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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland. 
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I Ankerplätze. Harry Harbour, eine kleine Bucht an der Nordwestseite 
von Western Arm, eignet sich nur für kleine Schiffe. In der Einfahrt, die 
1.3 Sm westlich von Blackberry Head liegt, sind bei Niedrigwasser nur 2,7 m 
(9’) Wasser. ; ; 
Bear Cove, südwestlich von Harry Harbour, schneidet etwa !/, Sm weit 
ins Land ein und ist etwas weniger als 2 Kblg breit, Die Wassertiefe darin be- 
trägt 16 m bis 38 m (9 bis 21 Fad.). 
Südwestlich von der Windsor-Huk und nahe beim innern Ende des 
Western-Armes findet man Ankerplatz auf 31 m bis 37 m (17 bis 20 Fad.) Wasser. 
Welsh Cove, an der Südostseite von Western Arm, ist in östlicher 
Richtung etwa 31/, Kblg lang und 2 Kblg breit. Die Einfahrt dieser Bucht ist 
schmal und zwischen der Untiefe vor der nördlichen Einfahrtshuk und der Klippe 
vor der südlichen Einfahrtshuk nur !/, Kblg breit. Die Wassertiefe in der Ein- 
fahrt beträgt 7.3 m (4 Fad.), in der Bucht 123 m von den Ufern noch 15m 
bis 24 m (8 bis 13 Fad.). Schiffe von mäßiger Länge finden guten Ankerplatz 
über Schlick auf 22 m (12 Fad.) Wasser. ; 
Ankerplatz auf 27 m (15 Fad.) Wasser über Schlick findet man auch west- 
lich von der Kupfergrube, die 1!/, Kblg nördlich von der nördlichen Einfahrts- 
huk von Welsh Cove liegt. 
Dollond Arm, westlich von Welsh Cove, bietet kleinen Fahrzeugen Anker- 
platz vor der Einfahrt auf 27 m Wasser. 
Die Dampfer, die von der Burnt-Bucht nach der Notre Dame-Bucht fahren, 
kommen im Sommer und Herbst wöchentlich einmal nach Western Arm, 
Fortsetzung folgt. 
Kleinere Mitteilungen. 
A. Nordlind: Einige Bemerkungen über das Klima der historischen 
Zeit nebst einem Verzeichnis mittelalterlicher Witterungserscheinungen. 
In Lunds Universitets Ärsskrift N. F. Afd. 1, Bd. 10, Nr. 1 ist kürzlich 
unter obigem Titel eine Abhandlung erschienen, die viele Berührungspunkte mit 
Speerschneiders historischen Darlegungen der Eisverhältnisse der dänischen 
Gewässer in älterer und neuerer Zeit (vgl. Annalen d. Hydr. u. s. w. 1915 Heft 5) 
gemeinsam hat. Die Arbeit ist anscheinend gänzlich unabhängig von der dänischen 
Arbeit entstanden, sie nimmt in ihren Schlußfolgerungen auch Stellung zu der 
Arbeit von Pettersson über die Klimaschwankungen in historischer Zeit (vgl. 
Annalen d. Hydr. u. s. w. 1914 Heft III bis V). 
Nordlinds Veröffentlichung erstreckt sich auf das Studium der Jahre 
709 bis 1500 — sie ist veranlaßt »durch die Oberflächlichkeit, womit die histo- 
rischen Quellennachrichten bisher behandelt worden sind, insbesondere betreffs 
Mittel- und Nordeuropa«. Es lagen bislang vornehmlich zwei historische Arbeiten 
vor, die für die Frage von Klimaschwankungen in historischer Zeit benutzt wurden, 
1824 war eine Arbeit von Ehrenheim »Über die Beweglichkeit der Klimate« 
erschienen, die die Überlieferungen gesammelt, aber nicht kritisch geprüft hatte. 
Diese Arbeit hat dann die Grundlage für die Klimabetrachtungen der historischen 
Zeit gebildet, eine Prüfung der Grundlagen hat nie stattgefunden. 80 Jahre 
später, 1904, erschien Hennigs »Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse 
von den ältesten Zeiten bis‘! zum Jahre 1800«, über die Nordlind folgender- 
maßen sich äußert: »Es ist. höchst peinlich, diese Arbeit, die doch mit solchem 
Fleiße zusammengebracht ist, beurteilen zu müssen, Jedenfalls, was die ältere 
Zeit betrifft, ist sie so gut wie wertlos u. s. w.. Es ist mir darum nötig erschienen, 
ins Gebiet der Sage alle die Übertreibungen zu verweisen, zu denen ein Katalog 
wie der genannte den Ursprung gegeben hat.«
	        
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