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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

Ludewig, P.: Der, Einfluß meteorologischer Faktoren auf die drahtlose Telegraphie. II. 201 
IV. Die Ergebnisse der Tagesversuche. 
Diese Formeln gelten naturgemäß nur dann, wenn keine Störungen und 
Schwankungen, wie sie gerade den Gegenstand der vorliegenden Zusammenfassung 
bilden, auftreten. Das Hauptresultat der früheren quantitativen Versuche über 
große Entfernungen von Marconi, Reich, Austin, Duddel, Taylor, Tissot 
und anderen war ja dies:. Am Tage erhält man für die Empfangsintensität 
recht konstante Werte, während in der Nacht starke und unkontrol- 
lierbar schnelle Änderungen auftreten. Wir wollen zunächst die am 
Tage gemachten Versuche berücksichtigen. 
Unter diesen nehmen, neben den ausgezeichneten Versuchen Reichs auf der 
Göttinger Versuchsanstalt die von der amerikanischen Marine unter Leitung von 
Austin ausgeführten Versuche den ersten Platz ein. Aus der gleichzeitigen 
Messung von Sende- und Empfangsstrom bei verschiedenen Entfernungen, aus der 
wirksamen Höhe von Sende- und Empfangsantenne und der benutzten Wellenlänge 
leitete Austin die Formel ab 
; % 0Mö r 
Jr =- 4.25 LES .e Vx 
In dieser Formel wurde der Empfängerwiderstand R 
willkürlich zu 25 Ohm angenommen, was aller- 
dings bei kurzen Wellenlängen zu hoch und bei 
größeren zu niedrig ist. . 
Inzwischen hat Austin die Versuche weiter- 
geführt und zwar mit der Großstation Arlington, 
Va, die mit einer Sendeeinrichtung von 100 Kilo- 
watt mit rotierender Funkenstrecke und einer 
Plattform-Antenne von 122 m wirksamer Höhe 
ausgerüstet ist. ‚Als Empfangsstation diente die 
Station des Kreuzers ‚, Salem‘ , der auf eine Reise 
nach Gibraltar geschickt wurde. Die Resultate 
zeigt die Fig. 15. Die ausgezogene Kurve ist nach 
Formel 8 berechnet, wobei wieder der Empfangs- 
widerstand mit 25 Ohm in Rechnung gesetzt ist. 
Die aufgenommenen Punkte fallen ganz gut mit 
dieser Kurve zusammen. 
Zwischen der Formel 8 und den theoretisch 
abgeleiteten Beziehungen besteht der Hauptunter- 
schied, daß nach den Austinschen Resultaten das Zerstreuungsglied die Form 
0.0015 r 
e V* 
hat, während die Theorie die Form ergibt: 
0,0019 ı 
a VF 
Die neuen Versuche von Austin hatten den Zweck, die Entscheidung zwischen 
diesen. beiden Exponentialfunktionen zu treffen. Während die Empfangsresultate 
auf dem Kreuzer .‚Salem‘‘ das Ergebnis lieferten, daß die theoretische Gleichung 
0.0019 5 
—ADOE 
dr = 377 — A Bad Js .e Vi 
Ar RV/ 1+ EL 
0, 
zu Werten führte, die zu niedrig waren, um mit den Beobachtungen vereinbar 
zu sein und während zugleich die halbempirische Gleichung 
0.0015 x 
Jo Ken 377 hide . 6 V7 
2ArRl / 1—+ &
	        
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