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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1915.
ungefähre sind, die nach der Länge der Beobachtungszeit, nach der Stationsdichte
und endlich nach der Wahl der zufälligen Jahresfolge mehr oder weniger großen
Schwankungen unterworfen sind. .
Zur Kontrolle werden daher die Werte unserer Tabelle III an der Hand der
Tabelle IV immer mit den Resultaten langjähriger Beobachtungen bei jedem Jahres-
abschnitt verglichen werden.
Tabelle IV.*)
Abweichung langjähriger „relativer pluviometrischer Koeffizienten“ von unseren
20 jährigen (1891 bis 1910) in der Tabelle III.
Station
Königsber;
Tilsit” 8
Neufahrwasser
Sırinemünde
Berlin
Eutin |
Keitum
Helgoland
Jever
Emden
Borkum
Hamburg
Lüneburg
Elsfleth
Löningen
Pammin
Königsber;
Tilsit 6
Berlin |
Emden
Löningen
Jever
Lüneburg
Eutin
Zahl
der
Jahre
m
©
—_
S
bi
SS
—
%
+
f
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ee
|
8}
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N
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| 888 SZ ws | : i 23 IA | S % 8
_ HH | RE em .—_ 3 > Ss Ss =
33 Em EJa|3 E83] a bar ER 3 |EIE
se IE IE SS Dina: URN!
0.10,0.03 0.05 0.04 0.04 0.02 .0.04 0.05 0.18.0.10 0.02/0.05 ,
0.04.0.01,0.03 0.09 0.01.0.08 0.07 0.03.0.02 0.16.0.01.0.07 |
0.04.0.05.0.10.0.01 0.11'0.03'0.09/0.07 0.04 0.19 0.07/0.02 I
0.06 0.09 0.06'0.05.0.08 0.13 0.07 0.07 0.0210.11. — 0.051
0.05 .0.02/0.12'0.08/C.10/0.02 0.03! — '0.12'0.15 0.02,0.02 |
0.10 0.05 0.02 0.06.0.02.0.07 0.02,0.08.0.01 0.13 0.10.0.06 |
0.02'0.02 0.01 0.06,0.05 0.01:0.03 0.05 0.04 0.12 0.11.0.01 1
0.04 0.01:0.02:0.09:0.02.0.05/0.01 0.02; — (0.11.0.07' —
0.10) — 10.03.0.09 0.05 0.03 0.18 0.02 0.06'0.10.0.04.0.04 ;
0.09.0.04:0.01 0.17.0.06.0.04.0.06 0.09.0.02,0.09 0.05 0.02 .
0.04.0.02(0.01 0.04,0.02,0.10:0.02 0.05 0.05.0.09.0.070.02 !
0.07'0.04/0.01:0.1110.04 0.02:0.10 0.08'0.04'0.08 0.06 .0 03 |
0.09 0.05) — 10.0710.01:0.02| — '0.02.0.04 0.13 0.18.0.01
0.03,0.01.0.03 0.13 0.03 0.05/0.09 0.010.05'0.02 0.08.0.01
0.06'0.01 0.06 0.14/0.04 0.02/0.07: — 0.01.0.06 0.07 0.01
0.12'0.09 0.02 '0.04.0.05 0.11,0.10 0.0310.01 0.10'0.05.0.02
0.02
0.03
0.02
0.03
0.02 .0.02.0.07(0.07
10.02 — |0.05/0.03
1 0.06 0.0510.05/0.03
10.02 .0.04.0.04 0.06
10.02, — 0.02. —
1 0.02.0.0610.07) —
| 0.04'0.03,0.09.0.02
0.02.0.01 0.060.083
1 0.04 0.06/0.08 0.04
0.04 0.04.0.05.0.04
0.02 0.04 0.07.0.01
0.05'0.01(0.0610.03
0.02.0.01(0.07:0.04
0.04/0.06,0.01/0.02
2.04(0.02.0.0410.02
').02:0.08 0.02'0.08
0.01
0.02
0.01
Y
0.0]
0.02
0.01
0.02
0.11:0.0710.05/0.06°0.06,0.010.02,0.04 0.21.0.10,0.04'0.12
10.02‘0.02 0.03.0.13! — 10.0410.05 0.0410.09.0.16 0.160.121 »
1 0.04.0.01 0.09 0.06 0.12 0.11,0.16.0.03 0.14 0.15 0.07 0.09!
0.07(0.04 —'0.11:0.06‘ — | — '0.06.0.07 0.03 0.13: — |
0.05,0.04 0.04 0.16:0.03 0.03 0.06‘ — (0.04 0.01 '0.11.0.04 I
0.09 0.03 /0.01'0.11 0.07 0.08 0.07! — (0.03 0.06 0.09.0.03 |
0.08.0.07:0.07 0.06 0.02 0.11.0.11 0.02.0.04,0.08 0.19.0.05
2.09'0.03.0.04'0.08 0.11! — 0.09 0.11 0.08 0.08 0.14'0.10
0.02
0.01
0.03
0.01
0.01
0.01
9.02 0.02(0.110.10
10.06/0.02'0.21.0.04
1 0.03:0.02°0.08 10.02
0.06 0.02'0.07 0.03
ı 0.05 .0.01'0.05,0.02
' 9.06/0.05 0.06/0.04
0.08 .0.0110.08 0.08
9.040.070.100.01
9.08
Königsberg 1 0.0210.010.1110.09
Tilsit | 609 10.06 0.01 /0.10°0.05
Berlin + 0.03 0.03(0.01,0.01
Emden 10.0610.02.0 080.03
Tilsit | 702) U 0.06 0.04/0.06/0.12'0.02 0.02/0.05/0.08[0.07 10.22.0.030.12 | 0.02 10.07/0.0110.1110.05
?) 1850—1910, — 2) 1840—1910.
*) Die fettgedruckten Zahlen haben das positive, die anderen das negative Vorzeichen.
— Herbst. Einführen soll. uns die Betrachtung des Herbstes, also der Jahres-
zeit, für die der Einfluß der See auf den Niederschlag am deutlichsten ist.
Figur 2 auf der Tafel 19 ergibt eine wirklich schöne Parallelität der Iso-
koeffizienten zur See. Ganz regelmäßig nimmt hiernach im Herbst der relative
Regenertrag von der See nach dem Lande hin ab. Als Eiland hebt sich nur in Mecklen-
burg ein Teil des dortigen Landrückens heraus, wohl nicht nur zufällig in der Gegend,
in der wir auch den für unser Gebiet normalen absoluten Regenreichtum entdeckten.
Hellmann hat auf seinem Herbstkärtchen (Regenwerk, Bd. I, S. 81, Figur 6)
die Regenverhältnisse nach Prozenten dargestellt. Seine Linien gleicher Prozente,
die den unsrigen ähnlich sind, benutzen die Schwellenwerte 28, 26 und 24°, und
entsprechen somit den Isokoeffizienten 1.12, 1.04 und 0.96. Ein Vergleich dieser
Zahlen mit denen in unserer Figur 2 macht es wahrscheinlich, daß die Höhe der Herbst-
koeffizienten nach vieljährigen Mitteln größer ist als bei unseren 20 jährigen.
In der Tat lehrt Tabelle IV, daß überall in den Mitteln nach längeren Beob-
achtungen der Herbstertrag größer ist.