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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1915,
Tabelle I. ' A. Abstände der Breitenparallelen vom Äquateor (in Graden).
Berechnete Werte nach der
Gemessene Werte
Breiten
Theorie | Näherungsformel
| Breusings | Nordenskiölds
Breusing | Norden- | Müller-Reinhard
(d’Avezac) | skiöld | Weltkarte ! Organum
109 10 05°
200 20.42
300 31.47
09 43.71
109° 57.91
60° 75.45
700 99.43
800 139.59
10.05° 10.04° a9
20.41 20.39 20.7
31.46 31.42 31.8
43.69 43.63 44.1
57,87 57.77 58.2
75.39 75.20 75.4
99.29 | 98.56 98.9
139.02 ! 137.50 138,7
10.1° 10.0°
203 20.35
31.0 | 31.25
42.8 43.15
56,5 56.95
73:3 73,9
| 1,963 97:3
| 1352 1365
10.09
20.3
31.3
43.1
57.2
74.0
97.6
Tabelle II. B. Breitenabstände für 10° (in Graden),
Gemessene Werte
Breusing Norden- | Müller-Reinhard
(d’Avezac) | skiölds Weltkarte | Organum
Berechnete Werte nach der
Breiten
Theorie | Näherungsformel
Breusings | Nordenskiölds
0—10° 10.05°
10—20° 10.37
20—30° 11.05
30—409 12.24
40—509 14.20
50—60° 17,54
60—70° 23.98 |
70—809 40.16
10.059 10.04° 10.29
10,36 10.35 10.5
11.05 11.03 ıL1
12,23 12.21 12.2
14.18 14.14 14.1
17,52 17.43 17.2
23.90 23.66 23.5 |
39.73 38.64 39.8
10.1°
10.2
10.7
11.8
13.7
16.8
23.0 |
389
10.09 10.0°
10.35 10.3
10.9 11.0
11.9 11.8
13.8 14.1
16.95 16,8
23.4 23.4
39 2
Aus dieser Gegenüberstellung erkennt man sofort, daß sich die nach der
Breusingschen Näherungsformel berechneten Werte den theoretischen noch enger
anschließen als die nach der Nordenskiöldschen. Das ist selbstverständlich, da
Breusing die zehngradigen Breitenabstände wenigstens aus der Summe zweier
Sekanten von je 5° bildet, Nordenskiöld dagegen gleich von 10° zu 10° fort-
schreitet. Breusing sagt weiter an der betreffenden Stelle (a. a. 0. S. 36): »Dem
Leser, der einmal in der Lage sein sollte, sich, ohne Tafeln zur Hand zu haben,
ein annähernd genaues Gradnetz nach Mercators Entwurf zeichnen zu müssen,
würde diese Zeichnung (gemeint ist obige Fig. 1, vgl. S, 380) ein bequemes Hilfs-
mittel sein.« Ähnliches ließe sich von einer nach der Nordenskiöldschen Formel
zu entwerfenden Hilfsfigur sagen, aber es wird dabei von Breusing außer acht
gelassen, daß man in jeder Mercatorkarte behufs Einzeichnung der Positionen
doch auch der Einzelgrade bedarf, Diese aber können nach obigen Formeln
nicht unmittelbar gefunden werden,
Was aber die gemessenen Werte betrifft, so stimmen die von d’Avezac
gewonnenen besser mit denen der Breusingschen Formel überein, wie die Müller-
Reinhardschen mit denjenigen, welche aus der von ihm bevorzugten Norden-
skiöldschen hervorgehen. . Jene bleiben insgesamt nur um 0.32° (== 139.02°—138,7°),
diese um 1.0° (==137.50 — 136.5°) hinter den berechneten Werten zurück,
während die von Nordenskiöld selbst gemessenen volle 2.3° weniger ergeben, als
seiner Hypothese entsprechen würde. Er fügt seiner Gegenüberstellung die
Schlußbemerkung hinzu: »Even the agreement is not so complete as might have
been expected but the differences can be explained by engraving-errors or by
stretchings in the paper.« Danach konnte Müller-Reinhard allerdings aus-
sprechen, daß sich nach seinen Messungen auf der Berliner Kopie die Breiten-
abstände der Mercatorkarte mehr der Nordenskiöldschen Näherungsformel an-
passen, als dessen Messungsresultate auf der Jomardschen Ausgabe,
. Hier liegt aber m. E. jene beträchtliche Täuschung über den Grad der
Übereinstimmung zwischen den gemessenen und berechneten Werten vor, welche
mich veranlaßt hat, der ganzen Frage diese kartometrische Studie zu widmen,
Breusing kommt dabei insofern weniger in Betracht, als er ja die Weltkarte