Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1915.
Zur SOME der Leuchttürme im Mittelalter. R. Hennig. »Prometheus« 1915, Jahrg, XXWVT,
Nr. 16.
Kriegs-Organisation der Deutschen Seefischerei, besonders in der Ostsee. Ihre physikalische
und statistische Begründung und ihre derzeitige Notwendigkeit. »Hansa« 1415, Nr. 3.
Strandzonens allmänna morfologiska utveckling med sdrskild hänsyn till insjöar.
H. W. Ahlmann, »Ymer« 1914, Hit, 3.
Witterungseinflüsse beim Schießen, W. Naegler. »Das Wetter« 1914, Hft. 12.
Invloed van regen door geschutvuur. »HMemel en Dampkring« 1914, December.
Bariumperoxyde. »De Zee« 1914, Nr. 12.
Maps and map making. T. HH. Holdich, »Seientif, Amerie, Supplem.« 1915, January 16.
Die Destillation des Meerwassers zur Gewinnung von Trink- und Gebrauchswasser.
H. Schröder. »Prometheus« 1915, Jahrg. XXVI, Nr. 21,
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Die Witterung an der deutschen Küste im Januar 1915.
(Amtlich)
In seinen Mittelwerten war der Januar an der deutschen Küste verhältnis-
mäßig trüb, mild und sehr reich an Niederschlägen bei ungewöhnlich niedrigem
Luftdruck und vorwiegenden Winden aus dem Südwestviertel, im Westen und aus
dem Südostviertel im Osten; Winde aus nördlichen Richtungen waren verhältnis-
mäßig selten. Soweit Registrierung der Windgeschwindigkeit vorliegt, war diese
im Mittel annähernd gleich deren vieljährigen Werten. Heiteres Wetter in
größerer Verbreitung wurde nur am 18,., 19., 22., 29. und 80, an der Nordsee
von der Elbmündung nordwärts, sowie am 21. an der mittleren Ostsee beobachtet.
Nebel stellte sich über größerem Gebiete nur am 6. und 7. ostwärts bis Mecklen-
burg, am 10. an der westlichen Östsee, am 14. von der Elbe ostwärts, am 20.
und 23. an der Nordsee, am 24. und 25. von der Elbe bis zur Oder und am 31.
an der Ostsee ein, Gewitter wurden nicht beobachtet. Steife und stürmische
Winde wehten über größere Gebiete am 1., 2. und 4, an Teilen der Ostseeküste
aus dem Südostviertel, am 8. an der ganzen Küste und zum Teil noch am 9, an
der östlichen Ostsee aus westlichen, und zwar vorwiegend nordwestlichen Rich-
tungen, am 15, ostwärts bis Rügen und am 16, mehr vereinzelt an der ganzen
Küste aus dem Südwestviertel, sowie am 21. ostwärts bis Rügen aus südlichen
Richtungen.
Zu Anfang des Monats lag ein Hochdruckgebiet von Rußland über Skandi-
navien ausgebreitet gegenüber einem Tiefdruckgebiet über dem Ozean, das sich
in einem Ausläufer über Deutschland bis an die Weichsel erstreckte, während
die Isobaren über Skandinavien Nord—Süd gerichtet waren. Entsprechend dieser
bis zum 4. bestehenden Wetterlage wehten südöstliche Winde, die an der Ostsee
stellenweise lebhaft wurden und im Osten anhaltend Frost herbeiführten, während
die Winde im Westen vom Ozean stammten und milderes Wetter mit sich
brachten; nachdem am 1. nur die Nordseeküste und am 3. nur der äußerste
Westen und Osten Niederschläge gehabt hatten, brachte der 4. wie schon der 2.
fast überall Niederschläge,
Am 5. wurde eine Anderung der Wetterlage eingeleitet, indem sich der
Deutschland bedeckende Tiefdruckausläufer nordwärts verlagerte und das Hoch-
druckgebiet über Skandinavien nordwärts zurückwich, während zugleich ein
Hochdruckkeil über Frankreich vordrang. Die neue Witterungsperiode, gekenn-
zeichnet durch einen ostwärts über Mitteleuropa ausgebreiteten Tiefdruckaus-
läufer und das Auftreten verschiedener Teilwirbel in diesem Gebiete zwischen
den von Rußland nach Skandinavien und von Frankreich in wechselnder Er-
streckung ostwärts reichenden Hochdruckgebieten, währte bis zum 12.; sie
brachte im allgemeinen mildes Wetter bei überwiegend südlichen Winden und
tägliche Regenfälle. Ein am 8. und 9. ostwärts über den Süden der Ostsee nach
Westrußland schreitendes Teiltief hatte die angegebenen stürmischen Winde im
Gefolge,
Nachdem am 13. das an diesem Tage ostwärts über Deutschland aus-
gebreitete Hochdruckgebiet mit dem Hochdruckgebiet über Skandinavien durch