Bathe, J.: Zur Geschichte der Tafeln der Meridionalteile,
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seien in der Tafel beibehalten worden, weil sie für den genauen Entwurf von Karten
für nötig gefunden seien. Die ebenfalls auf S. 7 mitgeteilten Logarithmen der Fak-
toren der Berechnungsformel haben nur sieben Stellen, auch bei dem Hauptgliede.
Nach den Begleitworten der „Formeln und Tafeln... herausgegeben vom Reichs-
Marine-Amt, 1904“ (S. 15) beträgt aber bei siebenstelliger Rechnung der größtmög-
liche Fehler 5m; es kann dabei- also die dritte Dezimale der Minute nicht mehr
verbürgt werden.
2. Gleichfalls mit dem Clarkeschen Abplattungswerte 1: 293.465 hat
John W. Atherton eine Tafel!®) berechnet, welche von der britischen Admiralität
heute benützt wird. Sie bringt die Meridionalteile für jede Minute der Breite in
Äquatorminuten mit zwei Dezimalen. In den Begleitworten (S. 4) werden für die
Logarithmen der Faktoren der Formel dieselben Werte gegeben, welche die amerika-
nische Tafel gebraucht, abgesehen vom Faktor des Hauptgliedes, dessen Loga-
rithmus neunstellig gegeben wird. Die Tafelwerte selbst stimmen mit denen der
amerikanischen Tafel, welche allerdings nur bis 80° Br. reicht, ganz überein, wenn
man die letzteren auf zwei Stellen abrundet. Eine Probe der Tafel folgt im nächsten
Paragraphen. ; .
26. Zusammenstellung der in $ 21 bis 25 genannten Tafeln,
Die folgende Zusammenstellung enthält die Meridionalteile in Äquatorminuten
mit einer Dezimale von fünf zu fünf Grad, und zwar aus folgenden Tafeln:
L Von J. de Mendoza y Rios für die Kugel (Abplattung « = 0);
II. von demselben für das Sphäroid (@ = 1:821);
III. von C. Rümker (@« = 1:303);
IV. vom deutschen Reichs-Marine-Amt (@ = 1:299.1528);
YV. von A, Germain (@« == 1:294);
VI. von der britischen Admiralität (@ = 1:293.465).
Tabelle 14. Meridionalteile in Äauatorminuten.
Grade |
der Breite
A
)
20
35
I
I
a=—0
UV
300.4
603.1
910.5
225.1
1550.0
1888.4
2244.,3
2622,7
3029,9
34745
3968.0
4527.4
3178,8
5965.9
6970.3
8375.2
10764.6
PN
N MM
= 1:321 | «= 1:303
U
298.5 .
599:3
904.9
12178
1540.9
1877,7
2232.0
2608.9
30148
3458.1
3950.4
4508.8
5159.4
59458
5949.6
83541 |
10743.3 !
JS
298.4
599.1
9046
1217.4
1540.4
4877.0
22312
2608.1
3013,8
3457.0
39493
4507.7
5158.2
59445
6948.4
83528
107419
PL
PA
IV
&=—1:9299.1528| «= 1:294
0
208.4
599.1
904.5
12173
1540.3
1876.9
2231.1
2607.9
3013.7
3456.9
3949,1
4507,5
5158.0
59443
6948.1
8352.5
10741.7
vv
293.3
599.0
904.4
1217.2
1540,1
1876.7
2230.9
2607.7
3013.4
3456.6
3948,8
4507,1
157.6
5944.0
6947.8
8352.2
I0741 3
(oo
FC
VI
a— 1:293.465
U
298,3
599.0
904.4
1217.1
1540.1
1876.7
2230.9
2607.6
3013.4
34565
3948,8
4507.1
5157.6
5943,9
6947.7
ı 8352.11
| 107413
CO
Ein Vergleich der Tafeln zeigt, daß die Meridionalteile für die Kugel von
denen für das Sphäroid beträchtlich abweichen, namentlich in höheren Breiten,
Die Unterschiede der sphäroidischen Meridionalteile untereinander sind viel kleiner,
wenigstens für die oben zusammengestellten Tafeln, deren Abplattungswerte nicht
sehr verschieden sind. .
Auf die Frage, welcher Abplattungswert und welche Tafel der Meridional-
teile der Wahrheit am nächsten kommt, kann hier nicht eingegangen werden:
102) Table of meridional Parts for the terrestrial Spheroid, Compression 1: 293.465. . By John
W. Atherton, of the Hydrographic Department, Admiralty. Published by order of the Lords Com-
missioners of the Admiralty. London 1910.