accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Thraen; A.: Der Einfluß der Nord- und Ostsee auf den Niederschlag usw. 513 
Wir werden uns auch des Einflusses erst ganz bewußt, den der nordsüdliche Ver- 
lauf einer Küste für den Niederschlag hat, und wie recht wir oben die Küste von 
Hinterpommern ein relatives Regenluv, Vorpommern aber und dessen Inseln ein 
Regenlee nannten! Auch die Regenabsorptionskraft des baltischen Landrückens 
tritt. auf dieser Karte, besonders in der Gegend östlich der Oder; kräftig in die Er- 
scheinung. ; 
Unser Kärtchen bildet also — um es noch mit einem Wort zu sagen — das 
Extractum de extracto von all den vorstehenden Betrachtungen. 
(Schluß folgt.) 
Die interdiurne. Veränderlichkeit der Lufttemperatur in Europa. 
Von Ulrich BRetzow. 
(Schluß.) 
V. Temperaturänderungen bestimmter Größe. 
In den vorhergehenden Kapiteln haben wir uns hauptsächlich mit Mittel- 
werten der interdiurnen Veränderlichkeit beschäftigt. In vielen Fällen wird es 
nun aber nicht so sehr auf diese mittleren Beträge ankommen, sondern die 
Kenntnis der Änderung wird vielmehr hinsichtlich ihrer Größe und ihres Vor- 
zeichens erwünscht sein. 
Die Berechnung der Veränderlichkeit geschah nach der früheren Definition 
indem man die Summe der absoluten Beträge der Änderungen von Tag zu Tag 
durch die Anzahl der Monatstage dividierte. Es wurde also gar’ nicht Rücksicht 
darauf genommen, ob die Anderung gegen den vergangenen Tag positiv oder 
negativ war. Ebenso gaben uns. die so berechneten Größen kein Bild von der 
Art der einzelnen Anderungen. Die Werte können einesteils als Mittel von sehr 
bedeutenden Schwankungen und nur ganz geringen Änderungen entstehen, ander- 
seits aber besteht die Möglichkeit, daß die einzelnen täglichen Änderungen nur 
geringe Abweichungen vom Mittelwert aufweisen. Für diese beiden Gesichtspunkte 
wird die geographische. Lage der Beobachtungsstationen von Wichtigkeit sein; 
die erstere Art der Änderungen werden wir in ausgesprochen kontinentalem 
Klima, die letzteren bei maritimem Klima finden. In diesem Kapitel sollen zu- 
nächst Temperaturänderungen bestimmter Größe betrachtet werden; selbstver- 
ständlich werden diese Ausführungen, da sie den bisherigen Untersuchungen nur 
als Ergänzung hinzugefügt sind, nicht allzu umfangreich sein, a. 
Ich habe diese Untersuchungen durchgeführt für alle in dem betrachteten 
Gebiete gelegenen deutschen Stationen, und diesen habe ich die Ergebnisse der 
extremsten Orte gegenübergestellt: nämlich die Scilly-Inseln und Haparanda- 
Die Wahl der letzteren Station geschah hauptsächlich wegen der ziemlich ununter. 
brochenen Beobachtungsreihe. Haparanda selbst hat zwar kein ausgesprochen 
kontinentales Klima, gibt aber ein wesentlich besseres Bild als Moskau oder 
Charkow, bei denen die Aufzeichnung der Morgentemperatur sehr häufig große 
Lücken aufweist. . 
Ich habe nun die Änderungen von je 2 zu 2° zusammengefaßt und außer- 
dem noch die Trennung zwischen den positiven und negativen Werten .vor- 
genommen. Die Größen selbst sind auf ein Jahr bezogen. Dann erhält man für 
die einzelnen Orte die folgenden Werte:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.