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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Kanal 
3. Kanal 
4. Kanal von 
Curzola 
und Meleda 
Defant, A.:R. v. Sterneck, Über Seiches an den Küsten der Adria, 
355 
Gebiet desselben 
und Schwingungsform 
Schwingungs 
dauer T 
in Stunden 
und Beob- 
achtungsort 
Th : 
Mittlere Tiefe Länge des Gemessene 
des Kanals | Kanals Länge 
ha in m ber, aus T des Kanals 
| in km in km 
längs der Küste von Traü bis über 
die Narenta-Mündung. Nordwest- 
liches Ende offen, das südöstliche ge- 
schlossen, 2 Knoten: am offenen 
Ende und in ?%, der Länge (am Ost- 
ende von Lesina) 
Spalato 2.6] 
Makarska2,5 
(gleich- 
gerichtet) 
nordwestl. 
Teil 59.7 
güdöstl., Teil 
344 
154 
145 
Jängs der’ ganzen Halbinsel Sabbion- 
cello, beiderseits offen. 2 Knoten 
an den Enden. 
Trstenik 1,53 
75.8 
[x 
ı 4 
Auch in kleineren Kanälen, die durch Vorlagerung kleinerer Inseln ent- 
stehen, treten Schwankungen des Meeresspiegels auf; in allen Fällen bleibt, wie 
bei den größeren Kanälen, die tatsächlich gemessene Länge des schwingenden 
Kanals gegenüber der aus der Merianschen Formel berechneten um einige 
Prozente zurück. Diese Verlängerung der Schwingungsdauer führt v. Sterneck 
wieder auf die Reibung zurück; es wäre aber auch möglich, daß hierin der Ein- 
fuß der Konfiguration des Kanals auf die Schwingungsdauer zur Geltung kommt, 
der bei Kanälen ziemlich groß sein kann. Bei größerem Beobachtungsmaterial 
wäre eine Entscheidung auch in dieser Richtung möglich. 
Über die natürliche Grenze der niederländischen Küste in Verbindung 
mit der Senkung des Bodens. 
; - Unter Benutzung eines Vortrages von Prof. Dr. Eug. Dubois 
auf dem XV. Niederländischen Kongreß für Naturkunde und Gesundheitspflege am 9. u. 10. April 1915, 
Die sich in einem Bogen in Form eines gestreckten S nach Süden bis 
Calais und im Norden bis zu den Ostfriesischen Inseln ausdehnende niederländische 
Küste ist mit ihrer mehr geradlinigen Verlängerung an der Deutschen Nordsee- 
küste als eine physisch-geographische Einheit zu betrachten, weil sie mit ihrem 
unmittelbar dahinter belegenen Festland überall auf dieselbe Weise durch natür- 
liche Vorgänge entstanden ist und instand gehalten wird. Es ist auffallend, 
daß an dieser Küste unverkennbar eine gewisse Stabilität besteht, obgleich sie 
doch größtenteils durch Sand und andere lose sandartige‘ Grundstoffe bis zu 
bedeutenden Tiefen gebildet ist und obgleich längs dieser Küste starke Gezeiten- 
strömungen herrschen. Historische Unterlagen und Messungen haben in keinem 
Teile eine allgemeine und fortschreitende Verschiebung der Küstenlinie land- 
wärts bewiesen, im Gegenteil hat sich. in der jüngsten geologischen Vergangenheit 
eine Verschiebung seewärts herausgestellt. Es hat somit in diesem Gebiet über- 
wiegend Anwuchs der Dünen an der Außenseite und nicht Erosion und Abnahme 
des Dünenfußes stattgefunden, Durch den Anwuchs ist die Düne als Begrenzung 
der Nordsee entstanden und wird sie als solche erhalten, was sich aus dem 
ergibt, was unter der Düne in seiner ganzen Breite liegt, wenn auch nicht überall 
in ihrer Längenrichtung. Die obere Schicht, worauf die Dünen aus Flugsand 
unmittelbar ruhen, enthält dieselben Muschelarten in demselben Verhältnis wie 
der gegenwärtige Strand und ist deshalb als alter Strand mit Muscheln anzusehen. 
Die Düne ist mehr als bis zu 4 km breit, ein Strand von dieser Breite aber ist 
undenkbar, so daß die jetzige Düne durch allmählichen Anwuchs und Verschiebung 
des Strandes seewärts entstanden sein muß... Die höchsten Muschelbänke unter
	        
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