314 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1915.
daß also der Gradient eine lineare Funktion der Zeit ist. Setzt man die Werte (8)
in Gleichung (7) ein, so erhält man durch Ausführung der Integration:
Al Abt) + (a, Ha) op Abt Ka
Wa ETF
k (b; + bi t) — 4 (a, + a, %) ph Al
Ta Pa
Hier führen wir den Normalwind nach den Definitionsgleichungen (3) ein,
die unabhängig davon sind, ob der Druckgradient sich konstant hält oder nicht.
So bekommt man:
“x
2b, --ka
| u, =W.,—2k er A
kbi—da
| u, =w.—2k 7!
Die hier gefundenen u, und u, sind nach den Gleichungen (6) die Kom-
ponenten eines Vektors, der die Geschwindigkeit für den Fall darstellt, daß keine
freien Schwingungen vorkommen.
Wenn für t=0
so wird:
F =—
und man hat immer:
CO =C, =0
Y = U.
Freie Schwingungen werden dann nie auftreten. Wenn der individuelle Gradient
eine ganze lineare Funktion der Zeit ist, werden also durch Gradientenänderungen
freie Schwingungen nicht erzeugt werden.
Ist dagegen zur Zeit t=0 v verschieden von u, so bekommen wir in
derselben Weise wie oben für den Fall des konstanten Druckgradienten:
f Cr = 6
=
und also nach (6):
12) Yx= U, + e7kt [65. o— Wo) Sin Ätt (Va o— Ug,0) COS A t]
V= U, + ek! [— (Yz.o— U, o)Sin At-+ (Fo —1,, 0) COS A t]
„X
Wir denken uns jetzt, daß «& längs einer gebrochenen Linie variiert,
d(«G
wie etwa in der Figur dargestellt. In der Zeit von t, bis t, soll ad at 0 und
d (« G.) . ee - . d (« G.) d (@ G,)
ar =" sein, in der Zeit von t, bis t, soll ar =" und — 977 = bi"
sein, und so weiter.