnisse auf
dem mitten in der Ostsee zwischen Rügen und Bornholm liegenden Adlergrund-Leuchtschiff
gestalten, von dem die Beobachtungen seit 1892 auf der Seewarte
handschriftlich vorliegen. Allerdings fehlen für die meisten Wintermonate die
Aufzeichnungen, da das Schiff des Eises wegen nicht auf seiner Station war.
Die Mittel aus den Jahrgängen 1892 bis 1909 stellen sich wie folgt:
Tabelle 10. Feuerschiff Adlerezrund.
„|. | | 5 em | + + -
53|2|32 =|8 als |||: |
33|8|32] P|31=|5|a
a) Tage mit Nebel. .. 35 !4
b) Wachen mit Nebel. . 7.7 | 25
bfa. 0.0000000.00.0.4 22.25
Zahl der Jahre. ! | "618%
32 50, 41|23| 09] 02| 19 | 21, 15
6.7 10.6| 9.1| 43 | 15 | 0.5 | 42 9| 29
| 21 22 19| 171221] 22| 231 1.9
81. | 16l 181 18| 18| 18| 18| 181 ı7
13
25
1.9
15
Adlergrund zeigt also ein ausgeprägtes Minimum der Nebelhäufigkeit im
August und neben einem Hauptmaximum im April ein zweites im Januar. Die
benachbarten dänischen Stationen auf Bornholm und auf dem jenseits von diesem
fast ebenso frei wie unser Feuerschiff im Meere gelegenen Inselchen Christiansö
definieren diese Verhältnisse noch etwas näher. Die Zahl der Tage mit Nebel
stellt sich nach Mittelwerten, die auf der Seewarte aus den Angaben des Dänischen
Meteorologischen Jahrbuchs abgeleitet sind, wie folgt: