Ludewig, P.: Die Bedeutung der vertikalen Luftbewegungen für die Luftfahrt. 107
Dieser Zylinder ist in Figur 6a nochmals abgebildet, er enthält quer durch seine
Achse hindurch drei Durchbohrungen, die in Winkeln von 60° versetzt sind und
sich zugleich in verschiedener Höhe des Zylinders befinden. Wickelt man die
Zylinderfläche ab, so erhält man das in Figur 6b gegebene Bild.
Fix. 6a.
Fie. 6b.
—_
°
a
|
Fig, 78.
+5 5 3
a “ -
AI. ES
®
®
‚oo
=,
U
Fig. 7b.
m
w
* *
vw
* ®
E w
*
_ Läßt man jetzt durch die kleine, mit Reflektor versehene Glühlampe G
einen Lichtstrahl durch das Rohr hindurchfallen, so wird er durch das mit den
Durchbohrungen versehene Zylinderstück rhythmisch abgeblendet und hindurch-
gelassen. Eine Linse H bildet. die von dem Lichtstrahl zu durchlaufenden
Löcher auf einem über die Rolle J laufenden lichtempfindlichen Papier ab, Dreht
sich. die Achse des Windrädchens, so wird auf dem photographischen Papier
ein Bild entstehen, wie es Figur 7a zeigt; wechselt die Drehrichtung, so entsteht
das Bild der Figur 7b. Die äußere Konstruktion des Anemometers!) zeigt die
Figur 8, i
Fig. 8. i
Das Windrädchen war zunächst zu eichen. Dazu ‚wurde es®in einem
235 m tiefen Schaft mit gleichmäßiger Geschwindigkeit hinauf- und hinunter-
gezogen: Dies geschah bei einer größeren Anzahl verschiedener Geschwindig-
keiten. Die Anzahl der Umdrehungen wurde zu gleicher Zeit gezählt und
aus den‘ zusammengehörenden Werten der Umdrehungszahlen und der‘ Ver-
tikalgeschwindigkeiten — die, falls im Schacht eine vertikale Luftströmung durch
gutes Schließen sämtlicher Türen usw. vermieden war, der am Apparat entlang
streichenden Windströmung entsprechen — dieEichkurven erhalten. Für Aufwärts-
und Abwärtsbewegung ergaben sich geringe Abweichungen,
Y Der Apparat wird von der Firma Spindler und Hoyer in Göttingen hergestellt.