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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1915.
Seal Bay.
Dieselben Quellen und Karten wie für Roberts Arm S. 326; außerdem Brit. Adm-Krt. Nr. 3320, Plans on
the East Coast of Newfoundland, Plan: Head of Seal Bay.
Die Seal-Bucht erstreckt sich östlich von der Badger-Bucht etwa 8 Sm weit
in südlicher Richtung und endet in einem flachen Becken, in das ein kleiner Fluß
mündet. Sie ist in der Mitte tief und rein, aber bei steifen nördlichen Winden rollt
schwere See hinein, so daß die weiter unten angeführten Ankerplätze nur als mittel-
mäßig bezeichnet werden können. Einige Ansiedler haben sich an der Bucht nieder-
gelassen, hauptsächlich bei Lockport an der Ostseite. Die geographische Lage der
Hook-Huk an der Westseite der inneren Bucht ist 49° 24’ 37” N-Br. und 55° 34’ 22”
W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1915 ist dieselbe wie für die Badger-Bucht.
Landmarken. Burnt-Eiland, nordöstlich von der Einfahrt in die Seal-Bucht,
ist 76 m (250’) hoch, in westsüdwestlicher Richtung 1*/, Sm lang und etwa */, Sm
breit. Thomas Rowsell-Eiland, von Burnt-Eiland durch eine !/, Kblg breite Fahr-
rinne getrennt, ist 37 m (121’) hoch und etwa *!/, Sm breit. Gull-Eiland, etwa */, Sm
südsüdwestlich von Thomas Rowsell-Eiland, ist 19m (62’) hoch. Thimble Tickle Head,
4!/, Kblg südlich von Gull-Eiland, ist eine felsige Huk von 19 m (62’) Höhe, die bei
Hochwasser fast als Insel gelten kann. Thimble Head, an der Südostseite der Einfahrt
zur Seal-Bucht, ist auffällig und felsig. Sein Gipfel ist dicht bewaldet, seine Ab-
hänge fallen nach Osten zu allmählich ab. Etwas mehr als 1 Sm südlich davon
liegt eine 41m (135’) hohe Insel.
Seal Bay Head, an der Westseite der Einfahrt zur Seal-Bucht, ist ein dunkles
felsiges Vorland von 55m (180’) Höhe. Ostsüdöstlich davon und 2*/, Kblg nord-
östlich von Inner Seal Head ragen Klippen 2.7 m (9’) aus dem Wasser. Gull-Eiland,
1.4 Sm südsüdwestlich von Inner Seal Head, ist 56 m (184’) hoch, sein Gipfel ist
nur mit Gras bewachsen. Zwischen Gull-Eiland und der Küste, die hier aus be-
waldeten Hügeln mit steilen Abhängen besteht, sind zwei kleinere Inseln und mehrere
Klippen, die bei Niedrigwasser trocken liegen, und 3 Kblg südsüdwestlich von Gull-
Eiland ragt eine Klippe 3.7 m (12’) aus dem Wasser.
Im innersten Ende der Bucht, vor dem seichten Becken, liegen mehrere
kleine Inseln.
Die Ufer an beiden Seiten der Bucht tragen dicht bewaldete Hügel, die 152 m
Höhe erreichen.
An- und Einsteuerung. Die Ansteuerung ist an der Hand der Karte nicht
schwierig. Auch die Einsteuerung bietet keine Gefahr, wenn man in der Mitte der
Bucht entlang fährt, die hier tief und rein ist.
Das Fahrwasser zwischen Inner Seal Head und den Klippen nordöstlich
davon ist rein. Eine kleine Klippe, bei Niedrigwasser in der Wasserlinie, liegt etwa
31/, Kblg südwestlich von Inner Seal Head, etwa 64m vor den dortigen Küsten-
abhängen; Untiefen erstrecken sich von ihr ?%/, Kblg weit in nordöstlicher und
1/, Kblg weit in südlicher Richtung.
Gull-Eiland hat an seiner Öst- und an seiner Westseite steile Küsten, von
seinem Südende erstreckt sich aber ein Felsenriff 3 Kblg weit in südsüdwestlicher
Richtung. Zwischen Gull-Eiland und den Inseln und Klippen westlich davon führt
eine ziemlich gute Fahrrinne durch, die aber nur unter ortskundiger Führung benutzt
werden sollte.
Im innersten Ende der Bucht, zwischen den Inseln dort, liegen verschiedene
felsige Stellen, und zwei Klippen mit 0.6 m (2’) Wasser darüber liegen in der Richtung
rw. 28° (mw. N0z01/,0) 13/, und 2%, Kblg vom Nordende der größten Insel.
Tiden. Die Hafenzeit für die Seal-Bucht ist 7% 12min, die Springhochwasser-
höhe beträgt 1.4 m (4!/,’), die Nipphochwasserhöhe 0.8 m (2*/,’), der Nipptiden-
hub 0.5 m (1%/4').
Ankerplätze. Side Harbour, eine tief ins Land einschneidende Bucht an
der Westseite der Seal-Bucht, liegt 3 Sm südlich von Gull-Eiland. Untiefen liegen
an der Ostseite ihrer Einfahrt. Die Fahrrinne westlich davon ist ziemlich gut, aber
nur 1!/, Kblg breit. Innerhalb der Untiefen findet man Ankerplatz auf 27 m bis
38 m (15 bis 21 Fad.) Wasser, der Grund ist aber felsig, und nordöstliche Stürme
werfen See hinein.