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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

252 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1915, 
die Sendestationen I und II unseres Schemas. Sie sind in freundlichster Weise 
von der russischen Militärverwaltung für die internationalen Versuche zur Verfügung 
gestellt worden. Petersburg bildet gleichzeitig die Hauptstation für die Versuche 
der British Association (A) und wird deshalb in den Stunden um die Totalität herum 
eine fortlaufende Reihe von Zeichen geben. Die Wellenlängen der anderen Sende- 
stationen sind. sehr verschieden von derjenigen Petersburgs gewählt, so daß keine 
erheblichen Störungen durch das gleichzeitige Senden der Stationen IL, III, LV, V 
zu befürchten sind. In Rücksicht auf die große Bedeutung der Versuche A müssen 
derartige Störungen unter allen Umständen vermieden werden. 
Als Halbschattensendestationen (LII, IV, V) werden einige der besten und 
stärksten Stationen Deutschlands und Frankreichs an den Versuchen teilnehmen: 
Nauen, Norddeich, Paris, die ebenfalls in liebenswürdigster Weise von den Besitzern 
für die Versuche freigegeben wurden. * 
Name, Wellenlänge und Sendeart der Stationen sind mithin folgende: 
I. Petersburg 5000 m Tiefer Ton 
II. Bobruisk 2500 m Mittlerer Ton 
[II. Nauen 9400 m!) Hochfrequenzmaschine 
IV. Norddeich 1650 m Tönende Funken (1000) 
V. Paris 2200 m Mittlerer Ton. 
Die Stationen sollen abwechselnd je 2 Minuten geben, und zwar erst einen 
Buchstaben, dann je 4 Striche von 10 Sekunden Dauer mit 10 Sekunden Pausen. 
Wenn die 5 Stationen hintereinander geben, dauert eine „‚Serie‘‘ also 10 Minuten, z.B. : 
Beispiel einer Serie: 
Bobruisk 10% 0m bis 10% 2m Petersburg 10% 6m bis 10% 8m 
Paris 10% 2m „ 10h 4m Nauen 104 8m „„ 10b 10m 
Norddeich 10% 4m „ 10b 6m 
In der Zeit von 11» 30m bis 13b 30m (Greenwich) werden am 21. August 
diese Serien ununterbrochen hintereinander gegeben, so daß jede Station alle 
10 Minuten 2 Minuten gibt; von 10% 0m bis 11% 30m und von 13l 30m bis 15% 30m 
werden zwischen zwei Serien Pausen von 10 Minuten gemacht, so daß jede Station 
nur alle 20 Minuten je 2 Minuten gibt. Petersburg gibt außerdem, wie gesagt, 
für die Versuche der British Association eine fortlaufende Reihe von Buchstaben 
von 11%.40m bis 13% 20m, die nur durch kürzere Pausen und die Striche für 
unsere Versuche B unterbrochen wird. 
Am Tage vor der Sonnenfinsternis, also am 20. August 1914, wird das gleiche 
Programm gegeben und von den Empfangsstationen beobachtet werden. 
Die Konstanz der Intensität und der Wellenlänge der Sendestationen wird 
durch Hitzdrahtamperemeter und Wellenmesser auf den Stationen selbst kontrolliert, 
außerdem die Stärke der Emission, wenn möglich, durch eine nahe gelegene Emp- 
fangsstation. 
Außer diesen internationalen Versuchen mit langen Wellenlängen und auf 
große Entfernung sind Versuche mit kürzeren Wellen und auf geringe Entfernungen 
in Schweden und Süd-Rußland geplant. 
Die Empfangsstationen. 
Empfangsstationen gibt es nur in geringer Anzahl nordöstlich der Totalität, 
da die Petersburger Empfangsstationen, weil die Militärstation dauernd die Zeichen 
für Versuche A gibt, nicht empfangen können. Innerhalb des Weges des Kern- 
schattens ist in Schweden, Norwegen und Rußland eine genügende, im Halbschatten 
südwestlich der Totalität, also in Deutschland, Frankreich u. s. w. eine reiche Anzahl 
von Empfangsstationen vorhanden. Die Organisation der Empfangsstationen ist 
naturgemäß den einzelnen Ländern überlassen. 
Die deutschen und schweizerischen Empfangsstationen, welche sich erboten 
haben, an den Versuchen teilzunehmen, erhalten 1 bis 2 obligatorische Sendestationen, 
1) Die Wellenlänge ist so hoch gewählt worden, um Störungen mit der Dauersendung von 
Petersburg zu vermeiden. und um den Bereich der Wellenlängen zu vergrößern.
	        
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