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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1915. 
Verlauf, so daß man bei dieser Methode eine lineare Beziehung zwischen den 
Galvanometerausschlägen und der Empfangsenergie als gültig annehmen kann. 
Über den Perikondetektor, in welchen zwei Kristalle, nämlich Zinkit und 
Kupferkies verwendet werden, sind ähnliche Versuche von Marchant mitgeteilt. 
Das Resultat zeigt das Diagramm der Fig. 7. Als Abszissen sind Werte aufgetragen, 
die der Empfangsenergie proportional 
sind — es sind in diesem Fall die Aus- 
schläge eines Thermogalvanometers(siehe 
unten) welches ein einwandfreies Maß 
für die Empfangsenergie gibt — und als 
Ordinaten die Ausschläge des parallel 
zum Perikondetektor liegenden Galvano- 
meters. Auch hier besteht eine lineare 
Beziehung. 
Die Methode mit Kontaktdetektor 
und Galvanometer ist demnach geeignet, 
bei quantitativen Messungen in erster 
Linie benutzt zu werden. Es heißt daher 
in einem Aufruf, den G. Eichhorn, 
der Mitarbeiter der unten erwähnten 
Kommission zur Ausführung quanti- 
tativer Empfangsversuche bei der Sonnenfinsternis am 21. August 1914, an die 
Leiter der sich an dem Versuch beteiligenden Empfangsstationen richtete: 
„Von der Parallelohm-Hörmethode soll, weil zu ungenau und zu sehr von 
subjektiven Fehlern beeinflußt, möglichst abgesehen werden. Es wird die Benutzung 
eines empfindlichen Galvanometers (von etwa 5- 10-° Amp. Empfindlichkeit am 
besten bei 5000 Ohm Widerstand und 1 Sek. Schwingungsdauer) erbeten, entweder 
mit photographischer Registrierung oder mit Ablesungen; in letzterem Falle sind 
die Ausschläge graphisch als Ordinaten aufzutragen, während die Zeit die Abszissen- 
achse bildet, wobei der Maßstab willkürlich gewählt werden kann, Atmosphärische 
Störungen werden natürlich mit 
cegistriert. Das Galvanometer 
wird mit einem aperiodischen 
Detektorkreis, der möglichst eng 
mit der Antenne zu koppeln ist, 
an Stelle des "Telephons ge- 
schaltet, und zwar am besten 
unter Parallelschaltung eines 
kleinen Blockkondensators zum 
Telephon bzw. Galvanometer. 
Als Detektor wird vorteilhaft ein 
empfindlicher Kontaktkristall- 
detektor benutzt, und empfiehlt 
es sich, zwei Detektoren zur ab- 
wechselnden Benutzung bereit 
zu halten.“ 
In diesen Zeilen ist be- 
sonders darauf hingewiesen, 
ein Galvanometer kurzer 
Schwingungsdauer zu be- 
nutzen. Das ist insofern von 
Wichtigkeit, als die drahtlos 
übermittelten Zeichen meist 
nicht längere Zeit gleichmäßig 
ausgesandt werden. Bei den 
später ’noch zu beschreibenden 
Versuchen gaben die Stationen 
„Striche“ von je 10 Sekunden
	        
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