424 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, September 1915,
tief am 14, ostwärts über Mitteldeutschland fort, und ein anderer folgte am 15.
und 16, von Frankreich nach der Ostsee, mit einem am Morgen des 16. über
dem Kattegat gelegenen tiefen Teilminimum unter 745 mm; ein ebenso tiefes
Teilminimum schritt am 17. und 18. vom Osteingang des Kanals unter Verflachung
nach dem Kattegat, Die Winde wehten in diesen Tagen am 14. leicht und um-
laufend, im übrigen aber vielfach ziemlich lebhaft, überwiegend aus südlichen
und westlichen Richtungen und wie angegeben teilweise steif und stürmisch am
16. und 18. sowie noch auf der Rückseite des zuletzt genannten Teiltiefs teil-
weise am 19.
Vorübergehend trockenes Wetter bis auf geringe Niederschläge im Osten
führte ein Hochdruckausläufer herbei, der im Rücken des nordostwärts ziehen-
den Tiefdruckgebietes über Nacht von Frankreich bis zur Elbe vorgedrungen
war und sich an diesem Tage bis Südschweden und Polen ausbreitete. Aber
dieser Hochdruckausläufer wich schnell ostwärts zurück, da bereits am Vormittag
des 20. ein neuer Tiefdruckausläufer über der Nordsee heranzog. Es folgten
nun bis Ende des Monats eine ganze Reihe von Tiefdruckausläufern, die von
Frankreich vordringend durch Deutschland nach der Ostsee und Rußland fort-
Schritten und wieder täglich ausgedehnte Regenfälle herbeiführten; in diesen
Tagen wehten die Winde meist aus westlichen Richtungen und nur vorüber-
gehend aus Südost, am 29, bis 31. vielfach frisch und stark und, wie angegeben,
an der Ostsee am 30. teilweise steif und stürmisch.
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