Über eine Änderung des Gyroskops von Foucault.
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Zu a) Das Moment M’ ist nicht gleich Null, auch nicht wenn A=C
ist, und nicht in einfacher Weise in den Gegebenen des drehenden Körpers aus-
zudrücken. Nur wenn dieser Körper eine Kugel ist, ist M’= Null.
Zu b) Für das Moment M” gilt dasselbe.
Zu c) Das Moment durch die Massenkräfte ist stets für jeden Körper
— Null.
Zu d) Das Moment M” hat die Entbundenen
Mg = 0? (A—C)sin@cosO, M”g= Null und M”„, = Null.
Die aufzulösenden Differentialgleichungen werden also:
Ad, @2 + ZT d (em Ch 0) 4 mw? (A — CO) sin 0 cos 0 = M'g +M”g + w?(A — C)sin 9 cos 9
‚2 1 A 1 (1lzı— Ol, cos 9 Sa 7
Ad!/, © +5 d (52) = M'’g9 +M”9
d | x
16 { D'-+ (w'— 0) cos 6} | = Null
LO {D’+(#— w) cos O } cos 0 + A (#— 6) sin? @ | == Null
der
‘40)
(41)
ee 0)
Der Ausdruck w? (A — C) sin0 cos fällt also gerade aus Gl. (40) fort. In
Gl. (51) ist also auch keine Rede von einem Ausdruck Scos‘*®@, der das Inte-
grieren verhindert. Dieses wird durch A == ©C nicht möglich und bei Ungleichheit
von A und C macht die betreffende Feder Integration nicht möglich, ver-
hindert selbst durch Einführung eines Ausdrucks S cos*@ in dem zweiten Gliede
die Integration.
Der Integration stehen allein die Momente M’ und M” im Wege,
die nicht auszudrücken sind, bei A = C nicht = Null werden, vielmehr nur ver-
schwinden, wenn der drehende Körper eine Kugel ist. Nur dann ist Integration
möglich und führt zu den Formeln von Isbrücker.
Die Erwiderung von Isbrücker beginnt mit zu erkennen, daß die zweiten
Glieder der Gl, (40), (41) und (42) nicht von selbst = Null sind und summt in
derselben Reihenfolge wie in meinem Artikel die Momente auf, die in diesen
zweiten Gliedern erscheinen. Danach stimmt er zu, daß das 3. Moment = Null
ist und das 4. Moment die Entbundenen
?(A=C)sinOcos 9, Null, Null
gibt, sowie daß in Gl. (40) der Ausdruck w* (A — C) sin® cos fortfällt, daß
in GL (51) S = Null sowohl für A=C wie für A nicht gleich C ist, daß die
Einrichtung mit der Feder für A == C die Integration gerade unmöglich ge-
staltet und daß die Schlußfolgerungen unter 2), 3) und 4) am Ende meines
Artikels richtig sind.
__ Ferner behauptet Isbrücker, ohne Beweisführung, daß das 1. und
9. Moment = Null werden, wenn die Hauptträgheitsmomente A und C gleich sind.
Dieses ist sehr sicher nicht der Fall.
‚Wie groß M’ und M” dann wohl sind, ist nicht in algebraischen oder
goniometrischen Formeln auszudrücken, aber = Null sind sie nur, wenn der
drehende Körper eine Kugel ist,
Ich halte daher von meinen Schlußfolgerungen 1 bis 7 die unter 1) aufrecht.
Was die Schlußfolgerungen unter 6) und 7) anbelangt, die nicht von Isbrücker
angegriffen werden, so können diese außer Betracht bleiben.
Darauf erwähnt Isbrücker die vereinfachten Annahmen von Quet und
Lottner. Diese können wie auch die Tatsache, daß sich Isbrücker der An-
nahme von Quet als der am logischsten angeschlossen hat, ebenfalls un-
berücksichtigt bleiben, da sie mit der eigentlichen Frage nichts zu schaffen haben,
Es sei nur noch darauf hingewiesen, daß die Annahme von Quet im vor-
liegenden Fall Integration unmöglich macht, wenn nicht A=C ist,
während die von Lottner sowohl für A=C wie für A nicht = C die
Integration ermöglicht.
Ann. d. Hydr. usw. 1915, Heft 11.