542 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1915,
overgenomen van Mendoza, uit de Connaissance des tems pour 1793, is berekend
voor een afgeplatten aardbol, door de formule: .
„ wol
Nop. Log. tang (150 4 2 b) 2m sin b 1 m? sin 8b
an U ai 8 Ua"
Waarin V” de vergrootende breedte in minuten voorstelt, b de breedte en m de
afplatting. Deze laatste is op u gesteld, dat wel, volgens de laatste bepaling,
iets te klein is, doch als eene voldoende benadering kan aangemerkt worden.““
Noch im Jahre 1883 benutzt John Merrifield in seinem Treatise on Navi-
gation (for the Use of Students) eine Tafel der Meridionalteile, und zwar nach der
Vorrede, mit dem Abplattungswerte 1:321. Er druckt die Tafel selbst nicht ab,
sondern zitiert die Tafel von Riddle, die mir leider nicht zugänglich war, wahr-
scheinlich aber ein Abdruck der Mendozaschen Tafel von 1791 ist. Eigentümlicher-
weise bemerkt er in der Vorrede, er kenne keine bis jetzt veröffentlichte Tafel mit
der wahren Abplattung.
22. Die Tafel von €. Rümker («= 1:303; 1844).
Das „Handbuch der Schiffahrtskunde, verfaßt von der Hamburgischen Ge-
sellschaft zur Verbreitung der mathematischen Kenntnisse‘, brachte in der ersten
Auflage von 1819 und in der zweiten von 1824 eine Tafel der Meridionalteile in
ganzen Minuten für die Kugel, in der dritten Auflage von 1832 (siehe oben 8. 488)
in Zehnteln der Minute für die Kugel. Im Jahre 1844 wurde das Werk in der vierten
Auflage®) von Carl Rümker neu herausgegeben. Dieser nahm statt der Men-
dozaschen Tafel für die Kugel eine neue Tafel auf (S. 440 bis 447), welche die
Meridionalteile für das Sphäroid in Zehnteln der Minute für jede Minute der Breite
enthält®?). Er sagt nicht, welchen Abplattungswert er gewählt hat; aber A. Ger-
main®), der die Rümkersche Tafel abdruckt, bemerkt, daß die Abplattung gleich
1:303 gesetzt ist. A. Germain teilt die Tafel auf S. 290 und 291 mit, bis zum
28. Grade für jeden halben Grad, von da ab für jede 10. Minute der Breite. Außer
ihm hat nach einer Bemerkung von M. Fiorini®) auch Caillet (Traite de navi-
gation) die Rümkersche Tafel übernommen).
23. Die Tafel von A. Germain (@« = 1:294; 1882).
Das eben genannte Buch von A. Germain, das auf dem Titelblatt keine
Jahreszahl trägt, ist nach einer Notiz in dem Katalog der Göttinger Bibliothek im
Jahre 1866 erschienen. Derselbe Autor gab im Jahre 1882 das bedeutsame, seit
länger ganz vergriffene Werk heraus:
Traite d’hydrographie. Leve et construction des cartes marines, par A. Ger-
main, ingenieur hydrographe de la marine. Paris 1882%).
Wie der Verfasser in der Vorrede (S. V) sagt, wurde dieses Werk durch Befehl
des Marineministers auf das Ersuchen des Comite hydrographique veröffentlicht;
es sei bestimmt, den damals vergriffenen Traite de geodesie & l’usage des marins von
Begat zu ersetzen, der seit 1839 allen Ingenieuren und Offizieren, welche sich mit
der Hydrographie beschäftigten, als Führer gedient habe.
In diesem Werke veröffentlicht Germain eine neue Tafel der Meridionalteile®?).
Als Abplattungswert nimmt er die Zahl 1:294. welche®) sich aus der Vergleichung
_ Seefahrtschule Bremen, Universitäts-Bibliothek Göttingen.
37) Eine Probe der Tafel folgt unten, S. 545. -
3) Traite des projections, 1866. 5. 283.
8) Le projezioni delle carte geographiche. Bologna 1881. S. 397.
») V. Caillet, Traite 6lementaire de navigation, Brest 1846, und P. Caillet, Le manuel du
navigateur, Nantes 1818, haben nur die Meridionalteile für die Kugel.
%) Commerz-Bibliothek Hamburg.
3) Tafel XIII, S. 45 bis 65 des Tafelanhanges.
%) Vgl. S. VII der Vorrede. Im 9. Abschnitt des 1. Kapitels, in welchem Germain die Gestalt
and Größe der Erde behandelt, erwähnt er (S. 21), daß im Depöt de la guerre für die Berechnungen der
Karte von Frankreich (Generalstabskarte) der von Delambre gefundene Abplattungswert 1: 308.64
angenommen sei.
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