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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Sokolowsky, A.: Aus der Naturgeschichte der Wale, 
459 
Von den zahlreichen anderen Arten der Gattung Balaenoptera seien nur 
noch der Seihwal (Balaenoptera borealis, Lesson) und der Zwergwal 
(Balaenoptera rostrata, Fabr.), hervorgehoben. Die erstere Art wird nicht 
über 15 m lang, der Zwergwal, der kleinste der lebenden Bartenwale, erreicht 
nur selten eine Länge von 10 m. Die Oberseite des Seihwals ist schwarz, seine 
Unterseite dagegen weiß gefärbt. Er frägt fast 1 m lange Barten. Seine 
Verbreitung erstreckt sich von der Südwestküste Frankreichs, den Küsten 
Nordeuropas entlang bis zum Nordkap. 
Die Farbe des Zwergwales ist auf dem Rücken und zu beiden Seiten 
des Unterkiefers schwarzgrau, unten dagegen weiß, Uber der Mitte der Aufen- 
Mäche der Brustflossen trägt er ein weißes Querband, Seine Barten sind sämtlich 
gelblichweiß, Hauptsächlich ernährt er sich von kleinen Fischen (Mallotus 
arcticus). ; 
In seinem Körperbau weicht der zur Gattung Megaptera gehörende 
Buckel- oder Knollwal (Megaptera boops, Fabr.) sehr von den anderen 
Finwalen ab und nähert sich mehr 
den Glattwalen. Sein Körper wird 
selten länger als 15m, doch besitzt 
er, nach Kückenthal, einen großen 
Leibumfang, der an der dicksten Stelle, 
in der Brustflossenregion, in der Höhe 
!/, bis !/, der gesamten Körperlänge 
erreichen kann. Hinten verjüngt sich 
der Körper sehr stark, wodurch der 
Schwanz schärfer vom Rumpfe abgesetzt erscheint, als dies bei anderen Walen 
der Fall ist. Sein Oberkiefer ist flach und in der Medianlinie mit einem stumpfen 
Keil versehen. Längs dieses Keiles, sowie in doppelter Reihe zu beiden Seiten, 
erheben sich dichte warzige Gebilde, die oben ein kurzes, borstenartiges Haar 
tragen. Solche Knollen finden sich auch in doppelter Reihe längs des Unter- 
kiefers an der hohen Unterlippe. Sie haben dem Tier den Namen »Knollwal« 
von seiten der Norweger verschafft. Buckelwale finden sich in den Meeren 
der nördlichen und südlichen Hemisphäre, Ob sie alle einer und derselben Art 
angehören, ist zweifelhaft. Ihre Nahrung bilden kleine Fische, Mollusken und 
Krebsplankton. 
In den vorstehenden Ausführungen konnte ich nur ein in großen Zügen ge- 
haltenes, allgemeines Bild von der Morphologie und Biologie der Wale geben, 
Diese Schilderungen werden aber genügen, um bei dem Leser. die Überzeugung 
wachzurufen, daß die Erforschung dieser Tiergruppe dem Zoologen eine Fülle 
der interessantesten Aufgaben und Probleme bietet, deren Lösung teilweise mit 
großen Schwierigkeiten verknüpft ist. 
Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
(Amtlich) [Fortsetzung.] 
2. Häfen am nördlichen Teile der Ostküste Neufundlands. 
North Harbour. 
Quellen und Karten wie für die Exploits-Bucht S. 413, 
North Harbour, eine Bucht an der Westseite der Exploits-Bucht, 7 Kblg süd- 
südwestlich von North Harbour Head, ist an der Einfahrt zwischen der Dock-Huk 
im Norden und Birchy Head im Süden 2 Kblg breit und schneidet von da aus 
in westlicher Richtung etwa 7 Kblg weit in das Land ein. Die Wassertiefe beträgt 
in der Einfahrt 40 m (22 Fad.) und nimmt nach dem innersten Ende der Bucht 
auf 15 m (8 Fad.) ab. Der Raum im inneren Teil der Bucht ist sehr beschränkt: 
NE
	        
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