accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
361 
den Untiefen Buzzard und Reynolds durch, dann umfahre man das Südwestende 
von Bridges-Eiland. in angemessenem Abstand und steuere wie .eben angegeben 
ist weiter, 
Küstendampfer, die durch Flat Rock Tickle einlaufen und direkt nach dem 
inneren Hafen wollen, benutzen auch die schmale aber reine Durchfahrt zwischen 
Pilley-Eiland und der schmalen Bank, die sich von Fox-Eiland in nordöstlicher 
Richtung erstreckt. 
Die Durchfahrten östlich von den Inseln Bridges, Picnic und Graveyard 
eignen sich nur für kleine Schiffe. 
Ankerplatz. Der Raum zum Ankern ist beschränkt, so daß Schiffe entweder 
vermuren oder das Heck an den Klippen an einem der zahlreichen weißen Ring- 
bolzen festmachen müssen. 
Eine Ladebrücke für Erz ladende Schiffe ist vorhanden. Eine viereckige 
hölzerne Verholtonne ist südlich von der Brücke verankert. 
Kleine Reparaturen und Gußstücke bis zu 20 t Schwere wurden früher 
von den Werkstätten der Eisenkiesgrube angefertigt. Seitdem diese aber ihre Ar- 
beiten eingestellt hat, kann man nicht mehr auf dergleichen rechnen. 
Ein Dorf mit einer Dampfsägemühle liegt am innersten Ende des Hafens. 
Nicht weit davon befindet sich eine Eisenkiesgrube, die mehrere Jahre im Betrieb 
war und große Mengen Erz, hauptsächlich für die Vereinigten Staaten, lieferte. 
12 bis 14 Dampfer beförderten im Jahre durchschnittlich 38 000 t Erz im Werte 
von 180 000 $. Im Jahre 1900 wurden die Arbeiten der Grube eingestellt, aber 
man hofft, daß weitere Ausbeutung vorgenommen werden wird. Die Einwohner- 
zahl des Dorfes hat seitdem beträchtlich abgenommen, im Jahre 1900 betrug 
sie etwa 450. 
Dampfer kommen auf dem Wege von und nach der Burnt-Bucht im Sommer 
und Herbst zweimal wöchentlich nach dem Hafen. Im Winter besteht unregelmäßiger 
Überland-Postdienst. Die nächste Telegraphenstation ist in der Little-Bucht. 
Ein Bote dorthin braucht bei gutem Wetter 4 Stunden und kostet 3 $. 
Proviant und Ausrüstung sind in mäßigen Mengen zu bekommen. 
Kohlen waren, solange die Grube im Betrieb war, gewöhnlich 200 bis 300 t auf 
Lager. 
Little Harbour ; 
ist eine schmale Förde von 4 Kblg Länge. Ihre Einfahrt liegt nordöstlich von Bridges- 
Eiland, ist schmal und durch Klippen zum großen Teil versperrt, so daß nur Boote 
und sehr kleine Fahrzeuge einlaufen können. 
Tommys Arm. _ 
Dieselben Quellen und Karten wie für Roberts Arm S. 326. 
Tommys Arm, westlich von Raft Tickle, erstreckt sich von Sops Head, an 
der Südseite der Einfahrt, beinahe 2 Sm weit in westsüdwestlicher Richtung und 
bietet geschützte Ankerplätze auf 33 m bis 37m (18 bis 20 Fad.) Wasser. Die 
geographische Lage von Sops Head ist nach der Karte 49° 28.2’ N-Br. und 55° 
45.3’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1915 beträgt 31° W, ihre jährliche Ab- 
nahme 4’, 
Landmarken. Die Küste westlich von Raft Tickle ist hoch und beinahe 1 Sm 
weit dicht bewaldet. Sops Head ist hoch, dicht bewaldet und auffällig. 1/1 Sm 
westlich davon und %/, Kblg vor der Südseite des Armes ragt eine kleine Klippe 
1.2 m (4’) aus dem Wasser. In der Mitte des Armes liegt eine bewaldete, 24 m (80°) 
hohe Insel; eine 1.5 m (5’) hohe Klippe liegt 1*/, Kblg westsüdwestlich, eine 1.2 m 
(4’) hohe Klippe 1!/, Kblg nordnordwestlich vom westlichen Ende der Insel. 
An- und Einsteuerung. Die Küste westlich von Raft Tickle fällt unter Wasser 
ziemlich steil ab. Etwa 3 Kblg westlich von Raft Head liegen aber vor einem kleinen 
Küstenvorsprung, Hogs Nose genannt, einzelne Klippen. Die innere davon, mit 
4.6 m (15°) Wasser darüber, liegt 2%/, Kblg von Raft Head, *!/, Kblg vor der Küste. 
Die beiden äußeren, mit 5.5 m Wasser darüber, liegen in der Richtung rw. 207° 
(mw. SWzW1!/,W) und 217° (mw. WSW) 2 Kblg von Raft Head. Küstenlotsen 
fahren gewöhnlich zwischen den Klippen und der Küste durch.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.