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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
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rw. 62° (mw. 03/,S) 171/, Sm von Round Head, erstreckt sich etwa !/, Sm weit 
in. nordwestlicher Richtung und hat 1.5 m (5’) geringste Wassertiefe. Bei Stille 
macht sie sich kaum bemerkbar, ist aber schon bei geringem Seegang an Brandung 
kenntlich. Blakeys-Grund, eine Untiefe mit 16 m bis 18 m (9 bis 10 Fad.) Wasser 
darüber, liegt rw. 5° (mw. NO*%/,N) 3'/, Sm von der Snap-Klippe; bei schwerem 
Wetter brandet es auf ihr. Die Pigeon-Klippe, mit 3.7 m (2 Fad.) Wasser darüber, 
liegt rw. 64° (mw. 01/,8S) 5 Sm von Pigeon-Eiland, und. die Clam-Klippe, mit 16 m 
(9 Fad.) Wasser darüber, liegt rw. 61° (mw. 0?!/,S) 61/, Sm von Kap Fogo. 
Eis. Das von Norden kommende Eis erreicht die Ostküste von Fogo-Eiland 
gewöhnlich zwischen dem 12, und 20, Januar und schließt sie bei östlichen Winden 
ganz ab.. Manchmal ist sie schon im April wieder eisfrei, bei vorherrschend nördlichen 
Winden können sie die Schiffe aber manchmal im Mai und sogar bis zum Juli hin 
noch nicht anlaufen. 
Strom. Der längs der Nordküste von Fogo-Eiland nach Osten setzende Strom 
biegt ostwärts von Round Head wieder nach Süden ab und folgt der Ostküste von 
Fogo-Eiland. Er wird durch die Tidenströme beeinflußt, und zwar beschleunigt 
ihn der Ebb- oder Südstrom und hemmt ihn der Flut- oder Nordstrom. Bei Spring- 
tide wird er durch die Tidenströme manchmal ganz aufgehoben. ; “ 
Seldom-come-hy Harbour 
an der Südküste von Fogo-Eiland liegt beinahe 1 Sm nordwestlich von der Burnt- 
Huk,. Er- besteht aus einer kleinen Bucht von etwa 4 Kblg Breite, in der man .auf 
11m (6 Fad.) Wasser über Schlick ankern kann, und einem inneren Hafen, der sich 
von der Bucht aus 3 Kblg weit in westlicher Richtung erstreckt, 1 Kblg breit und 
3.7 m (12’) tief ist. Der Hafen wird sehr häufig von Labradorfischern aufgesucht, 
wenn sie auf ihrem Wege nach Norden durch Gegenwinde und Eis aufgehalten 
werden. Unter diesen Umständen ist im Juni der Hafen oft voll vcn Fischerfahr- 
zeugen von 150 R-T. Größe und weniger. Auch im Herbst wird er häufig von solchen 
Fahrzeugen aufgesucht, doch ist deren Zahl dann nicht so groß, da die vorherrschenden 
Winde für die Heimreise günstiger sind. 
Landmarken. Die Küste zwischen Kap Fogo und der 7 Sm westsüdwestlich 
davon liegenden Burnt-Huk ist steil und felsig und hat mehrere tiefer in das Land 
einschneidende Buchten. Cann-Eiland, südwestlich von der Burnt-Huk, ist in west- 
licher Richtung etwa 6 Kblg lang und 4 Kblg breit. 
An- und Einsteuerung. 2°%/, Sm westsüdwestlich von Kap Fogo liegt Western 
Head und rw. 151° (mw. $!/„W) 3/4 Sm von Western Head liegt die Western Head- 
Klippe mit 5.5 m (3 Fad.) Wasser darüber. Man bleibt südlich von dieser Klippe, 
wenn man die Burnt-Huk in der Peilung rw. 261° (mw. WNW) gut frei hält von 
der Wild-Huk. Von der Burnt-Huk schiebt sich seichtes Wasser beinahe 2 Kblg 
weit vor. Östlich von Cann-Eiland, 1!/, Kblg davon entfernt, liegt eine Klippe 
über. Wasser, die mit dem Eiland durch eine Untiefe verbunden ist. Black-Riff 
heißt die in nördlicher Richtung 2 Kblg lange Untiefe, die rw. 250° (mw. WzN) 
8 Kblg von der Burnt-Huk entfernt und teilweise trocken liegt. Die Einfahrt zum 
Seldom-come-by-Hafen führt zwischen ihr und der Burnt-Huk durch. 
. Eis. Seldom-come-by-Hafen friert zwischen dem 1. und 10, Januar zu und 
bleibt manchmal bis gegen Ende Juni zugefroren. Manchmal aber verschwindet 
das Eis schon Mitte Februar. Feldeis treibt gewöhnlich in der ersten Hälfte Februar 
an und verbleibt manchmal bis Juni. 
Leuchtfeuer. Siehe „Leuchtfeuer aller Meere” 1914, Heft 5, Tit. VI. 
Tiden. Die Hafenzeit für Seldom-come-by-Hafen ist 7b 13min, die Spring- 
hochwasserhöhe beträgt 1.4 m (4!/,‘), die Nipphochwasserhöhe 0.9 m (3°). 
Ein Dorf von ziemlicher Bedeutung liegt an den Ufern des Hafens. 
Wasser ist zu bekommen, sonst aber nichts. 
Little Seldom-come-by Harbour, 
eine Bucht nordwestlich von Cann-Eiland, bietet im Sommer guten Ankerplatz 
auf 11m bis 18 m (6 bis 10 Fad.) Wasser über Schlick.
	        
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