Thraen, A.: Monatliche und jährliche Schwankungen der Temperatur, des. Luftdrucks usw. 129
Mai,‘ Zwischen Luftdruck und Niederschlag ist die Parallelität der
Schwankungen wiederum häufiger, während die Temperatur nur ganz ver-
einzelt den gleichen Sinn der Ausweichungen zeigt, ;
Juni. Wenn auch beim Luftdruck zahlenmäßig die Abweichungen: vom
Mittel auffällig kleine sind, so ist der Sinn der Abweichungen von Jahr zu Jahr
fast stets derselbe wie beim Niederschlag, dessen absolute Schwankungen
gerade im Juni recht groß sind. Die Temperatur hingegen geht gerade im
Frühsommer vollständig unabhängig von den anderen Elementen ihren Weg.
Juli. Luftdruck und Niederschlag zeigen streckenweise eine Parallelität
der Abweichungen, während Beziehungen der Temperatur zu den beiden anderen
Elementen nicht festzustellen sind. .
August. Der Gleichlauf von Luftdruck- und Niederschlag-Schwankungen
ist verhältnismäßig häufig, während diese Elemente zur Wärme keinerlei Be-
ziehungen aufweisen.
September. Luftdruck und Niederschlag zeigen oft denselben Sinn der
Ausweichung, während die Temperatur unabhängig von jenen Elementen schwankt.
Oktober. Parallelitäten im Verlauf von Luftdruck- und Niederschlags-
Schwankungen sind vielfach vorhanden, jedoch nicht ohne auffällige Ausnahmen,
wie z. B. im Jahre 1878. Auch die Temperatur schwankt hie und da im gleichen
Sinne mit den beiden anderen Elementen.
November. In den Schwankungen des Luftdrucks und des Nieder-
schlags wechseln Parallelitäten und krasse Gegensätze in bunter Reihenfolge.
Ahnliches gilt von der Beziehung zwischen Temperatur und Luftdruck. ,
Dezember. Luftdruck und Niederschlag schwanken häufig in gleichem
Sinne; an dieser Parallelität nimmt zuweilen auch die Temperatur teil.
Resultat. Die Betrachtung der 35jährigen Reihen von Temperatur, Luft-
druck und Niederschlag für Hamburg hat neben anderen bekannten meteoro-
Jogischen Regeln die Tatsache bestätigt, daß die Kausalität zwischen Luftdruck
und Niederschlag, in zweiter Linie auch die zwischen Temperatur und Nieder-
schlag, auch bei unperiodischen monatlichen Schwankungen zahlenmäßig immer
nur vereinzelt zutage tritt. Dies dürfte nicht zuletzt seinen Grund darin haben,
daß die Benutzung der bürgerlichen Monate als meteorologische Zeitabschnitte
eine willkürliche und künstliche Gliederung meteorologischer Kontinuitäten ist,
die natürlich auch nur rohe Zahlenwerte und daher auch kaum ‚einwurfsfreie
Resultate zu liefern imstande ist. Die Unterlagen für letztere Ansicht möchte
sich der Verfasser für eine andere Gelegenheit vorbehalten.
Die Häfen der britischen Kolonie Neufundland.
(Amtlich)
2. Häfen am nördlichen Teile der Ostküste Neufundlands.
2 Cape Rouge Harbour.
Dieselben Quellen und Karten wie für Croc Harbour S. 91. Auf der Brit. Adm-Krt, Nr, 279 statt
‚des Planes Croc Harbour, Plan: Cape Rouge Harbour. .
Cape Rouge Harbour liegt zwischen den Halbinseln Cape Rouge und Conche.
South West Bay, am Orte auch Cruce Harbour genannt, ist der südliche,
Biche-Arm der nördliche Ankerplatz. Die geographische Lage der Patridge-
Huk im nordöstlichen Teil von Biche-Arm ist 50° 57’ N-Br. und 55° 53’ W-Lg.
Die Mißweisung für das Jahr 1915 beträgt 32.6° W, ihre jährliche Abnahme
ungefähr 4,
Landmarken. Die Pyramid-Huk am Nordostende der Halbinsel Cape Rouge
ist eine pyramidenförmige Klippe. ‚Cape Rouge ist der südöstliche Ausläufer
der Halbinsel. Etwas westlich davon steht ein Gipfel von 150 m (492’) Höhe.
Die Frauderesse-Huk am Nordostende. der Halbinsel Conche ist mit rauhen und
Ann, ad. Hydr. usw. 1915, Heft 111.
{Fortsetzung.]