L72 Annalen der Hyrdrographie und Maritimen Meteorologie, April 1915.
Ort, sondern in ihrer Verteilung über die ganze Erde und ihrer Abhängigkeit
von der Jahreszeit zu kennen. Deshalb wurde für die Breite 0, ferner 20, 40,
60, 80 und 90° nördlich und südlich, ferner in jeder dieser Gruppen für Dekli-
nationen der Sonne von 0°, + 10°, + 20° und + 28°27’ (in der Folge mit + &
bezeichnet) die Sonnenhöhe zu einer Reihe von Tagesstunden berechnet, daraus,
wie eben erläutert, die Tageskurve des Reflexionsverlustes gewonnen und aus
dieser dann durch Planimetrieren der Gesamtverlust. Da ferner mit wechselnder
Entfernung der Erde von der Sonne auch die einfallende Gesamtstrahlung
Änderungen erleidet, mußte noch mit dem entsprechenden Faktor multipliziert
werden.
Diese eigentlich unökonomisch erscheinende Arbeit, die aber doch einmal
geleistet werden mußte, führte schließlich mit einem sehr großen Verbrauch an
Zahlen und Kurven zu Ergebnissen, die wegen der größeren Kompliziertheit
nicht gut in Reihenentwicklung dargestellt werden konnten, dafür wohl aus-
führlich genug in den folgenden Tabellen niedergelegt erscheinen,
$ 23. Tages- und Jahressummen der ins Wasser eindringenden Sonnen-
strahlung, Die erste Tabelle (5a und 5b) gibt — wie die folgenden zweigeteilt
entsprechend p= 0.6 und p = 0.7 — die Reflexionsverluste während je eines
Tages in den verschiedenen Breiten und an den im Kopfe besonders angeführten
mittleren, den genauen Deklinationswerten der Sonne entsprechenden Daten. Die
zweite (6a und 6b) liefert, aus der ersten und den Angotschen Zahlen berechnet,
die unter den entsprechenden Bedingungen tatsächlich dem Wasser zugute-
kommenden Wärmemengen)),
Tabelle 5a, Tabelle 5b.
Reflexionsverluste während eines Tages, Solarkonstantenminuten,
Transmissionskoeffizient 0.6 f Transmissionskoeffizient 0,7.
ra LH Her Hal deeH NM „oa Mapa, mo HeR Mau leH: 5
ni= BER FBR FF ER SENSE AR Ru aHeREE Bra a Sp eh aM EHUH
ALM | 8 RAR HH SSR IE 1818 AA AHA AS] SEN
Breite
+ 90°
+—SO
+ 60
— 40
L20
0
—20 ‘
—40 8
—60 9
—&0 12
Qu 15
<
1
(
UL
€
6
X
L
N
&
0
+1 ® u
110 21:3
A ‚10,
„0
}
„u
‚5
G
10
10
1?
Mn
58
10
1)
1
11
0
ı]
22
RB
1
A
22
©
22
18
*
N
8
7
d
A
Is
Y
8 9
518
0:2
0
0
£
8
9:
9
9
10
10
11
‚11
7
Q
y
10
10
12
19
283
)
et
D4
Tabelle 6a.
{ns Wasser eindringende Strahlungsmenge, Tagessummen, Solarkonstantenminuten.
Transmissionskoeffizient 0,6
= iz. 20010 | 07 | 4101-LE20, He | 420 | +10 | 0 | —10 | —20 ba
Datum 21. I. | 23.11. 21.111.16.1V. 21. V. 22. VI. 24. VIL'28.VIM.|23.1X. 1 20, X. 22.XI. {22. XII
Breite
4 909
150
10: 4
+40 ; 4
420 * 132
0 207
—20 246 |
—40 ı 2839 |
—60 | 189 |
89 163
—90 '
17
ı 9
| a7
220
233
161
2
1‘)
3
56
R9
201 |
295
21
19
58
£
28
144
186
223
215
7
U
54
108
178
226 :
233
196 ;
127
4°
39
146
200
238
233
185
LO
57
90
103
175
225
231
(O4
A
4
al
29
111
184
220
211
164
88
17
56
| 138
199
221
199
138
56
16 ‚4
| 90 47 |
| 169 | 131
‘ 218 | 206
226 | 245
; 187 | 239
| 113 | 187
30 | 110
8 * 98
)
A
35
116
198
240
255
214
156
149
'! Würde man zu diesen Zahlen die entsprechenden der Tabelle 5 hinzuzählen, so müßte man
die gesamte auf die Oberfläche auftreffende Energie erhalten,