Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland,
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die teilweise 1 Kblg breit sind. . Südöstlich von der. Wild-Bucht liegen die Wild
Cove-Klippen, einige davon über Wasser, und eine 7.3 m (4 Fad.)-Stelle liegt bei-
nahe 2 Kblg von der Küste, Weiterhin ist die Küste bis zur staatlichen Lade-
brücke hinauf ziemlich steil, ;
An der Ostseite des Hafens, in der Richtung rw. 263° (mw. NWzW74W)
von Higgins-Eiland, 13, Kblg davon liegt die White-Untiefe 1.5 m (5°) unter
Wasser, Man bleibt westlich von der Untiefe und den Klippen südlich von
Higgins-Eiland, wenn man Slade Room im innersten Ende des Hafens in der
Richtung rw. 173° (mw. SSW1!/,W) westlich frei hält von Carters Head,
Im innern Teil des Hafens, innerhalb der staatlichen Ladebrücke an der
Westseite und innerhalb Carters Head an der Ostseite schieben sich Untiefen
und teils unter, teils über Wasser liegende Klippen von den Ufern vor und an
das Flach heran, das sich vom innersten Ende des Hafens 4 Kblg weit in nörd-
licher Richtung erstreckt.
Burnt Island Tickle, die Durchfahrt zwischen Burnt-Eiland und South
Toulinguet-Eiland, ist 21!/„, Kblg- breit, aber von zahlreichen Klippen so besetzt,
daß sie nur unter ortskundiger. Führung befahren werden kann.
Shoal Tickle, am Südende des Hafens, hat bei Hochwasser etwa 3.0 m (10’)
Wasser; eine Zugbrücke verbindet die beiden Ufer.
Eis. Toulinguet Harbour friert um den 22. Januar herum zu und ist
gegen den 6. Mai wieder eisfrei; zwischendurch ist er jedoch auch manchmal
offen. Das Eis wird 0.6 m bis 0.9 m dick. Feldeis erscheint gewöhnlich zwischen
dem 10. und 20. Februar und verschwindet gegen den 24. April. Das erste
Schiff kommt gegen den 25. Mai an, das letzte verläßt den Hafen ungefähr am
7. Dezember.
Leuchtfeuer, Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1914, Heft V, Tit. VL.
Signalstelle, Der Leuchtturm auf Devils Cove ist mit den inter-
nationalen Flaggen ausgerüstet. ;
Tiden. Die Hafenzeit für Toulinguet Harbour ist 7% 8m”in, die Springhoch-
wasserhöhe beträgt 1.2 m (4’), die Nipphochwasserhöhe 1.0 m (31/,”). .
Hafenanlagen, Die nördlichste Ladebrücke an der Westseite des Hafens ist
staatlich.
Ankerplatz. Der Ankerplatz im Toulinguet-Hafen. ist nicht gut, da er
gegen nördliche Winde, die schwere See aufwerfen, ungeschützt ist; auch hält
der Grund nicht besonders, Der beste Platz ist querab von der Huk, die eben
nordöstlich von der Kirche auf North Toulinguet-Eiland liegt; die Wassertiefe
beträgt hier 11 m (6 Fad.). Man darf jedoch, um das Flach im innersten Ende
des Hafens zu meiden, die Kirche in keine nördlichere Peilung als rw. 261°
(mw. WNW) bringen,
Die Stadt Toulinguet liegt hauptsächlich südlich von der staatlichen Lade-
brücke,. Sie zählte im Jahre 1901 = 3542 Einwohner.
Ein Dampfer kommt von Lewisport im Sommer und Herbst wöchentlich
einmal nach dem Hafen. Telegraphische Verbindung ist vorhanden,
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind in kleinen Mengen, gewöhnlich
etwa 50 t, zu bekommen. Wasser kann man einer Quelle nahe bei der Straße,
östlich von der Kirche, entnehmen. Andere Ausrüstung kann. man von den
dortigen Handelsfirmen erhalten.
Durrels Arm und Farmers Arm
heißen die beiden, durch eine sehmale Halbinsel voneinander getrennten Buchten
am innersten Ende der Bucht östlich von Toulinguet Harbour. Große Schiffe
können in den Buchten nicht sicher liegen, da sich Klippen und Untiefen be-
trächtlich weit von ihren Ufern vorschieben. Kleine, von ortskundigen Fischern
geführte Fahrzeuge finden Schutz in den innersten Enden der Buchten; schwere
See rollt aber bei nördlichen und östlichen Stürmen hinein.