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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

LU 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1915, 
Ce 1 : & -. nn, . Br nn 
rs Die Tangente des Kurswinkels sei gleich „—; dann ist 3 und 
cc = — . EA Nach dem Campbelschen Satze aber ist La und darum 
Co = — . —Z. Durch Integration erhält er 
CK = Fluentof 2... =. 
m £ 
Er setzt jetzt tg 1 LP = tg} ßP = t und tg} AP = T und schreibt: 
n T t\. 
CK= nn“ (Fluent- — Fluent 2) ; 
das ist, so sagt er, die Differenz der hyperbolischen Logarithmen von T und t, multi- 
pliziert mit Ze Er fügt hinzu (S. 4), wenn A auf dem Äquator liegt, in «, dann ist 
T gleich dem Radius R und die Längendifferenz 
aC= (In R— Int). 
Wenn nun die Meridiane durch parallele gerade Linien, PQ (Fig. 8), dargestellt 
werden, die auf dem Äquator CQ senkrecht stehen, dann ist die Tangente des Kurs- 
winkels 
n aC m 
nn = CE 5 CB= Eu .aC. 
Nach dem obigen Beweise ist aC = zZ (InR—In t). Folglich ist CB = In R—Int. 
Wenn der Kurswinkel 45° beträgt, so ist n = m und CB = aC., 
In unseren heutigen Sprachgebrauch übertragen, ist der Gedankengang 
Murdochs folgender. Das Element der Länge werde mit d 4, das Element der Breite 
mit de, der Kurswinkel mit 5, der Kugelradius mit R bezeichnet. Dann ist in dem 
unendlich kleinen Dreieck Brb 
rb= R.dg, rB = R-cosgp-di und 
tat R-.cosp-di _ cosgp-d2_ 
85= Rd g 5 do 
tg. IP tgg. 1805 —ig) 
A ST 
fz 
d tg (45° — 1 
ESP ed tg [45° — 1 g,] — In tg [45° — 4 go); 
A 
wo @1 die Breite des Anfangspunktes und ©, die Breite des Endpunktes der Fahrt 
bedeutet. 
tg (45° — 3 gı) ©) 
Ä= ‚In BI, 
1850 4 (459 — $ 9) 
Wenn die Fahrt vom Äquator ausgeht, so ist 
ı 
A MeEES 
und darum ist die der Breite g entsprechende vergrößerte Breite gleich 
1 
In zig = 1a tg (45° + 3 P). 
Wie man sieht, ist der Gedankengang Murdochs derselbe, der noch heute 
für die Ableitung der Formel für die Meridionalteile üblich ist. Die Bedeutung 
des Satzes von Campbel besteht darin, den Ausdruck SP in die leicht integrier- 
bare Form AS zu überführen. 
Hierauf (5. 5) geht Murdoch an seine Hauptaufgabe, eine Formel zur Berech- 
nung der Meridonalteile auf der sphäroidischen Erde zu bestimmen. Er benutzt 
dabei dieselbe Figur wie oben (Fig. 7), die jetzt ein Sphäroid darstellen soll, erzeugt 
durch Drehung einer Ellipse um ihre kleinere Achse PZ. Er setzt den Halbmesser 
4) Siehe oben Gleichung (7) S. 485.
	        
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