Die Häfen der. britischen Kolonie Neufundland,
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östlich von der Long Harry-Klippe nicht durch diese Klippe verdeckt wird, und
mache kurze Schläge zwischen dieser und der über die Barre führenden Richtlinie,
bis Greens-Hügel südlich von der Kirche frei kommt; dann kann man einen längeren
Schlag nach Südosten machen.
Die 2 Kblg breite und 5.5 m bis 7.3 m (3 bis 4 Fad.) tiefe Durchfahrt zwischen
den Ragged-Klippen und den Untiefen vor der Feather-Huk kann nur unter orts-
kundigen Führung benutzt werden, da keine guten Landmarken vorhanden sind.
Eis. Der Hafen Grace friert zwischen dem 10. Januar und dem 20. Februar
zu und ist vom 20, Januar bis Ende März zeitweise mit 0.1 m bis 0.4 m dickem
Eis bedeckt. Er ist jedoch nie länger als sechs aufeinanderfolgende Wochen durch
Eis geschlossen. Das Eis verschwindet manchmal schon am 1. März aus dem Hafen,
bleibt aber auch manchmal bis zum 1. April. Schiffe kommen das ganze Jahr hin-
durch nach dem Hafen, werden jedoch gelegentlich durch Feldeis aufgehalten, das
vom 20. Januar bis zum 20. Februar antreibt und zwischen dem 1. und 20. Mai
wieder verschwindet; in manchem Jahre trifft man kein Feldeis. :
Ankerplatz. -: Den besten Ankerplatz findet man. an der Nordwestseite des
Hafens, an der Südostseite ist die See manchmal rauh. Winde aus westlicher Rich-
tung sind die stärksten und werden gelegentlich heftig.
Eine Aufschlepphelling von 27.4 m (90’) Länge und 4.9 m (16’) Breite,
die ein Schiff von etwa 200 t Tragfähigkeit und 33.5 m (110’) Länge aufnehmen
kann, ist vorhanden. Die Wassertiefe auf den Blöcken beträgt bei mittlerem
Springhochwasser 2.7 m (9°) vorn und 3.7 m (12’) hinten. ;
Die Stadt, an der Nordwestseite des Hafens gelegen, ist reinlich und schön.
Sie zählte 5184 Einwohner im Jahre 1901. Große Lagerhäuser und Fabriken für
Fischverwertung sind vorhanden.
Eisenbahn- und Telegraphenverbindung ist vorhanden. Kine gute
Straße führt nach Carbonear. (Fortsetzung folgt.)
Kleinere Mitteilungen.
Helle Flecke auf dem Meere. Von einem 52m hohen Standpunkt
habe ich in meiner Jugend unzählige Male auf dem dunkelblauen Meere scharf-
begrenzte helle Flecke gesehen, meistens in der Form schmaler, krummer Streifen,
oft von Kilometerlänge, nach Art von Wegen, Es sind glatte.Stellen inmitten
der von mäßigem Winde bewegten Oberfläche, die lange Zeit ihren Ort kaum
ändern. Mit den schnell fliegenden schwärzlichen Stellen unter Windstößen —
den Windhasen oder Katzenpfoten — haben sie nichts zu tun; der Wind ist auf
ihnen ebenso frisch, wie in der Umgebung, wirft aber keine spitzen Wellen auf,
Es ist ziemlich sicher, daß diese glatten Stellen durch eine äußerst dünne,
von verwesenden organischen Stoffen herrührende Fettschicht bedingt sind, die
durch Strömung und Wind in solche Streifen geordnet wird. Es wäre aber
interessant, zu beweisen, daß dieses wirklich der Fall ist; und das würde wohl
leicht durch den Nachweis geschehen können, daß die Oberflächenspannung an
diesen Stellen geringer ist, als auf der benachbarten dunklen Fläche. Dann muß
sich Öl und Seifenwasser auf diesen glatten Stellen und dem dort oberflächlich
geschöpften Wasser weniger stark verbreiten, als auf dem reineren Wasser der
Umgebung. Ich selbst bin leider nicht in der Lage, dies zu prüfen, möchte aber
zu dieser Prüfung auffordern, die meines Wissens noch nicht geschehen ist.
Ein Tropfen Öl, der auf einen mit Wasser gefüllten Teller gebracht wird,
breitet sich je nach Art des Öles mehr oder weniger schnell auf dem Wasser
aus, weil die größere Oberflächenspannung des Wassers ihn auseinanderreißt.
Noch schneller, fast blitzartig, aber weniger sichtbar, ist die Ausbreitung eines
Tropfens Seifenwasser, das auch schon vorhandene Öltropfen zusammenschiebt.
Auf einer so verunreinigten Oberfläche breitet sich aber ein neuer Öltropfen
nur schwach oder gar nicht mehr aus, auch wenn die fremde Schicht auf dem
Wasser nur !/,900 eines Millimeters beträgt,