Gehrke, J.: Über die Sauerstoffverhältnisse der Nordsee.
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In untenstehender Figur ist aber ein erster Versuch gemacht, die durchschnittliche
jährliche Periode des w für den größten Teil des Bodenwassers der Norwegischen
Rinne graphisch darzustellen; und um hier ein so homogenes Material wie möglich
zu verwenden, sind nur die titrimetrischen w’s (aus dem Zeitraum November 1904
bis Mai 1908) berücksichtigt. a
Fig. 2.
40
FE
30
Q8
B6
DA
9
Nor.
Febr.
Mai
Aug,
Nov-
Die Kurve ist einfach in der Weise konstruiert, daß im genannten Zeitraum
für jede einzelne Jahreszeit. der Durchschnitt sämtlicher an den Stationen D Nord-
see 7, 8, 10, 16 und 17 vorliegenden Boden-w’s sowie der Durchschnitt der dazu-
gehörigen Daten genommen worden ist. N
Selbstverständlich gewährt die Kurve nur einen groben Überblick über die
Verhältnisse; so gut wie alle Wintermessungen entstammen einem einzelnen Jahre,
und die Form der Kurve ist kaum von meiner eigenen subjektiven Meinung unbe-
einflußt geblieben. Wie man sieht, steigt die Kurve vom Minimum bis
zum Maximum stärker an, als‘ sie sich wiederum vom Maximum
bis aufs nächste Minimum senkt. Ob sich dies nun dauernd als geltend er-
geben wird, wenn die mittleren Zahlen auf ein größeres Material aufgebaut werden,
bleibt vorläufig dahingestellt; man kann doch jedenfalls mit Sicherheit. annehmen,
daß eine unsymmetrische Form typisch sein wird für die durchschnittlichen Ver-
hältnisse in solchen Jahren, in denen das Maximum von w@® bereits im Winter ein-
tritt. Und betrachtet man jede einzelne Station für sich, wird diese Erscheinung
um so häufiger eintreffen, je lebhafter die Verbindung zwischen dem Bodenwasser
der Station und den im Winter sauerstoffreichen oberen Wasserschichten des
Ozeans ist.
Die durchschnittliche jährliche Amplitude läßt sich auf etwa 9°/, abschätzen.
‘C. Das Skagerrak.
Bei weitem die meisten Messungen in dem über 500 m tiefen, zentralen
Bassin wurden angestellt an der Station S Skag 7 (ein wenig westlich vom 10°-
Meridian); einige sind an S Skag 8 (etwas östlich vom 9°-Meridian) genommen.
Sie sind alle volumetrisch. .
Wir beginnen mit einer Übersicht über die mittleren Sauerstoffprozentsätze
in der Schicht 100 bis 300 m. Diese sind in untenstehender Tabelle dargestellt,
indem wir als Ausdruck für die Größe des mittleren Sauerstoffprozentsatzes zu
einem gegebenen Zeitpunkt einfach die mittlere Zahl sämtlicher zu diesem Zeit-
punkt in der Wassersäule 100 bis 300 m angestellten Messungen von w an S Skag 7
und S Skag 8 benutzen.
Jahr
Februar bis
März
Mai | August '
Norember
1902
1903 87 88 — 81
1904 84 85 84 85
1905 82 88 83 81
1906 88 R7 80 81
70
Mittel | 85 | 7
, Q1
| 92