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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1915.
auf 755 mm einstellen. Dann bedeuten Ablesungen 768 bis 759 schönes,
759 bis 755 veränderliches Wetter, 755 bis 751 im Felde A 500 bis 120 Sm Ent-
fernung von der Mitte des Taifuns, 751 bis 746 im Felde B 120 bis 60 Sm,
746 bis 739 im Felde C 60 bis 10 Sm Entfernung und 739 mm oder weniger im
Felde D unmittelbare Nähe des Wirbels, und man würde aus der Zeit, worin
das Aneroid, etwa von 751 bis 746 mm, fällt auf die Geschwindigkeit der
Annäherung des Wirbels schließen. Wie weit diese Schlüsse richtig sind, hängt
dann nur noch davon ab, ob die P. AlgueEschen Angaben ausnahmslos zutreffend
sind; von denen mag zunächst gesagt werden, daß wir keine besseren haben,
2. Soll uns demnach das Aneroid-Barometer Auskunft über Vorhandensein,
Entfernung und Geschwindigkeit der Annäherung eines Taifuns geben, so soll
uns der andere Teil des Instruments,
das Zyklonometer, über die Peilung, in der man den Taifun hat, und
über dessen Fortpflanzungsrichtung Auskunft geben. Die Taifunscheibe ist
durch vier konzentrische Kreise in vier Felder geteilt, auf denen die Winde in
500 bis 120 Sm, in 120 bis 60 Sm, in 60 bis 10 Sm Entfernung von der Mitte
und in unmittelbarer Nähe eines Taifun-Wirbels durch Pfeile dargestellt sind.
Die vier konzentrischen Felder A, B, C, D auf dem Zyklonometer entsprechen
den nebeneinander liegenden Feldern A, B, C, D des Aneroid-Barometers. Durch
den Mittelpunkt der drehbaren Taifunscheibe geht ein dicker schwarzer Pfeil.
Einstellung des Zyklonometers. Den dicken schwarzen Pfeil in der
Mitte der Taifunscheibe stellt man auf die vermutliche Fortpflanzungsrichtung
des Orkans ein. Man entnimmt diese den Karten, die dem Instrument beigegeben
werden, oder anderen, z. B. den Monatskarten für den Indischen Ozean. Die
Taifunscheibe ist dann so orientiert, daß man rechts und links von der Orkan-
bahn in jedem Felde drei, vor und hinter der Orkanbahrn in jedem Felde fünf
kleine Windpfeile hat.
Peilung des Taifuns. Mit Hilfe des Buys-Ballotschen Gesetzes ist
man zwar über die ungefähre Peilung der Orkanmitte unterrichtet, genauer
bestimmt man sie aber mit Hilfe der langen Nadeln des Instruments, Es
empfiehlt sich, dazu stets zuerst die sogenannte Doppelnadel zu benutzen, d. h.
die, auf deren einem Ende sich eine kleine, auch drehbare Nadel befindet. Man
stellt das glatte Ende der Doppelnadel auf den Windpfeil ein, der der herrschenden
Windrichtung entspricht, und zwar sucht man den Windpfeil in dem Felde A,
B, C oder D auf, in dem zur Zeit der Zeiger des Aneroid-Barometers steht.
Das Ende der Doppelnadel, das die kleine Nadel trägt, zeigt jetzt nach der
Richtung, in der man den Orkan von sich hat.
Um auch die Bahn des Orkans bestimmen zu können, muß man außer
der ersten Barometerablesung und Windrichtung, wonach die Doppelnadel ein-
gestellt ist, noch eine zweite Barometerablesung und eine gleichzeitige Wind-
richtungsangabe haben. Nach dieser stellt man zunächst, wie vorher das glatte
Ende der Doppelnadel, jetzt das glatte Ende der einfachen Nadel auf die zweite
Windrichtung (wieder in dem Felde, in dem der Zeiger des Aneroid-Barometers
z. Z..steht) ein. Dann zeigt das mit einer Teilung versehene Ende der einfachen
Nadel nach der Richtung, in der man jetzt die Taifunmitte von Sich hat.
Bemerkt werden mag hierzu, daß nach P. Algu& die glatten Enden der langen
Nadeln stets auf das Schaftende (starting Point) der Windpfeile eingestellt
werden sollen, daß es aber bei der Ungenauigkeit der Windrichtungs- und
sonstigen Angaben auf derartige Feinheiten gar nicht ankommt; solche Genauig-
keiten sind weder notwendig noch gibt sie das Instrument her.
Um aus den beiden Richtungen, worin man den Orkan bei der ersten
und bei der zweiten Einstellung von sich hatte, dessen Bahn zu bestimmen,
muß man die gleichzeitigen Barometerablesungeu zu Hilfe nehmen und damit
zunächst eine kleine Rechnung anstellen, Nach der sogenannten Fournierschen
Regel bestehen zwischen der Höhe des Luftdrucks in einem Orkan und der
Entfernung von dessen Mitte die folgenden Beziehungen a == aD wobei B
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den Barometerstand an der äußersten Grenze eines Orkans (der rote Pfeil des