Thraen, A.: Monatliche.und jährliche Schwankungen: der: Temperatur, des Luftdrucks usw. 1925
0.5:mm der Tatsache Rechnung zu tragen, daß man in dem letzteren Jahre das
Barometer der Seewarte im Vergleich mit den Normalbarometer anderer Staaten
als um rund 0.5 mm zu hoch erkannt hatte.
- =: Der jährliche Gang.
. Tabelle I charakterisiert uns den durchschnittlichen Verlauf der Witterung
in ‘Hamburg: re N ;
Tabelle I. 35jährliche Mittel für die Zeit von 1876 bis 1910. _-
(Zeichenerklärung: A = Mittel; B = Koefüzienten.)
Temperatur en
Luftdruck...
Niederschlag . ‚A
Jan.
Febr.
März! Auril] mat | Juni! Jutil Aug Sept. Ort. Nov! Des.) Jahr |
ol 00 13.1 | 73 118 [15.6 1168 16.3 3.6 1 8.8140 1
60.9 | 58.9 [67.2 [57.7 [59.0 59.1 |58.2 I58.2 160.0 53.4 58.9 ls8.2 58.7 |
48,9 | 47.1 bad os 52,0. J67.7 89,0 160.6 158.4 168.9 149.0. [55.5 ja
1.58! .1°67| 1.66| 2.57 1.71! 2.26| 2.87] 2.60l 1.95) 2.22l 1.63l 1.79 1,96 |
83 |
R
Die Temperatur zeigt einen regelmäßigen Anstieg vom Januar bis zum
Juli, wonach ein etwas langsamerer Abstieg, bis zum Januar zurück, erfolgt.
Der Luftdruck beginnt das Jahr. mit seinem Höchstbetrag und nimmt
schnell ab bis zum Mindestbetrag im März, Von da ab steigt er wieder bis zum
Juni, um während der heißesten Monate Juli und August wiederum einen ge-
ringeren Stand. zu zeigen.. Im September erreicht er sodann das zweite Maximum
und ‚wechselt im Fallen und Steigen ab während der Monate Oktober, November
und Dezember, . WE Se
. Der Niederschlag hat. seine Parallelitäten, teils zum Temperatur-, teils
zum Luftdruckverlauf. Wie die Temperatur zeigt er sein Maximum im Juli und
seine geringsten Beträge”in den ersten Monaten des Jahres, Verwändtschaft mit
dem Luftdruck zeigt die; Jahresperiode des Niederschlags vom Juni bis zum
Dezember, da. hier Luftdrucktäler und Niederschlagsspitzen (und umgekehrt) bei
graphischer Auswertung sich regelmäßig gegenüberstehen‘), Anderseits zeigen
sich in der Zeit vom Januar bis zum Mai nur ganz schwache Analogien zwischen
Luftdruck und Niederschlag. :
Die unperiodischen Schwankungen, .
Unsere Tabellen II bis IV geben die Abweichungen der monatlichen Einzel-
werte von den 35jährigen Normalmitteln der Tabelle X übersichtlich an. Den
Schaltjahren wurde in der Weise beim Niederschlag Rechnung getragen, daß der
Februarbetrag eines jeden Schaltjahres mit der Reduktionszahl 5 multipliziert
wurde, Hierauf wurde von neuem das Mittel der so homogenisierten Februar-
reihe gebildet, so daß sich also die Prozente der Tabelle IV für den Februar
auf dieses neue Mittel‘ (46.7 mm) beziehen. Bei den Jahresbeträgen wurde ganz
analog verfahren. Das nach dieser Homogenisierung neu erhaltene Jahresmittel
beträgt 714.4 mm.
Wir. entnehmen unseren Tabellen folgende Tatsachen:
Die absoluten Extreme für die einzelnen Monate (ihre Abweichungen
von den zugehörigen Mitteln sind durch fetten bzw. kursiven Druck in den
Tabellen hervorgehoben) zeigen bei graphischer Auswertung starke Parallelität
zum Verlauf der zugehörigen Jahresperioden; ‘ wenigstens bei der Temperatur
und dem Niederschlag laufen die Kurven der monatlichen Maxima und Minima
der Jahreskurve parallel. Diese Tatsache deutet auf die absolute Normalität
unserer Mittelwerte hin.
x» Teilweise Jäßt sich daher bei richtiger Wahl der Höhenmaßstäbe eine Parallelität der Kurven
erreichen durch Umkehrung der Ordinatenachse heim Luftdruck.