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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1915. 
Das Hauptgewicht wird von dieser Kommission auf die Erforschung der 
Unregelmäßigkeiten der drahtlosen Übertragung gelegt, während die Erforschung 
der Natur der Irrgänger an zweiter Stelle steht. 
Die Kommission zählt folgende Mitglieder: 
M. Wien (Jena) ‚  Ferrie 
K. E, F. Schmidt (Halle) | R. B. Goldschmidt 
Benndorf ‚Graz) Vanni 
Abraham (Paris) ‚ Wolf (pöre) 
Duddell London) 
Es wurde ein Arbeitsausschuß aus den Herren gebildet: 
Duddell (Vorsitzender) 
M. Wien (Stellvertretender Vorsitzender) 
Goldschmidt ‘Schriftführer) 
Als Sendestation wurde von Goldschmidt die von ihm in Laeken errichtete 
Großstation zur Verfügung gestellt. 
Der Ausschuß der British Association wurde nach einem Vortrag von 
Fleming gegründet, auf dessen Inhalt im Abschnitt VI schon eingegangen 
ist. Er besteht aus den Herren: G. G. Brown, C. Chree, W. Eccles (Ehren- 
schriftführer), A. G. Eddington, J. Erskine-Murray, J. A. Fleming, G. W. 0. Howe, 
Sir Oliver Lodge (Vorsitzender), H. M. Macdonald, Sir Henry Norman, H. Riall 
Sankey, A. Schuster, W. N. Shaw, S. P. Thompson und hat sich im Gegensatz zu 
dem internationalen Ausschuß die Aufgabe gestellt, in erster Linie das Wesen der 
Irrgänger zu erforschen und daneben auch die Unregelmäßigkeiten im drahtlosen 
Verkehr. Es werden von ihm drei Arten von Irrgängern unterschieden, „die eine 
Art ist ein mehr oder minder andauerndes, schnarrendes oder knarrendes Geräusch 
(Knarren, englisch: „grinders‘‘); eine andere Art besteht aus scharfen vereinzelten 
Schlägen (Knacken, englisch: „clicks‘“); eine dritte Art besteht aus einem summenden 
oder kreischenden Geräusch (‚‚Summen“ oder „Pfeifer,“ englisch: ‚„hum“ bzw. 
„sizzle‘‘) und ist häufig während einer Bö zu hören.“ 
XI. Die bisherige Tätigkeit der Kommissionen. 
Die internationale Kommission, deren Ehrenvorsitz der König von Belgien 
annahm, hat bereits am 6., 7. und 8. April 1914 eine größere Tagung in Brüssel 
abgehalten. Über die Verhandlungen und Vorträge sollte ein fortlaufender Bericht 
unter dem Titel „Bulletin de la com- 
mission internationale de tele- 
graphie sans fil scientifique, 
T. S. F, SS.“ herausgegeben werden, von 
dem bereits das erste Heft mit den Ver- 
handlungen der ersten Tagung erschienen 
ist. Auf der Tagung in Brüssel wurden 
eine große Reihe von Vorträgen ge- 
halten; unter anderen berichtete auch 
Eccles über einen von dem Ausschuß 
der British Association entworfenen Ar- 
beitsplan über Versuche, die bei der 
Sonnenfinsternis am 21. August 1914 
gemacht werden sollten. Es wurde be- 
schlossen, in besonderen Fällen mit der 
englischen Kommission gemeinsam zu 
arbeiten. 
Besonderes Interesse verdient die Neugestaltung der Brüsseler Station für 
drahtlose Telegraphie, die bei den meisten Versuchen als Sendestation dienen sollte. 
Sie hatte bisher eine größte Höhe von 120 m. Es sollte am 1. August 1915 mit dem 
Bau einer sehr großen Antennenanlage begonnen werden, deren Anordnung aus 
der Fig. 22 hervorgeht und die eine größte Höhe von 333 m besitzen und Wellen 
von 2500 bis 7000 m ausstrahlen sollte. 
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