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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 43 (1915)

(0 Annalen der. Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1915. 
offenen Mittelmeer, salzreiches als Unterstrom nordwärts in das Marmara-Meer. 
Dabei liegt die Grenze beider Wasserarten in den Dardanellen meist zwischen 
15 m und 20 m; nach den stundenlang fortgesetzten Beobachtungen des »Thor« 
schwankt ihre Lage oft innerhalb weniger Minuten um 1m unregelmäßig auf 
und nieder, pflegt aber scharf vorhanden zu sein, so z. B. folgendermaßen: 
Piefe 
kw 
16 
17 
3 
20 
25 
In den Dardanellen am 12, August 1910 
Oh bis 105 N 
Chbis 7BN 
& 
€ 
Ss 
25.0 
24.25 
18,85 
18,75 
17,8 
17,6 
17.3 
22.4 
23.0 
31.0 
32.2 
35,3 
36.7 
. 838.4 
24.1 
2.4.05 
24.0 
240 
17.95 
17.25 
22.9 
22.9 
22.9 
23.5 
36.5 
383 
Jenseits der Dardanellen kommen wir in das Marmara-Meer, das, 
freilich nur in gewissem Sinne, dem großen mittelmeerischen Westbecken 
vergleichbar ist. Der Bosporus endlich entspricht bekanntlich der Gibraltar- 
Straße: wie das schwere Mittelmeerwasser westlich von Gibraltar in die Tiefen 
des Atlantischen Ozeans absinkt, so senkt es sich hier nördlich vom Bosporus 
über die nur 70 m tiefe Schwelle hinab in die großen Tiefen des Schwarzen 
Meeres. Allerdings sind die absoluten Zahlen recht verschieden; im Bosporus 
führt die Oberflächenschicht nur etwa 18 % 9, die Unterschicht 36.5 %/,7 Salz, 
und es entsteht ein Mischwasser im Schwarzen Meer, das von rund 500 m 
abwärts 22 9/9 oder wenig mehr besitzt. Nebenbei beachten wir in Profil II 
(auch in Tabelle II, S. 13) die aus den russischen Sommerbeobachtungen der 
Jahre 1890 und 1891 bekannte wichtige Zone des Temperaturminimums zwischen 
55m und 80 m, die im Norden, vor der Krim, bis zum Boden reicht. 
Dem eben geschilderten östlichsten, rund 2200 km oder 1200 Sm langen 
Querprofil möge sich das nächste Süd/Nord-Profil 
C. für die Linie Große Syrte-Adria (Profil III, Tafel 2) 
anschließen; 1900 km oder 1040 Sm lang, führt es zwar auch in ein recht selb- 
ständiges Nebenmeer des Mittelmeeres hinein, weist aber schon einfachere Züge 
auf als das Östlichste Querprofil. Es sind dabei von der Straße von Otranto 
ab nordwärts die Beobachtungen der »Najade«!) aus dem Sommer 1911 benutzt, 
auch eine Herbststation der »Najade« und eine Winterstation des »Thor« wurden 
mit verwertet. Auf Stat. 144 in rund 34,5° N-Br. 19° O-Lg. mitten im Jonischen 
Meere schneidet das Querprofil das Längs- oder Hauptprofil I, wie aus der Text- 
figur S. 3 zu ersehen ist. 
Der Verlauf der Linien gleichen Salzgehaltes erschließt im Süden wieder 
die drei Hauptwasserarten: obenauf bis 50 m hinab mit << 38,25 das »atlantische« 
Wasser, das in der Syrte sogar besonders mächtig, bis über 100 m Tiefe, und 
stark ausgebildet mit << 38,00 %/,, in 50 m von »Thor« gefunden wurde; dann 
folgt die salzreiche Zwischenschicht des Unterwassers mit > 38.75 in dem Haupt- 
strich bei 300 bis 400 m Tiefe, sie ist mit diesem Werte von 38.75 oft bis zum 
Eingang der Adria verfolgbar; darunter endlich die thermisch und halinisch ein- 
tönige Bodenschicht. Alles aus dem Längsprofil bekannte Tatsachen, deren 
Süd/Nord-Verteilung aber hier offenbar wird. 
Der salzreiche Unterstrom schiebt sich in die Adria hinein, genau wie im 
nördlichsten Ägäischen Meere und nach dem Marmara-Meere hin; ebenso finden 
wir, z. B. Stat. A. 35, den schon von der »Pola« geschilderten schwachsalzigen, aus 
der Adria auf der italienischen Seite südwärts zum Jonischen Meere gerichteten 
N Permanente Kommission für die Erforschung der Adria: Berichte über die Terminfahrten. 
Österreich. Teil. red. von E. Brückner. Nr. 2bis5. Wien 1912. Nr. 6 bis 9. Wien 1913,
	        
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