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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1915.
Nordosten und Osten: Archangelsk, Kuopio, Tammerfors, Petersburg,
Moskau, Kiew, Charkow.
Zentraleuropa: München, Bamberg, Wien, Lemberg, Hannover, Magde-
burg, Berlin, Breslau, Warschau.
Norden: Bodö, Haparanda, Hernösand, Kristiansund, Sumburgh Head,
Skudesnäs, Oxö, Uleaborg.
Südliches Ostseegebiet: Keitum, Hamburg, Kiel, Swinemünde, Bornholm,
Neufahrwasser, Memel. a.
Westen: St. Mathieu, Cherbourg; Paris, Clermont, Ile d’Aix, Biarritz, Helder,
Brüssel.
Mittleres Ostseegebiet: Skagen, Kopenhagen, Stockholm, Wisby, Hangö,
Helsingfors, Riga.
Süden: Perpignan, Nizza, Florenz, Neapel, Lesina, Triest,
Nordwesten: Stornoway, Aberdeen, Shields, Hölyhead, Rochespoint,
Valentia, Seilly, Yarmouth,
Die Reihenfolge der einzelnen Gruppen richtet sich nach der mittleren
Jahresgröße. Bei Gruppe I und III macht sich vornehmlich der Einfluß der
geographischen Breite geltend, bei Gruppe II erklärt sich der hohe Jahreswert
aus dem Umstande, daß keine am Meere gelegene Station in dieser Gruppe ent-
halten ist. In den letzteren Gruppen tritt der Einfluß der maritimen Lage
immer mehr hervor, bis schließlich in dem nordwestlichen Gebiet gar keine
Station mehr im Binnenlande liegt.
Die einzelnen Monatsmittelwerte für die verschiedenen Gruppen sind nun
folgende:
Tabelle X.
; ; | | : . . 2
ruppe] Jan. ; Febr, * März | April‘ Mai | Juni , Juli | Aug. Sept. Okt.‘ Nov. Dez. | Jahr | Ampl.
3,07 8.110
Mi 2.40 1.659
ul, 2.62 1.999
IV. 281 2.080
V 2.60 1.519
VI. | 2.28 1.459
VII ! 6 2. 191 (1.879
VIIL ‘ 181 1,90 | 2.16 1.330
Mittel | 3.00 ; 2.92 2.36; 1.79 182 | L78 [1.55 1.48 | 1.90 | 2.16 2.41 2,85 ]2.17° | 1.529
Bei allen Gruppen ist die Veränderlichkeit im Sommer am kleinsten.
Vornehmlich ist es der Monat August, in dem die Variabilität ihren geringsten
Betrag hat; nur im Süden, Westen und Nordwesten tritt dieser kleinste Wert
bereits im Juli ein. Im Wintervierteljahr dagegen haben wir überall die größte
Veränderlichkeit der Temperatur; auch hier findet sich der größte Wert nicht
in einem bestimmten Monat, .
Diese Verhältnisse werden noch deutlicher hervorgehoben durch eine
graphische Darstellung, wie sie in der nachstehenden Figur 2 zum Ausdruck
kommt. Die einzelnen Gruppen erscheinen hier nicht in derselben Reihenfolge
wie in der obigen Tabelle, sondern sind ungefähr der Amplitude nach zusammen-
gestellt worden. Außerdem ist noch aus sämtlichen Gruppen für die einzelnen
Monate das Mittel gebildet und als eine besondere Kurve hinzugefügt worden.
Im allgemeinen besitzen alle diese Kurven eine große Ähnlichkeit, Die
meisten Kurven haben aber im April noch ein mehr oder weniger gut aus-
geprägtes Teilminimum; nur bei der Kurve I, welche die im Nordosten und
Osten gelegenen Stationen umfaßt, fällt es völlig fort. Hier erfolgt vom Maximum
im Februar der Abfall zum kleinsten Wert im August und darauf wieder der
Anstieg zum Februar. Einen ähnlichen Verlauf hat auch die Gruppe des süd-
lichen Ostseegebietes; nur ist hier das Minimum im April gut ausgebildet. In
allen anderen Kurven sehen wir mit Ausnahme der südlichen und nordwestlichen