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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Angaben über Ankerplätze und Strömungen im nordwestlichen Teile von Deutsch Neu-Guinea, 41 
Herunterfallen in großen Sprüngen den Berg heruntergingen, wobei sie sich all- 
mählich abkühlten. Sehr viel Bimstein war hier zu haben. A 
Stettiner-Bucht. Die ganze Gegend bis zur Stettiner-Bucht war ver- 
staubt, mehrmals fegten wir tags einen Eimer voll Asche von Deck weg. (Sechs 
Monate später befanden wir uns an der Südküste von Neu-Pommern, südlich 
vom Pago, welcher durch seinen Rauch eine ständige drohende blauschwarze 
Wolke über den Bergen hielt.) Auf unserer Weiterfahrt nach Westen wurden 
die Riffe allmählich wieder deutlicher. sichtbar, An der ganzen Küste bis zur 
Willaumez-Halbinsel fanden wir Ankerplätze nach Belieben. 
Garua-Hafen.‘ Oktober 1913. Laut Karte Nr. 482, Häfen von Neu- 
Pommern, wollten wir zwischen der Garua- und der Schaumann-Insel -durch, 
fanden aber. die Tiefen mit den Angaben der Karte nicht übereinstimmend, 
sondern. die angebliche Durchfahrt riffversperrt. Dagegen fanden wir die nach 
derselben Karte riffversperrte Durchfahrt zwischen der Schaumann- und der Hayn- 
Insel rein. . Nur an der NO-Seite der Schaumann-Insel läuft ein kurzes Riff aus. 
Dampier-Straße. November 1913, Von der Lagunenspitze beim Dorfe 
Talawe (Neu-Pommern, Westküste) steuerten wir nach. Umboi (Rook-Insel) hin- 
über und liefen die Mitte der Ostseite an. Nachdem wir etwas mehr als den 
halben: Weg gemacht hatten, verfärbte sich das Wasser, eine Lotung ergab 25 m 
Tiefe, welche ganz. allmählich bis ' dicht an: den Strand auf 12 m abnahm, Bei 
der ersten Lotung peilten wir Sakar (Tupinier-Insel) höchste Spitze mw. NzW, 
Aus dieser Peilung steuerten wir rechtwinklig auf Umboi zu. Vom Ankerplatze 
peilten wir die Aromot-Insel mw. S!/,W und die Tangi-Spitze mw. ONO°/, 0. 
Marienhafen. Am anderen Tage steuerten wir südwärts nach Marien- 
hafen, hielten die Ritter-Insel in mw. N-Peilung. Auf dem Wege südwärts sahen 
wir beständig Grund und zwischen unserem Wege und dem Lande einige Riffe. 
Nahe der Aromot-Insel nahmen. die Riffe an Zahl zu, wir hatten aber sichtiges 
Wetter, so.daß wir ohne Schwierigkeiten die Handelsstation anlaufen und auch 
später wieder verlassen konnten.  Marienhafen war bei: sehr gutem sichtigem 
Wetter ohne Schwierigkeiten zu. erreichen. Beim Verlassen am” späten. Nach- 
mittage jedoch konnten wir. nur ‚einige ungefähre Peilungen und unsere An- 
steuerungskurse zu Hilfe nehmen, Es gelang, doch kamen wir den Riffkanten 
manchmal sehr nahe. Die Riffe waren nur in unmittelbarer Nähe zu sehen, 
.; Ankerplatz in Marienhafen, Mitte des Hafens auf 10 m Wasser. Im 
inneren Hafen weiter hinein liegen ‚einige schlecht ‘sichtbare Riffe, das Wasser 
erscheint gelbgrün. Strom an der Ostküste von Umboi zwischen 0.6 und 1 Knoten; 
er wechselte viermal in 24 Stunden, Wind flau und mallend, . 
Littin-Insel (Tolokiwa) ist rundum von einem Riff, welches etwa 1000 m 
vom: Lände liegt, umgeben, Es ist öfter durchbrochen. An der SW-Seite, nahe 
dem Strande, liegt ein Riff 6 m. unter Wasser, auf welchem. wir vorübergehend 
ankerten. An der NW-Ecke liegt eine kleine Insel, innerhalb. welcher . man 
ankern kann; man passiere an der Südseite dieser Insel. Wir hielten auf den 
größten Stein auf. dem Strandriff zu; in dessen: Nähe stehen 5 bis 6 Kokos- 
palmen.: Wir ankerten dann auf 30 m Wassertiefe. .. Südlich vom Ankerplatz liegt 
noch ein. kleines Riff; Der Ankerplatz ist von W-bis N durch‘ ein ‚Riff gegen 
die See geschützt, von N durch O bis SW durch die Insel, Aus ‚einem kleinen 
Wasserlauf erhielten wir gutes Trinkwasser, ; 
Long-Insel (Ponno). An.der Südseite, bei einem kleinen Dorfe ganz 
nahe;deim‘ Strande, fanden wir einen notdürftigen Ankerplatz. ‚Der Grund fällt 
schnell zu großen Tiefen ab. Etwas westlich von der SO-Spitze liegt etwa 1 Sm 
vom Strande eine Sandbank mit einzelnen Korallen. Diese Bank ist. des schwarzen 
Sandgrundes‘ wegen schlecht zu erkennen, An der‘ NO-Seite liegt beim Dorfe 
Maloll: etwa !/; Sm vom Strande ‚ein Riff von etwa: 80 m Durchmesser 9 m unter 
Wasser; Wir ankerten verschiedentlich darauf. . Man findet es, wenn man die 
N-Spitze der - Long-Insel.: mit: der : höchsten Spitze, der Crown-Insel (Koru) in 
Deckung bringt. “2 0 
Strom. Im November 1913 fanden. wir.hier kaum merklichen Strom. Im 
April 1914, auf zuletztgenanntem Riff zu Anker liegend; fanden. wir wechselnden
	        
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