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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1915.
Der beste Ankerplatz in Seal Cove ist vor der Ladebrücke an der Nord-
seite der Bucht auf etwa 20 m (11 Fad.) Wasser.
Schiffsausrüstung. Begrenzte Mengen Hammelfleisch und Gemüse kann man
im Herbst von den Bewohnern der Häuser an der Nordseite von Seal Cove kaufen.
Wild Cove.
Dieselben Quellen und Karten wie für Southern Arm und Seal Cove 8. 221, mit Ausnahme der
Brit. Adm-Krt. Nr. 3125.
Wild Cove, etwa 4.5 Sm nordnordöstlich von Southern Arm, erstreckt sich
/, Sm weit in ostsüdöstlicher Richtung und bietet bei ablandigen Winden guten
Ankerplatz. Im innersten Ende der Bucht stehen einige Häuser, von denen die
meisten aber nicht bewohnt sind, da ihre Eigentümer nach Sops Arm ausgewandert
sind, wo sie in der Sägemühle regelmäßige Arbeit finden. In die Nordostecke
von Wild Cove mündet ein kleiner Fluß. Die geographische Lage der südlichen
Einfahrtshuk ist nach der Karte etwa 49° 59,5’ N-Br. und 56° 19.5’ W-Lg. Die
Mißweisung für das Jahr 1915 beträgt 31.4° W, ihre jährliche Abnahme etwa 4’.
Landmarken. Die Patridge-Huk an der Ostseite der Einfahrt zur White-
Bucht ist der Ausläufer eines niedrigen, felsigen Küstenvorsprungs am Fuße der
hier allmählich abfallenden, beinahe kahlen Hügel. Die Hügel hinter der felsigen
Küste zwischen der Hard-Bucht (1!/, Sm südwestlich von der Patridge-Huk) und
Wild Cove sind steil und bewaldet.
An- und Einsteuerung, Die Patridge-Huk fällt unter Wasser steil ab, und
Schiffe können dicht davor entlangfahren. Bei vorherrschenden östlichen Winden
ist jedoch zu berücksichtigen, daß dann oft starker Strom auf Land zu Setzt,
Die Küste zwischen dieser Huk und Wild Cove ist steil und rein, es liegen nur
einige Sandbänke mit 14.6 m bis 18 m (8 bis 10 Fad.) Wasser darüber in !/, bis
/, Sm Abstand von der Küste.
Wild Cove ist im allgemeinen rein, und die Wassertiefe nimmt nach außen
allmählich zu. Im innersten Ende der Bucht jedoch, vor dem dortigen Sand-
strand, dehnt sich ein seichtes Flach beinahe 1’/, Kblg weit aus, und in der Süd-
ecke der Bucht ist eine Stelle mit Klippen, die bei Niedrigwasser 0,6 m (2’) aus
dem Wasser ragen.
Ankerplatz. Man ankert auf 16.5 m bis 24 m (9 bis 13 Fad.) Wasser über Sand.
Lobster Harbour,
eine kleine runde Bucht !/, Sm südwestlich von Wild Cove, wird häufig von
Fischern aufgesucht. Zwei kleine Felseninseln beengen die sonst ziemlich ge-
räumige Bucht. Ein Fahrwasser mit 1.2 m (4’) Wassertiefe führt westlich, ein
anderes mit 1.8 m (6’) Wassertiefe östlich von den Inseln entlang.
Little Lobster Harbour,
5 Sm nordöstlich von Wild Cove, liegt noch an der Wild-Bucht und wird im
Sommer von kleinen Fahrzeugen, deren Mannschaften in der Umgegend fischen,
als Ankerplatz benutzt.
St. Barbe Harbour.
Dieselben Quellen und Karten wie für Wild Cove, S. 222,
St. Barbe Harbour heißt eine kleine Bucht an der Südküste der östlichen
St. Barbe-Insel, Der Hafen liegt etwa 1.9 Sm von ihrem Südostende und wird
von kleinen Schiffen als Ankerplatz benutzt. Er ist rein, aber nach Südwesten
offen. Seine geographische Lage ist nach der Karte etwa 50° 12’ N-Br. und 55°
43.5’ W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1915 beträgt 31.9° W, ihre jährliche
Abnahme etwa 4,
Allgemeines. Die beiden St. Barbe- oder Horse-Inseln liegen ostnordöstlich
von der Patridge-Huk. Die westliche ist in östlicher Richtung 2%, Sm lang und
etwas mehr als 1 Sm breit; eine Landzunge springt von ihrer Nordseite etwa
4 Kblg weit vor. Die Insel erreicht 152 m (500’) Höhe und hat von Süden oder
Südwesten aus gesehen die Form eines glatten, spitzen Gipfels. Bewohnt ist die