Brennecke, W.: Aufgaben und ‚Probleme der Ozeanographie.
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Temperatur °C
Schnitt D-E
300 Fache Übertiefung
Salzgehalt %.
Schnitt D-E
00 Fache Übertiefung.
Aber nicht immer bietet die Verteilung des Salzgehalts das beste Mittel,
um sich ein Bild von den in einem bestimmten Vertikalschnitt vor sich gehenden
Wasserbewegungen zu verschaffen. Als ein Beispiel führe ich das Gebiet der
Weddell-See an, wo zwischen 60° und 70° S-Br. der Salzgehalt von 300 m Tiefe
bis zum Boden keinerlei Unterschiede zeigt, die über den Beobachtungsfehler
hinausgehen. Wir haben eine homohaline Wassermasse von mehr als 4000m Mächtig-
keit, die wir auf Grund allein der Salzgehaltsbestimmungen für einheitlich gebildet
und gleicher Herkunft halten könnten. Hier belehren uns aber die Temperatur-
bestimmungen und auch der Sauerstoffgehalt der einzelnen Schichten, daß ein hete-
rogenes Gebilde vor uns liegt, das aber in allen Schichten den gleichen Salzgehalt
aufweist!)., Wie cs entstanden ist, dafür fehlt es uns heute an Unterlagen aus den
angrenzenden Gebieten; wir können nur so viel mit Bestimmtheit aussagen, daß
nicht Konvektionsströmungen, die infolge winterlicher Abkühlung eine Zirku-
lation zwischen Oberfläche und Boden bewirken könnten, die Bildung dieser
Wassermasse veranlaßt haben, denn dagegen ‘spricht die warme Schicht in 300
bis 1500 m Tiefe, verbunden mit einem Minimum des Sauerstoffgehalts, die zu
allen Jahreszeiten vorhanden ist. .
Im Anschluß hieran möchte ich die Frage der Bildung des Bodenwassers
der Ozeane kurz berühren, Das Problem wurde aufgerollt durch die For-
schungen im Nordatlantischen Ozean, und es sind heute vornehmlich zwei Theorien
vorhanden, die sich gegenüberstehen, F. Nansen, der Vertreter der Konvek-
tionstheorie, führt die Bildung des Bodenwassers des Nordatlantischen Ozeans
zurück auf die Abkühlung der Oberfläche des Ozeans in bestimmten Gebieten,
die außerhalb der Grenzen der Polarströmungen liegen. Wenn im Winter die Ober-
fläche des Meeres mehr und mehr :erkaltet, so treten in diesen Gebieten (z. B:
) Der Temperaturschnitt ist veröffentlicht in der Zeitschrift der Ges. f, Erdk. Berlin 1914.