van der Wyk, P.’H.: Nebelsignale. ‘.
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um: eine »vertikale« Achse gedreht und’ nach Belieben in der Achsenrichtung 45°
sowohl: nach Steuerbord als auch 45° nach Backbord ‘gestellt .werden ‘ kann!
Der Zweck hiervon ist, den Schall der Dampfpfeife sowohl vier: Strich. nach
Steuerbord wie auch ebensoviel nach Backbord senden ‚zu können, Diesen
Zweck erreicht man noch besser durch ein än der Vorkante der Dampfpfeife in
der Längsschiffsrichtung ‘anzubrin-
gendes Schott oder »Schallbreitt«,
welches verhindern soll; daß der an
der einen Seite mit der Dampfpfeife
gegebene Ton an der anderen
Seite gehört wird. ;
In der Höhe des Schalltrichters
wird das Schott eine Öffnung haben
müssen, um dieses Instrument hin-
durch zu lassen, Nebenstehende
Zeichnung erklärt die Absicht wohl
genügend. Bei Nebel muß ‚dann ein in Fahrt befindliches Dampfschiff mit
Zwischenräumen von nicht mehr als 2 Minuten anstatt einen langen Ton zwei
lange Töne geben, wovon der erste Ton auf vier Strich an Steuerbord, der
zweite Ton auf vier Strich an Backbord zu geben ist.
Die Absicht hiervon ist, daß man aus dem Unterschied in der Stärke des
gehörten Schalles. imstande ist, bestimmen zu können, ob .das gehörte Fahrzeug
uns die Steuerbord- oder die Backbordseite zugewendet hat, woraus weiterhin zu
schließen ist, in welchem Halbkreis das Fahrzeug sich fortbewegt. Daß sich
diese Wahrnehmung tatsächlich gut machen läßt, hat sich bei meinen Ver-
suchen, angestellt mit unserem Bergungsfahrzeug »Dordt«, auf welchem ich eine
solche Vorrichtung angebracht habe, zur Genüge gezeigt.
Ein Dampfschiff, welches in Fahrt ist, aber seine Maschine gestoppt hat
und keine Fahrt durch das Wasser macht, sollte dagegen nur einen langen Ton
mit der Dampfpfeife geben dürfen anstatt zwei, und zwar mit dem Schall-
trichter Mittschiffs gestellt. Es braucht also an den Bestimmungen zur Ver-
hütung des Zusammenstoßes der Schiffe nichts anderes verändert zu werden als eine
Umsetzung von unter a und b des Artikels 15.
Wie man nun den richtigen Ort fest- Beispiel 1.
stellen kann von einem in Fahrt befindlichen
Schiff, welches bei dichtem Nebel Signale gibt,
werde ich nachstehend durch einige Beispiele
erklären, I
A östlich steuernd hört mit Zwischen-
räumen von 2 Minuten zwei lange, gleich
starke Töne recht voraus. Hieraus folgert er, daß ein Dampfschiff recht
voraus ist, welches entweder einen recht entgegengesetzten Kurs oder aber
einen gleichen:Kurs steuert, also in letzterem Falle ein sogenannter »Mitgeher«
ist, welchen. man aufläuft.
B hört dieselben Dampfpfeifensignale von A und zieht denselben Schluß,
weshalb beide Schiffe einige Striche: nach Steuerbord ausweichen, um einander
sicher passieren zu können.
A Östlich steuernd hört zwei lange
Töne recht voraus, wovon. der zweite
stärker als der erste (in der weiteren Be-
schreibung zu nennen »schwachstark«), woraus
er annehmen muß, daß ein Dampfschiff recht
voraus ist, welches ihm die Backbordseite zu-
gekehrt hat. Allerdings kann man nun nicht ;
genau. wissen, welchen Kurs B anliegt, doch dies ist in der. Praxis auch nicht
unbedingt notwendig.
- Was man aber. wohl wissen‘ muß, ist, ob es einen nördlichen oder süd-
lichen Kurs steuert, und hiervon kann man sich vollkommen: überzeugen. durch
Ann. d, Hydr. usw. 1916, Heft IV.
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