Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
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unter Wasser steil abfällt und die dort liegenden Klippen sichtbar sind. Östlich
von Shell Bird-Eiland kann man nicht entlangfahren, da eine von Sops-Eiland
vorspringende Bank die Durchfahrt nur für Boote befahrbar macht.
Westlich von der Hauling-Huk ist eine kleine Bucht mit flachem Wasser,
das etwas über die Verbindungslinie der beiden Einfahrtshuken hinausreicht.
Nachher fällt die Küste auf einer Strecke von !/, Sm unter Wasser steil ab.
Die Nordküste von Georges-Eiland ist von flachem Wasser besäumt und
eine kleine 8.2 m (27’)-Stelle mit Schlickgrund liegt in der Richtung rw. 60°
(mw. 01/,S) 2 Kblg von der Steering-Klippe. ;
Das Fahrwasser zu dem beinahe runden Becken von 3'/, Kblg Durch-
messer nördlich von der westlichen Hälfte von Georges-Eiland ist schmal und
gewunden und im allgemeinen nicht zu empfehlen.
Western Tickle, die Durchfahrt westlich von Georges-Eiland, kann nur
von kleinen Fahrzeugen benutzt werden; eine Kies- und Schlickbank liegt am
Nordende von Western Tickle.
Southern Channel, das eigentliche Fahrwasser nach Sops Arm, führt
zwischen der Südküste von Sops-Eiland und dem gegenüberliegenden Festlande
durch. Die Südküste von Sops-Eiland fällt von der Innenkante der Felsenbank
(Foul Ground) mit 11 m bis 13 m (6 bis 7 Fad.) Wasser darüber nach Westen
zu steil unter Wasser ab; auch die Südseite der Durchfahrt ist der Karte
nach rein.
Tiden. Die Hafenzeit für Sops Arm ist 7b Omis, die Springhochwasserhöhe
beträgt 1.4 m (4%), die Nipphochwasserhöhe 0.8 m (2%)... a
Die Höhen der Gezeiten zeigen starke tägliche Ungleichheit, namentlich
bei Hochwasser. Aufeinanderfolgende Hochwasserhöhen weichen bis zu 0.45 m,
aufeinanderfolgende Niedrigwasserhöhen 0.08 m bis 0.15 m voneinander ab, I
Die Tidenströme sind im South Channel schwach, im Tickle setzen ‚sie
jedoch manchmal mit merklicher Geschwindigkeit, Zwischen der Hauling-Huk
und Sops-Eiland und auf dem Ankerplatze nordöstlich von Georges-Eiland wurde
tagelang beständig nach Nordosten setzender Strom beobachtet, .
Ankerplätze. Guten Ankerplatz findet man nordwestlich von der Steering-
Klippe auf 12.8 m bis 20 m (7 bis 11 Fad.) Wasser über Schlick. Dieser Anker-
platz ist leicht zu erreichen und bietet Schiffen von mäßiger Größe am meisten
Schutz in Sops Arm. Große Schiffe ankern nordöstlich von der Steering-Klippe
auf 16.5 m bis 26 m (9 bis 14 Fad.) Wasser, müssen dabei jedoch die 8,2 m (27’)-
Stelle meiden, die in der Richtung rw. 60° (mw. 01/,S) 2 Kbig von der Steering-
Klippe liegt.
Das runde Becken von 3'/, Kblg Durchmesser und 22 m bis 36 m (12 bis
20 Fad.) Wassertiefe nördlich von der westlichen Hälfte von Georges-Eiland kann
für gewöhnlich als Ankerplatz nicht empfohlen werden wegen des schmalen und
gewundenen Fahrwassers, das hinführt. ;-
In Western Tickle kann ein mäßig großes Schiff auf 14.6 m (8 Fad.)
Wasser ankern.
Giles Cove, eine kleine Bucht am Westende von Sops Arm, bietet leid-
lichen, wenn auch engen Ankerplatz für Schiffe von mäßiger Größe, Untiefen
erstrecken sich von den Ufern etwa 64 m weit. Große Schiffe ankern gelegent-
lich vor der Bucht auf etwa 27 m (15 Fad.) Wasser,
Burnt Head Cove und Country Cove, südöstlich von Giles Cove, bieten
keine geeigneten Ankerplätze, da‘ die Wassertiefe eben außerhalb der seichten
Stellen, die sich etwa 3%, Kblg weit von der Küste erstrecken, schnell auf 55 m
und 73 m (30 und 40 Fad.) zunimmt. Man kann allenfalls vor Burnt Head
Cove auf 36 m (20 Fad.) Wasser ankern, wird aber beim Schwaien sehr dicht
unter Land kommen.
Zum Anlaufen dieser Buchten darf man die zwar 4.3 m bis 4.6 m (14 bis
15’) tiefe, aber enge Durchfahrt zwischen den Pigeon-Inseln und ‚der Küste
nicht wählen,
Baileys Cove, eben östlich von den Pigeon-Inseln, bietet guten Ankerplatz
auf 16 m bis 24 m (9 bis 13 Fad.) Wasser innerhalb oder außerhalb einer Klippe,