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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1916, 
Obschon die verschiedenen Zahlen dieser Tabelle von recht ungleichem Wert 
sind, indem einige davon nur eine einzelne Messung von &@ vertreten, während 
andere die mittleren Zahlen von zwei oder drei Einzelmessungen darstellen, so läßt 
sich doch aus der Regelmäßigkeit der Tabelle schließen: 
Im zentralen Becken des Skagerrak sind die mitt- 
leren Sauerstoffprozentsätze der Schicht 100 bis 300 m 
meist größer im Mai als im August-November, und im 
Durchschnitt haben sie eine jährliche Periode mit einem 
Maximum im Zeitraum Winter-Frühjahr, einem Minimum 
im Zeitraum Sommer-Herbst und eine Amplitude von 
gut 6%/0. . 
Wie man sieht, kann die Periode dann und wann in einem einzelnen Jahre 
(siehe 1904) verschwinden, aber im ganzen wird die Erscheinung sowohl hier als 
in der Norwegischen Rinne von einer Regelmäßigkeit beherrscht, die bei so kleinen 
Schwankungen recht überraschend ist. Es bedeutet, daß die Zufuhr von 
frischem Winterwasser und von sauerstoffarmem Herbstwasser 
auch sehr regelmäßige Erscheinungen sind. 
Was das Bodenwasser des Skagerrak betrifft, so liegt die überwiegende 
Mehrzahl von den w’s, die an S Skag 7 und 8 in der Schicht 400 bis 700 m gemessen 
wurden, im Intervall 81 + 6°/; und nur wenige sind kleiner als die untere oder 
größer als die obere dieser beiden Grenzen. Wenn man das Jahr in der Weise in 
zwei Teile zerlegt, daß man den Monat Mai für sich nimmt und den Rest des Jahres 
für sich zusammenfaßt, verteilt sich das Material aus den Jahren 1902 bis 1906 
in folgender Weise: 
bi If 
a Anzahl von © 
<811/% | > 811% 
Durchschnitts-& 
Mai. 2... ; 
Rest des Jahres. .] 
7} 
7 
S6 9/. 
14 
14 
Q1 
Also kann man auch in diesen tiefen Schichten eine Abhängigkeit von der 
Jahreszeit feststellen, indem man findet: 
Im Bodenwasser des Skagerrak kommen die hohen w’s 
durchschnittlich häufiger im Mai als im Rest des Jahres 
vor. Der Unterschied zwischen den -Mittelwerten von w® 
im Mai und im Rest des Jahres hat eine Größenordnung 
von etwa 5%. 
Wie schon gesagt, sind die schwedischen Messungen alle volumetrisch; und 
bei der Diskussion der holländischen Analysen, die auch volumetrisch ausge- 
führt sind, wurde angedeutet, daß in solcher Weise gewonnene Zahlen wahrschein- 
lich oft etwas kleiner als titrimetrische w’s ausfallen. Eine ungefähre Schätzung 
über die Größe der den Mittelzahlen hinzuzufügenden Korrektion bekommt man, 
wenn man schwedische Messungen im Skagerrak mit deutschen titrimetrischen 
Beobachtungen in der Norwegischen. Rinne und dänischen titrimetrischen Beob- 
achtungen im innersten südöstlichen Teil des Skagerrak vergleicht. 
Untenstehende Tabelle gibt nun gleichzeitige w’s in 150m an D 7 und Da 4, 
sowie in 200 m an S7 und 8. Einige wenige der Zahlen sind durch Interpolation 
ermittelt. 
Nov. 1904 | Mai 1905 August 1905 | Nov. 1905 | Mai 1906 
Mittel 
S Skag 7-8 | s5 
Da 4 78 | 
D?7 86 
Sl 
96 
92 
90 | 
92 
a 7 85% 
82 | 93 88 
89 93 91 
Dies zeigt, daß, falls man die Skagerrak-w’s mit 7°%/, erhöhte, würde man 
sicherlich zu hohe Werte bekommen.
	        
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