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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

500 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1915. 
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Schivelbein 
Fürstenwerder 
Groß-Rosainen‘ 
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Groß-Karzenburg 
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1281633 | 67 
‘47 645, 79 
150.547 | 27 
162 | 718 98 
167 !602! 50 
Eine Durchsicht unserer Tabelle I ergibt die zunächst überraschende Tat- 
sache, daß nur bei zwei Stationspaaren (Leba-Travemünde und Eldenburg-Plau) 
Seehöhe und Niederschlag ganz gleich sind — allerdings doch kaum verwunderlich, 
wenn man sich der Tatsache erinnert, daß benachbarte Regenmesser sogar des- 
selben Institutsgartens nicht selten Regenhöhendifferenzen aufweisen. Unter den 
Faktoren, die den Niederschlag beeinflussen, scheint die Seehöhe also im Vergleich 
zu dem primären Hauptfaktor der Exposition der Stationen gegen Winde und der- 
gleichen fast sekundär zu sein. 
Besonders übersichtlich wird unsere Tabelle I durch die Gegenüberstellung 
der laufenden Stationsnummern gestaltet, einmal nach der Seehöhe, dann aber nach 
der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge (1. und letzte Kolonne). Hier- 
durch kann für jede beliebige Station schnell ein Urteil gebildet werden über eine 
normale, übernormale oder eine unternormale Regenbegünstigung. 
Zum Beispiel: Daß Elsfleth in der Tabelle I nach der Seehöhe die laufende 
Nummer 8 hat und nach dem Niederschlag die laufende Nummer 100,.sagt uns, daß 
diese Station einen relativ enormen Regenreichtum besitzt. 
Überblicken wir unter diesem Gesichtspunkte noch einmal die Tabelle I, so 
stellt sich heraus, daß nur bei zwei Stationen (Wittenberge und Laage) die laufende 
Nummer bei beiden Arten der Numerierung dieselbe ist (55 und 57). 
Diese Tatsache ist ein neuer Beweis dafür, wie stark andere Faktoren, in unserem 
Falle besonders die Seenähe, das Gesetz über Zunahme des Niederschlags mit der 
Seehöhe zu modifizieren imstande sind. ; 
Anderseits wäre es aber in unserem Falle geradezu verkehrt, bei der Beur- 
teilung der Regenbegünstigung einer Station nach der obigen Methode zu klein- 
lich zu verfahren. Denn es ist zu bedenken, daß bei der laufenden Numerierung 
sine Reihe von Stationen mit gleicher Seehöhe eingereiht sind, die sozusagen dann 
alle das „Recht“ haben,die Nummer zu führen, die zufällig die erste bekommen hat. 
Dieser Erwägung wurde natürlich bei den folgenden Einzelbesprechungen Rechnung 
zetragen.
	        
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