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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1915,
Cat- und Freak-Eiland fallen an ihren Ostseiten unter Wasser steil ab,
aber eine Klippe mit 5.5 m (18’) Wasser darüber liegt 1 Kblg südlich von Rice-
Eiland. Man bleibt südöstlich von dieser Klippe, wenn man den Abhang an der
Südseite der Einfahrt zum St. Michaels-Hafen in der Peilung rw. 37° (mw. ONO)
eben östlich freihält von Freak-Eiland. Freak- und Rice-Eiland sind sowohl
untereinander als auch mit dem Festlande durch eine flache Bank verbunden,
die bei Niedrigwasser teilweise trocken liegt.
Die Shoal-Huk ist eine niedrige Huk an der Ostseite der Burnt-Bucht und
liegt 1.6 Sm innerhalb Rice-Eilands. Ein steiniger Rücken erstreckt sich von
der Shoal-Huk aus 1 Kblg weit nördlich, und unreiner Grund erstreckt sich
1 Kblg weit westlich von der Shoal-Huk aus. Stellen mit 6.4 m bis 9.1 m (3!/, bis
5 Fad.) Wasser darüber liegen in 2 bis 21/, Kblg Entfernung rund um die Huk.
Südlich von der Shoal-Huk schieben sich von beiden Ufern der Bucht Untiefen
etwa 2 Kblg weit vor und verbreitern sich zu dem Flach, das sich vom innersten
Ende der Bucht 7 Kblg weit in nördlicher Richtung erstreckt.
Eis. Die Burnt-Bucht friert gewöhnlich ungefähr Mitte Januar zu und
taut etwa Ende April wieder auf, Die Küstendampfer kommen etwa vom 1. Mai
bis zum 10. Januar nach der Bucht.
Ankerplätze bei Sivier-Eiland. Gut geschützten Ankerplatz gegen die
steifen westlichen Herbstwinde findet man vor der westlichen Einfahrt zum
Birchy Island Tickle auf 27 m (15 Fad.) Wasser.
Guten Ankerplatz auf 22 m bis 27 m (12 bis 15 Fad.) Wasser über Kies
und Schlick findet man auf der Bank, die rw. 244° (mw. W1/„N) !/, Sm von der
Südwesthuk Sivier-Eilands liegt. Man kommt auf die Bank, die von viel tieferem
Wasser umgeben ist, wenn man die westlichen Einfahrtshuken von Birchy Island
Tickle achteraus eben in Linie hält.
Tiden. Die Hafenzeit für Lewisport ist 7b 30min, die Springhochwasserhöhe
beträgt 1.2 m (4’), die Nipphochwasserhöhe 0.9 m (3°). Die Tidenströme laufen
in der Bucht ziemlich gerade und haben in den engen Stellen bei Springtide
merkliche Geschwindigkeit; zu jeder anderen Zeit sind sie jedoch kaum fühlbar.
Hafenanlagen. Vor der Bahnstation in Lewisport liegt die Eisenbahn-
ladebrücke, die 6.4 m bis 7,3 m (31/„ bis 4 Fad.) Wasser längsseit und vor
ihrem Kopfe hat. Etwas nördlich davon befindet sich eine große Ladebrücke
einer Holzgesellschaft; große Schiffe laden hier Planken nach europäischen oder
anderen Häfen,
Ankerplatz. Die Wassertiefe in der Burnt-Bucht ist mäßig, und man kann
irgendwo oberhalb Rice-Eilands ankern. Guten Ankerplatz auf 16 m bis 20 m
(9 bis 11 Fad.) Wasser über Schlick findet man vor den Ladebrücken und etwas
südöstlich davon.
Der Ort Lewisport zählte im Jahre 1904 etwa 500 Einwohner, Post- und
Zollämter sind am Orte, auch ein Gasthaus und zwei Warenhäuser.
An der Ostseite nahe am innersten Ende der Burnt-Bucht liegt die kleine
Niederlassung South Side. die mit Lewisport durch eine leidlich gute Straße ver-
bunden ist,
Verkehr siehe Seite 413. ;
Schiffsausrüstung. Cape Breton-Kohlen kann man gewöhnlich von der
Eisenbahnverwaltung kaufen. Proviant und dergleichen ist zu erhalten.
(Fortsetzung folgt.)
Neuere Veröffentlichungen.
Neueste Erscheinungen im Bereich der Seeiahrt und der Meeres-
kunde sowie auf verwandten Gebieten.
a. Werke.
Witterungskunde. „
Hann, J. v.: Zur Meteorologie des Äquators. III. Meteorologie des Hochtales von Quito.
(Aus: »Sitz.-Ber. Akad. d. Wissensch. Wien«.) 8%. 145. Wien 1915. A. Hölder. 045 A.