Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
Tiden. Die Hafenzeit für Bull-Eiland ist 7% 22min, die Springhochwasserhöhe
beträgt 1.1 m (3!/,’), die Nipphochwasserhöhe 0.6 m (2°). a
Rix-Hafen,' .
eine kleine Bucht des Festlandes nordwestlich vom Südende Bull-Eilands, ist
13 m (7 Fad.) tief und bietet guten Ankerplatz für kleine Schiffe, An der Einfahrt
liegen die etwas aus dem Wasser ragenden Chalk-Klippen, die sich in südlicher
Richtung etwa !/, Kblg weit ausdehnen. Kleine Schiffe laufen an beiden Seiten der
Klippen ein, da die Ufer des Hafens steil sind und unter Wasser steil abfallen.
Wasser kann man leicht einem Strom entnehmen, der in den innersten Teil
des Hafens mündet.
Bull-Arm
erstreckt sich von seiner Einfahrt, die zwischen Bull-Eilland und der Masters-Huk
3 Sm breit ist, zunächst 7!/, Sm weit ungefähr nordnordwestlich, und dann 2'/, Sm
weit in westnordwestlicher Richtung, wobei seine Breite auf 4 Kblg abnimmt. Der
Arm hat zwar keine Untiefen in mäßiger Entfernung von seinen Ufern, aber auch
keinen guten Ankerplatz außer im innersten Ende. An der Westseite des Armes;
51/, Sm innerhalb der Masters-Huk, liegt die Great Mosquito-Bucht, wo man 1 Kblg
vom innersten Ende 13 m (7 Fad.) Wasser findet. Außerdem liegen an dieser Seite
des Armes noch andere kleine Buchten, die Fischerboote aufnehmen können. Die
größte ist die Little Mosquito-Bucht, aber fast mitten in der Einfahrt liegt eine
Klippe mit 1.5 m (5’) Wasser darüber.
Eis. Bull-Arm friert ungefähr Mitte Januar zu und .taut um den 10. Mai
herum wieder auf. ;
Die Bahnstation Whiteway liegt ungefähr %/4 Sm vom innersten Ende des
Bull-Armes entfernt. a
Rantem- Bucht,
westlich von der Masters-Huk, hat sehr tiefes Wasser, bietet aber guten Ankerplatz
in ihren Nord- und Nordwestarmen, wenn man ziemlich weit hineinfährt. Beinahe
mitten in der Bucht, aber ziemlich nahe der Nordseite, ragt Boulton-Eiland
6.1 m (20’) aus dem Wasser. Eine Klippe mit 0.6 m (2’) Wasser darüber liegt rw. 116°
(mw. SOzS) 1*/, Kblg, eine: andere mit 1.5 m (5) Wasser darüber liegt rw. 192°
(mw. SW!/,S) ebenfalls 1!/, Kblg von dem Boulton-Eiland. Die Ufer der Bucht
fallen unter Wasser steil ab. ;
Der südliche Arm der Bucht ist nach Norden zu offen, um sich als Anker-
platz zu eignen. Ein hineinmündender Fluß soll aber ausgezeichnete Forellen ent-
halten. ;
An den Ufern der Bucht sind Wälder, deren Bäume für Bootsbau und kleine
Spieren groß genug sind. | ;
Die Eisenbahnstationen La Manche und Rantem liegen etwa 1'/, Sm
weit. landeinwärts von der Rantem-Bucht. Telegraphische Verbindung ist
vorhanden. ;
Big und Little Chance
heißen zwei kleine Buchten, die 1%/, Sm südsüdöstlich von der Rantem-Buc ht liegen
Sie eignen sich nur im Sommer für kleine Schiffe als Ankerplätze. Den besten Schutz
bietet eine kleine Bucht an der Nordseite der Little Chance-Bucht. Eine Klippe
mit 1.8 m (6’) Wasser darüber liegt rw. 341° (mw. NzO) beinahe 3 Kblg vor der Green-
Huk an der Ostseite der Einfahrt in die Big Chance-Bucht, und zwischen dieser Klippe
und der Green-Huk ist eine andere Klippe, die trocken fällt. Beim Einlaufen in
eine der beiden Buchten muß man nahe unter ihren Nordwesthuken entlang fahren.
Einige Familien haben sich an den Ufern der Buchten niedergelassen. .
Tickle- Bucht. Die Einfahrt in diese Bucht liegt zwischen der Green-
Huk und der 42/, Sm ostnordöstlich davon liegenden Tickle Harbour-Huk. Von hier
aus erstreckt sich die Bucht beinahe 3 Sm weit.in südlicher Richtung. Sie ist. ver-
hältnismäßig flach und der. Grund ist nahe bei ihrem innersten Ende gut. Als Anker-
platz ist sie aber nicht sicher, da fast immer Dünung hineinsetzt, die bei nördlichen
und nordöstlichen Stürmen sehr gefährlich ist. Die Bucht zeichnet sich durch großen
Fischreichtum aus.
219